zur Navigation springen

Fußball-Bundesliga : Dietmar Beiersdorfer rechnet nicht mit neuem Sportdirektor beim HSV in 2016

vom

Die Suche geht im nächsten Jahr wohl weiter. Es gebe derzeit keinen geeigneten Kandidaten.

Hamburg | Vorstandschef Dietmar Beiersdorfer rechnet in diesem Jahr nicht mehr mit der Verpflichtung eines neuen Sportdirektors beim Hamburger SV. „Sollte nicht einer vom Himmel fallen, wird das der Fall sein“, sagte Beiersdorfer nach dem 2:0-Sieg der Hanseaten am Sonntag bei Darmstadt 98 im Sky-Interview. Derzeit gäbe es auf dem Markt keinen verfügbaren Kandidaten, der „in die Philosophie“ des Vereins passe. Über seine eigene Position wollte Beiersdorfer nicht sprechen.

Der HSV hatte nach dem erneuten unerwarteten Absturz in den Tabellenkeller der Fußball-Bundesliga die Suche nach einem Sportdirektor aufgenommen. Christian Hochstätter hatte man nicht vom Zweitligisten VfL Bochum loseisen können. Auch eine Verpflichtung von Horst Heldt oder Nico-Jan Hoogma war nicht zustande gekommen. Beiersdorfer übernimmt seit der Trennung von Peter Knäbel auch die Aufgaben als Sportdirektor. Dies hatte zuletzt zu Kritik an seiner Person geführt.

Die Mannschaft von Trainer Markus Gisdol feierte den ersehnten Erfolg jedenfalls ausgelassen. Ist der Bann jetzt gebrochen? Die wichtigsten Aspekte zu einem schwachen Kellerduell:

Die Tabellensituation: Der HSV hat den letzten Platz an den FC Ingolstadt abgegeben und nur noch einen Punkt Rückstand auf die „Lilien“ und den Relegationsrang. „Es ist Erleichterung da, aber es fällt nicht viel Druck ab. Die Tabelle ist eng, und wir sind immer noch unten“, warnte Vorstandschef Dietmar Beiersdorfer.

Die Aussichten: Vor der Winterpause stehen für das Gisdol-Team die Partien gegen den FC Augsburg, beim FSV Mainz 05 und gegen Schalke 04 an. „Ich hoffe, dass es im Frühjahr mal heißt: Jetzt ist der HSV seit sechs Spielen ungeschlagen“, sagte Michael Gregoritsch.

Die Matchwinner: Neben dem Österreicher Gregoritsch (30. Minute) traf vor 17.400 Zuschauern am Böllenfalltor auch Matthias Ostrzolek (90.). Es war sein erster Bundesliga-Treffer im 133. Spiel. „Die Jungs haben ihn in der Kabine gleich richtig gefeiert“, sagte Gisdol schmunzelnd. Lewis Holtby verriet: „Er ist der Kassenwart, vielleicht tut er was rein.“

Die Verlierer: Darmstadt steckt seit der Pokalblamage beim Viertligisten Astoria Walldorf Ende Oktober im Tief und kassierte die fünfte Niederlage nacheinander. Die Fans skandierten erneut: „Meier raus!“. Trainer Norbert Meier wollte das nicht kommentieren. Kämpferisch könne er der Mannschaft keinen Vorwurf machen, so der mit 58 Jahren älteste Erstliga-Trainer. Aber: „Wir sind nicht die Mannschaft, die den Gegner komplett aus den Angeln hebt.“

Der Spruch des Tages: „Es kam viel Wind von außen. Aber das wisst ihr, ihr macht ihn ja.“ (Lewis Holtby nach dem Spiel zu den Journalisten)

zur Startseite

von
erstellt am 05.Dez.2016 | 07:47 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen