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Fußball : Gladbachs Eberl nach Pokal-Fiasko: Europa kein Thema

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Sportdirektor Max Eberl war nach dem peinlichen Pokal-Aus von Borussia Mönchengladbach in Rage. «Vorher haben alle große Töne gespuckt. Das muss man dann aber auch auf dem Platz sehen. Jetzt sollte jeder aufgewacht und wieder geerdet sein», schimpfte Eberl.

shz.de von
erstellt am 20.Aug.2013 | 09:20 Uhr

Vor dem Start in die Bundesligasaison bei Triple-Gewinner Bayern München sprach er seiner Mannschaft die Reife für einen internationalen Wettbewerb ab: «Wenn man in Darmstadt verliert, sollte man nicht über Europa reden.»

Ein ähnlich ideenloser und harmloser Auftritt wie beim hessischen Drittligisten könnte für die «Fohlen»-Elf in München verheerende Folgen haben. In diesem Fall droht im ewig jungen Klassiker gegen das derzeit vielleicht weltbeste Team ein Debakel. Trainer Lucien Favre ist um seine Aufgabe in den kommenden Tagen daher nicht zu beneiden. «Es wird sehr schwer, diese Niederlage aus den Köpfen zu bekommen und die Mannschaft wieder aufzubauen», erklärte der Schweizer nach dem 4:5 im Elfmeterschießen kleinlaut.

Immerhin suchten die Profis nicht nach Ausflüchten für die Blamage. «Das ist ein bitterer Rückschlag. Wir wissen aber alle, dass wir daran selber schuld sind», sagte Nationaltorhüter Marc-André ter Stegen. Abwehrspieler Alvaro Dominguez beschwor seine Kollegen: «Wir müssen weiter hart arbeiten und die Fehler abstellen, die wir heute gemacht haben. Am Freitag steht schon das erste Spiel in der Bundesliga an. Darauf müssen wir uns jetzt konzentrieren.»

Ein Sieg hätte dies enorm erleichtert. «Dann wäre es sicher leichter gewesen, bei Bayern München anzutreten», befand Eberl. «Aber genauso wie das Pokalspiel in Darmstadt nicht automatisch gewonnen war, ist das Spiel in München nicht automatisch verloren.» Vor zwei Jahren hatte die Borussia den Bayern beim 1:0 schon einmal den Saisonauftakt vermasselt.

Gegen die Weltauswahl von Startrainer Pep Guardiola muss sich die Favre-Truppe allerdings in allen Belangen enorm steigern, will sie nicht unter die Räder kommen. Und vor allem muss sie mehr Engagement zeigen als gegen den Außenseiter. «Darmstadt hat uns den Schneid abgekauft», stellte Eberl enttäuscht fest. Der missglückte Kunstschuss im Elfmeterschießen von Branimir Hrgota, der das erstmalige Erstrunden-Aus des dreimaligen Cupsiegers seit 2004 besiegelte, passte nur all zu gut ins Bild. «Das macht man nicht», wetterte Eberl.

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