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Achtelfinal-Rückspiele : Europa League: Dortmund weiter, Leverkusen raus

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Im Achtelfinal-Rückspiel der Europa League bei Tottenham reichte dem BVB ein 2:1-Erfolg zum Weiterkommen. Leverkusen ist nach einem 0:0 gegen Villareal ausgeschieden.

shz.de von
erstellt am 18.Mär.2016 | 07:21 Uhr

London/Leverkusen | Borussia Dortmund steht zum 13. Mal im Viertelfinale eines europäischen Pokal-Wettbewerbs. Mit dem 2:1 bei Tottenham Hotspur untermauerte der Revierclub seinen Status als Mitfavorit der Europa League. Für Bayer Leverkusen hingegen ist erwartungsgemäß Endstation im Achtelfinale gewesen. Nach dem 0:2 beim FC Villarreal reichte die Kraft für eine Überraschung nicht mehr – die Partie blieb torlos.

14 Spiele ohne Niederlage

Trotz der sechsten englischen Woche in Serie wirkte die Borussia erneut erstaunlich frisch. Der reife Auftritt nötigte Thomas Tuchel großen Respekt ab: „Wir haben eine gute Ausstattung gerade. Den Klebstoff, der das zusammenhält, den liefert die Mannschaft auf beeindruckende Art und Weise - und das alle drei Tage.“ Dennoch sehnt auch der BVB-Coach eine geringere Taktzahl herbei. „Ich freue mich, wenn Länderspielpause ist. Aber wir sind in Augsburg schon noch einmal bereit“, sagte er mit Blick auf die kommende Partie am Sonntag.

Wieder einmal konnte sich der BVB auf die Treffsicherheit seines Torjägers verlassen. In London gelangen Afrikas „Fußballer des Jahres“ Aubameyang die Saison-Pflichtspieltore 34 und 35. In der Europa League traf der Gabuner bisher zehn Mal. „Auba strahlt großes Selbstvertrauen aus. Ich freue mich sehr, dass es in einem besonderen Spiel wieder zwei Mal geklappt hat. Wenn er fleißig und bescheiden bleibt, dann kann alles gehen“, kommentierte Tuchel.

Nächster Gegner wird am Freitag ausgelost

Ein Wiedersehen mit Jürgen Klopp ist ein Stück näher gerückt. Schließlich zog der vom einstigen BVB-Coach betreute FC Liverpool mit dem 1:1 bei Manchester United ebenfalls in das Viertelfinale ein. Die Wahrscheinlichkeit auf einen spanischen Gegner zu treffen, ist jedoch am größten. Mit Titelverteidiger FC Sevilla, FC Villarreal und Athletic Bilbao sind noch drei Teams aus der Primera División dabei. Weitere mögliche Kontrahenten sind Sporting Braga, Sparta Prag und Schachtjor Donezk. Ausgelost wird an diesem Freitag um 13 Uhr in Nyon (Schweiz). Die Spiele finden am 7. und 14. April statt.

Die Fans der Borussia feierten auf ihre Weise:

Erste Runde Krankenschein, dann 'die Oma tot', Überstunden nehmen wir zur Not, dann kommt die Kündigung, scheiß egal Borussia Dortmund international, EUROPAPOKAL; EUROPAPOKAL; EUROPAPOKAL; EUROPAPOKAL!#totBVB

Posted by BVB-Fanabteilung on Donnerstag, 17. März 2016

Erste Runde Krankenschein, 
dann 'die Oma tot', 
Überstunden nehmen wir zur Not, 
dann kommt die Kündigung, 
scheiß egal Borussia Dortmund international, 
EUROPAPOKAL; 
EUROPAPOKAL; 
EUROPAPOKAL; 
EUROPAPOKAL!

Enttäuschung dagegen in Leverkusen

Die meisten Spieler ließen sich nach dem Achtelfinal-Aus in der Europa League gegen den FC Villarreal nicht mehr sehen. „Wir hatten in der ersten Halbzeit die eine oder andere Chance, doch nach der Pause waren wir sehr müde“, kommentierte Bayer-Sportdirektor Rudi Völler die mit einem torlosen Unentschieden missglückte Aufholjagd.

„Die Ausgangsposition war schwierig. Villarreal hat sich verdient durchgesetzt“, sagte Leverkusens Trainer Roger Schmidt. „Es war klar, wie das Spiel laufen würde gegen eine sehr kompakte und starke spanische Mannschaft.“ Tatsächlich hatten die Gäste in der Defensive ein Bollwerk errichtet, das die wenig ideenreiche, matte, durch viele Verletzte dezimierte Werkself nicht ins Wanken bringen konnte. „Wir haben alles gegeben, aber nur wenige hundertprozentige Chancen rausgespielt“, sagte Innenverteidiger Jonathan Tah, der sich als einer der ganz wenigen Profis nach dem Abpfiff noch einmal in der Mixed Zone blicken ließ. Bereits vor fünf Jahren hatte Villarreal den Rheinländern den Weg ins Viertelfinale der Europa League verstellt. „Jetzt haben wir noch ein Bundesligaspiel am Sonntag beim VfB Stuttgart und sehnen uns nach der Länderspielpause“, sagte Völler.

Personalnot bei der Werkself

Die Personalnot war gegen Villarreal mit den Ausfällen der verletzten Profis Ömer Toprak, Stefan Kießling und des gesperrten Tin Jedvaj besonders prekär. Auf der Ersatzbank saßen in Lukas Boeder, Joel Abu Hanna und Benjamin Henrichs drei unerfahrene Teenager.

Da auf der rechten Verteidigerposition die Besetzungsnot extrem groß war, beorderte Schmidt den offensiven Mittelfeldspieler Karim Bellarabi in die Viererkette. „Er hat es sehr ordentlich gemacht“, lobte der Coach. „Für das erste Mal war es okay“, befand auch der Nationalspieler selbst.

Vor der Partie in Stuttgart muss sich Schmidt neue Sorgen machen. Innenverteidiger Kyriakos Papadopoulos wurde mit einer Wadenverletzung ausgewechselt. Dabei beginnt in Schwaben für die Leverkusener der Endspurt um einen Europacup-Platz. „Das ist keine erfreuliche Situation. Aber wir werden unser allermöglichstes geben“, versprach Schmidt.

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