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Fußball-Europameisterschaft 2016 in Frankreich : EM: Marco Reus, Karim Bellarabi, Sebastian Rudy und Julian Brandt bleiben zu Hause

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In einer Pressekonferenz teilt der Bundestrainer seine Entscheidung mit. Vier Spieler müssen zu Hause bleiben.

shz.de von
erstellt am 31.Mai.2016 | 13:01 Uhr

Ascona | Tag der Entscheidung: Bundestrainer Joachim Löw hat überraschend Marco Reus (Borussisa Dortmund) sowie Sebastian Rudy (1899 Hoffenheim), Karim Bellarabi und Julian Brandt (beide Bayer 04 Leverkusen) aus dem Kader für die Fußball-Europameisterschaft gestrichen. Die derzeit noch nicht einsatzfähigen Weltmeister Bastian Schweinsteiger und Mats Hummels gehören hingegen zum 23 Spieler umfassenden Aufgebot, teilte Löw am Dienstag im Trainingslager in Ascona mit.

Der lange verletzte Schweinsteiger sei wieder voll belastbar. Bei Hummels müsse man noch abwarten, so der Bundestrainer. Auch die Jungstars Joshua Kimmich, Julian Weigl und Leroy Sané fahren zur EM.

„Er kann im Moment nur geradeaus laufen. Für uns und für ihn ist es eine bittere Entscheidung gewesen, er wäre eine Bereicherung gewesen“, sagte Löw über Reus, der schon die WM 2014 wegen einer Verletzung kurzfristig verpasst hatte.

Welche Spieler waren im vorläufigen Kader?

Tor Manuel Neuer (FC Bayern München), Marc-André ter Stegen (FC Barcelona), Bernd Leno (Bayer Leverkusen)
Abwehr Jérôme Boateng (FC Bayern München), Emre Can (FC Liverpool), Jonas Hector (1. FC Köln), Benedikt Höwedes (FC Schalke 04), Mats Hummels (Borussia Dortmund), Shkodran Mustafi (FC Valencia), Antonio Rüdiger (AS Rom), Sebastian Rudy (1899 Hoffenheim)
Mittelfeld Karim Bellarabi (Bayer Leverkusen) , Julian Brandt (Bayer 04 Leverkusen) , Julian Draxler (VfL Wolfsburg), Sami Khedira (Juventus Turin), Toni Kroos (Real Madrid), Joshua Kimmich (FC Bayern München), Thomas Müller (FC Bayern München), Mesut Özil (FC Arsenal), Lukas Podolski (Galatasaray Istanbul), Marco Reus (Borussia Dortmund) , Leroy Sané (FC Schalke 04), André Schürrle (VfL Wolfsburg), Bastian Schweinsteiger (Manchester United), Julian Weigl (Borussia Dortmund)
Angriff Mario Götze (FC Bayern München), Mario Gomez (Besiktas Istanbul)

Am Abend wird das endgültige Aufgebot vor 350 eingeladenen Kindern aus Vereinen und Schulen der Region Tessin in Ascona trainieren. Bis um 24 Uhr müssen die 23 EM-Spieler der Europäischen Fußball-Union (UEFA) benannt werden. „Wir haben ein großes Ziel im Sommer, da muss jeder bei hundert Prozent sein“, erklärte Weltmeister Mario Götze nach dem 1:3 im vorletzten EM-Testspiel gegen die Slowakei.

Bis zum Freitag wird Löw seine EM-Fahrer noch in der Schweiz vorbereiten. Dann geht es weiter zur Turnier-Generalprobe am Samstag in Gelsenkirchen gegen Ungarn. Nach zwei freien Tagen wird der Weltmeister am kommenden Dienstag sein EM-Stammquartier in Évian-les-Bains am französischen Ufer des Genfer Sees beziehen. Am 12. Juni in Lille startet Deutschland gegen die Ukraine in das Turnier. Weitere Gruppengegner sind Polen und Nordirland.

Zu Wochenbeginn hat die Nationale Anti-Doping-Agentur (NADA) im DFB-Teamhotel in Ascona eine unangemeldete Dopingkontrolle durchgeführt. Acht ausgelosten Spielern wurden laut DFB-Angaben Blut- und Urinproben entnommen.

Neben Weltmeister Deutschland werden auch zahlreiche andere Top-Nationen am Dienstag ihren endgültigen Kader für die Europameisterschaft in Frankreich benennen. Bis 24 Uhr müssen die Trainer der 24 Teilnehmer ihr Aufgebot mit jeweils 23 Spielern bei der Europäischen Fußball-Union melden.

Wie bei der deutschen Auswahl gibt es beispielsweise auch bei Italien, England oder Spanien noch letzte Fragezeichen. Gastgeber Frankreich bestreitet am 10. Juni in Paris das Eröffnungsspiel gegen Rumänien und hatte bereits beim 3:2-Testspielsieg am Montagabend über Kamerun seinen finalen Kader beisammen.

Die Situation bei...

England:

Womöglich noch rechtzeitig meldete sich Daniel Sturridge zurück. Nach einer Wadenverletzung nahm der Angreifer des FC Liverpool am Montag wieder am Training teil und verbesserte damit seine EM-Aussichten deutlich. Mit seinem Tor im ersten Länderspiel könnte sich auch der 18 Jahre alte Youngster Marcus Rashford ins Aufgebot gespielt haben. Als mögliche Streichkandidaten werden nun Danny Drinkwater, Andros Townsend oder Ross Barkley gehandelt.

Italien:

Gleich sieben Spielern muss Nationaltrainer Antonio Conte die unerfreuliche Nachricht übermitteln, dass sie nicht in Frankreich dabei sein werden. Dabei droht Riccardo Montolivo mit einer Wadenverletzung das Turnier zu verpassen. Der 31 Jahre alte Profi vom AC Mailand musste das Training mit der Nationalelf verletzt abbrechen, wie italienische Medien berichteten.

Spanien:

Auch Spaniens Coach Vincent del Bosque muss kurz vor Nominierungsschluss womöglich personell umplanen. Dani Carvajal von Real Madrid kann Medienberichten zufolge nicht am Turnier teilnehmen. Damit rückt der Sprung in den EM-Kader für Héctor Bellerín vom FC Arsenal näher. Del Bosque muss sein Aufgebot noch um zwei Spieler verkleinern.

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