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U21-Nationalmannschaft : Fast-Blamage gegen Färöer wirft Fragen auf

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Das war knapp: Eine halbe Stunde vor Schluss liegt die deutsche Jugend-Nationalelf von Trainer Horst Hrubesch gegen den Fußball-Zwerg Färöer Inseln zurück. Mit Mühe und Not wenden die Bundesliga-Profis eine historische Schmach ab.

shz.de von
erstellt am 16.Okt.2013 | 12:46 Uhr

Horst Hrubesch konnte es nicht fassen, seine Spieler wollten die Beinahe-Blamage ganz schnell vergessen. „So richtig erklären kann ich das noch nicht, im Moment ist mir das ein Rätsel“, sagte der sichtlich verblüffte DFB-Coach nach dem fast peinlichen Auftritt beim mühevollen 3:2 (1:1) der deutschen U 21-Fußballer gegen den krassen Außenseiter Färöer.

Die deutsche Auswahl liegt in der EM-Qualifikation mit vier Siegen aus vier Spielen zwar souverän im Rennen, doch die Leistung war erschreckend schwach. „So etwas darf uns auf gar keinen Fall noch einmal passieren“, sagte Kapitän Kevin Volland, der wie einige andere Stammspieler zunächst auf der Bank saß und nach zweimaligem Rückstand in der 74. Minute das wichtige 2:2 erzielte. Dem Gladbacher Amin Younes gelang der umjubelte Siegtreffer (82.).

Zuvor trauten die mehr als 8000 Zuschauer im Kasseler Auestadion ihren Augen nicht. Denn die deutschen Jungprofis hatten gegen die Insel-Amateure heftige Probleme. „So läuft's halt manchmal. Wir haben uns das Leben selbst schwer gemacht. Am Ende musste wir es erzwingen. Da habe ich mir einfach ein Herz gefasst“, sagte der Siegtorschütze.

Sein Gladbacher Teamkollege Marc-Andre ter Stegen, der an beiden Gegentreffern schuldlos war, hakte die Partie rasch ab. „Am besten ist, man vergisst das Spiel schnell und nimmt nur die drei Punkte mit“, sagte der Schlussmann. „Mir ist lieber, man spielt schlecht und gewinnt, als wenn man gut spielt und verliert.“  So konnte Hrubesch, der mit seiner neuen Mannschaft nach fünf Spielen noch immer unbesiegt ist, am Ende doch zufrieden sein. „Wir haben uns dumm angestellt, sind aber nicht an die Wand gespielt worden. Wir haben die drei Punkte, das ist entscheidend“, befand der Trainer.

Dass er sich beim Personal-Puzzle verzockt habe, wollte der Coach nicht geltenlassen. „Ich muss den Jungs doch die Möglichkeit geben, Freundschaftsspiele habe ich keine“, betonte Hrubesch, der die Mannschaft nach dem 2:0 gegen Montenegro gleich auf sechs Positionen verändert hatte. Zudem fehlten einige verletzte Spieler.

Trotz aller Kritik ist die DFB-Auswahl ihrem ersten Etappenziel einen großen Schritt nähergekommen. Schon bei den Spielen in Montenegro (15. November) und Rumänien (19. November) kann sich das Team den Gruppensieg sichern und die Teilnahme an den Playoffs für die Endrunde 2015 in Tschechien perfekt machen. „Da wird die Mannschaft ein anderes Gesicht zeigen“, versprach Hrubesch.

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