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DFB-Pokal um 20.30 Uhr : BVB gegen Sankt Pauli: Favorit gegen Underdog?

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Zwei Teams in der Krise: Der FC Sankt Pauli, zuletzt sieglos, trifft auf Borussia Dortmund. Auch beim haushohen Favoriten lief zuletzt nicht viel zusammen.

Hamburg | Beim FC St. Pauli lebt der Traum vom Pokal-Coup. Die Kiezkicker empfangen heute Abend um 20.30 Uhr (Sky, ZDF) in Runde zwei Borussia Dortmund und sind gegen die Champions-League-erfahrenen Gäste klare Außenseiter. Doch genau darin sieht Kapitän Sören Gonther den großen Vorteil für den Kiez-Club, dessen Millerntor-Stadion mit 29.063 Besuchern ausverkauft sein wird. „Wir können mit unseren Zuschauern einen ganz besonderen Geist entstehen lassen. Und die Underdog-Rolle liegt uns“, betonte der Mannschaftsführer.

Trotz der zuletzt zwei Punktspiel-Pleiten glaubt Coach Thomas Meggle, dass der Pokal-Hit zu rechten Zeit kommt. „In der 2. Liga lief es für uns zuletzt nicht gut, aber das ist ein ganz anderer Wettbewerb.“ Er erinnerte an die Cup-Saison 2005/06, als die damals drittklassigen Hamburger Wacker Burghausen, den VfL Bochum, Hertha BSC Berlin und Werder Bremen aus dem Wettbewerb warfen. Meggle: „Ich hoffe, dass es eine Nacht wird, die in die Geschichte des Clubs eingehen wird.“

Durch die deftige 0:4-Heimpleite gegen den Karlsruher SC ist sein FC St. Pauli in der 2. Fußball-Bundesliga auf den Relegationsplatz abgerutscht. Da herrscht eher große Verunsicherung als pure Lust auf das eigentliche Highlight im DFB-Pokal heute Abend gegen die Borussia aus Dortmund. Das Wiedersehen hat sich Lasse Sobiech ganz anders vorgestellt. „Bei mir ist die Vorfreude auf das Pokalspiel auf jeden Fall sehr getrübt“, gab der 23-jährige Innenverteidiger zu.

„Es fuchst mich, und ich finde es total ätzend, dass wir ausgerechnet vor diesem Pokalhit in zwei Ligaspielen nacheinander die Punkte haben liegen lassen“, ergänzte Sobiech, der das Fußballspielen über weite Strecken beim BVB erlernt hat. Mit zwölf Jahren war der Blondschopf aus seiner Geburtssdat Schwerte ins benachbarte Dortmund und in die Jugendabteilung des westfälischen Traditionsclubs gewechselt und galt als großes Talent. Allein die Konkurrenz auf dem Manndecker-Posten mit Mats Hummels, Neven Subotic & Co. sorgte dafür, dass es den U21-Nationalspieler zuletzt in den hohen Norden der Republik zog. Nach einem enttäuschenden Jahr ohne Stammplatz beim Hamburger SV ist er nun auf Leihbasis beim Kiezclub gelandet, für den er bereits von 2011 bis 2012 gespielt hat.

Borussia Dortmund geht unterdessen ohne neue Personalprobleme in das DFB-Pokalspiel gegen den Zweitligisten. „Es sind keine Verletzungen hinzugekommen“, sagte BVB-Trainer Jürgen Klopp am Montag. Allerdings stellte der Fußball-Lehrer angesichts der anhaltenden Terminhatz eine leichte Rotation in Aussicht. Viel wird nach seiner Einschätzung davon abhängen, wie seine Profis den jüngsten Negativtrend mit vier Bundesliga-Niederlagen in Serie verarbeiten: „Die Angst vor dem Nicht-Gewinnen ist bei uns sicher da. Unsere Aufgabe ist es nun, ein positives Selbstbild zu bewahren.“

Einige sind skeptisch, ob der Favorit gewinnt...

...die Borussen jedenfalls glauben an den Sieg.

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erstellt am 28.Okt.2014 | 17:14 Uhr

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