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Fußball : Hoffenheimer Rehabilitation mit neun Toren

vom

Ein zweites Mal lässt sich 1899 Hoffenheim im DFB-Pokal von Amateuren nicht überrumpeln. Das Team hat die Lektion aus dem 0:4 im Vorjahr beim Viertligisten Berliner AK gelernt. Gegen Aumund-Vegesack aus der fünften Liga rehabilitierte sich der Bundesligist mit einem 9:0-Schützenfest.

shz.de von
erstellt am 20.Aug.2013 | 09:28 Uhr

Dass nun zwangsläufig eine Europapokal-Saison folgt, soweit wollte 1899-Trainer Markus Gisdol natürlich nicht gehen. Mut für den Bundesliga-Start machte der Kantersieg im DFB-Pokal dennoch. «Wir sind ordentlich auf Nürnberg vorbereitet und werden diese Woche konsequent weiter arbeiten», kündigte Gisdol nach dem Kantersieg auf Platz 11 des Weserstadions an.

Anders als vor zwölf Monaten unter seinem Vor-Vor-Vorgänger Markus Babbel gestatteten die Profis den wackeren Amateuren nicht eine Torchance. «Defensiv standen wir gut. Vorne war klar, dass wir geduldig sein mussten», analysierte der 1899-Coach den kuriosen Spielverlauf.

Die markige Kabinen-Ansprache seines Kollegen Kristian Arambasic vor TV-Kameras zeigte lange Zeit Wirkung. Eine Halbzeit agierten die Amateure vor 4800 Zuschauern mit voller Kraft und verteidigten verbissen und mit viel Leidenschaft das 0:0. Erst nach der Pause konnten Innenverteidiger Nils Göcke, im Hauptberuf Polizist, und seine Kollegen dem Tempo der Profis nicht mehr folgen.

Vier Doppelpacks von Roberto Firmino (52./66.), Anthony Modeste (56./58), Sven Schipplock (80./81.) und Kai Herdling (85./86.) sowie ein Tor von David Abraham (70.) machten den Favoritensieg perfekt. «Natürlich sind wir am Ende sehr zufrieden. Neun Tore zu schießen ist für uns hervorragend», sagte Hoffenheims Verteidiger Andreas Beck. Vor allem Stürmer und Zugang Modeste deutete an, dass er mit etwas mehr Entschlossenheit vor dem Tor eine Verstärkung werden kann.

Die Hoffenheimer lobten aber auch den Gegner. «Für eine Oberliga-Mannschaft haben sie eine tolle Organisation, die Handschrift des Trainers ist klar erkennbar», sagte Gisdol. Sein ehrgeiziger Kollege Arambasic revanchierte sich prompt. «Ich bin in den letzten Monaten und mit dem Spiel ein kleiner 1899-Fan geworden. Das ist eine tolle Mannschaft mit vielen jungen Spielern», sagte der SAV-Trainer nach dem «tollen, vielleicht einmaligen Erlebnis».

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