Dornbreite kann Erwartungen nicht erfüllen

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17. Januar 2011, 09:05 Uhr

Als einer der ganz großen Favoriten auf Titel und Aufstieg in die Schleswig-Holstein-Liga wurde vor der Saison der FC Dornbreite gehandelt. Auch der eigene Anspruch bewegte sich in dem Bereich, ganz oben mitzuspielen. Nach der Hinrunde sind die Lübecker weit weg davon. In Zahlen ausgedrückt sind es Platz sechs beziehungsweise neun Punkte Rückstand auf Tabellenführer TSV Pansdorf. Das Thema Aufstieg ist damit vorerst keines mehr am Steinrader Damm.

Trainer Gero Maaß: "Die hohe Erwartungshaltung passte nicht zu dem tatsächlichen Leistungsstand des einen oder anderen Spielers."

Einen der Hauptgründe für den bisher enttäuschenden Verlauf sieht Maaß aber in der zwangsweise neu formierten Viererabwehrkette: "Der Weggang von Christian Schröder schmerzt im Nachhinein schon sehr. Wir hatten gehofft, dass wir die Lücke schließen können. Dem war leider nicht so. Wenn dann noch ein Routinier wie Christian Staackmann auf Grund von Verletzungspausen und für uns ungünstigen Dienstzeiten über die Hälfte der Spiele nicht mit bestreiten konnte, litt die Viererkette zusätzlich darunter."

Sehr zurückhaltend reagieren die Dornbreiter auf die Frage, wie in der Rückrunde doch noch ein Angriff auf die Tabellenspitze gestartet werden kann. Die Leistungskonstanz, die dazu notwendig wäre, fehlte dem FCD in den ersten 17 Spielen. Hierin sieht Maaß eine der ersten, wichtigen Aufgaben für das neue Kalenderjahr.

Dass die Früchte viel höher hängen, als von vielen erwartet, bekamen die Dornbreiter bereits am ersten Spieltag zu spüren. Der Auftakt ging mit dem 0:2 gegen Aufsteiger TuS Lübeck 93 komplett daneben. Es folgte ein ebenso enttäuschendes Unentschieden in Büchen-Siebeneichen, dass nach einem Zweitore-Rückstand aber noch als glücklich betrachtet werden musste. Zwei Kantersiege mit 13 erzielten Toren gegen Trittau und in Malente sorgten für neuen Optimismus beim Dornbreiter Anhang. Überzeugen konnte dabei vor allem das Sturmduo Sascha Hagen und noch mehr Neuzugang Krystof Rönnau. Bisher erzielte 59 Tore bedeuten Ligaspitze. Die Mannschaft insgesamt war allerdings nicht in der Lage, die deutliche Leistungssteigerung zu bestätigen, geschweige denn noch auszubauen. Nach einer Niederlage gegen Eutin 08 kamen zwei Siege. Diese wurde von einer Serie von drei Niederlagen aber schnell wieder in den Schatten gestellt. Es hätte später ein goldener November werden können. Der 8:0-Erfolg gegen Neustadt, das sehr überzeugende 4:0 in Oldenburg und das knappe 3:2 im Prestigeduell gegen Moisling ließen den FCD wieder auf Tuchfühlung zur Spitzengruppe stoßen. Bis dann das schmerzhafte 1:5 beim Sereetzer SV folgte. Wie schon in einer Reihe von Spielen zuvor wurde eine deutliche Anfangsüberlegenheit leichtfertig aus den Händen gegeben.

Neuzugänge gab es in der Winterpause nicht. Dafür muss Maaß zukünftig auf Jan Prüßmann verzichten. Dieser möchte höherklassig spielen und hat sich dem SH-Ligisten Strand 08 angeboten. Die Freigabe hat er aber noch nicht.

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