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DFB Pokal 2017 : Bundesligisten meistern die 2. Runde – auch Paderborn ist weiter

vom
Aus der Onlineredaktion

Die Zweit-, Dritt- und Viertligisten haben sich tapfer gewehrt, aber am Ende sind alle Mannschaften aus dem Fußball-Oberhaus in die nächste Runde eingezogen.

shz.de von
erstellt am 25.Okt.2017 | 08:39 Uhr

Berlin | Die ganz großen Überraschungen sind ausgeblieben. In den ersten acht Spielen der zweiten Runde im DFB-Pokal haben sich die Bundesliga-Mannschaften am Dienstag mit mehr oder weniger Mühe gegen ihre Gegner aus den unteren Ligen durchgesetzt. Der SC Paderborn, Tabellenführer der dritten Liga, warf einen weiteren Zweitligisten aus dem Rennen.

Die Dortmuner Gonzalo Castro, Marc Bartra und Andrey Yarmolenko (l-r) feiern den 5:0-Erfolg in Magdeburg.
Die Dortmuner Gonzalo Castro, Marc Bartra und Andrey Yarmolenko (l-r) feiern den 5:0-Erfolg in Magdeburg. Foto: Hendrik Schmidt
 

GEGEN DIE KRISE: Drei Spiele hatte Borussia Dortmund nicht gewonnen – da kam Drittligist 1. FC Magdeburg gerade recht. Gegen den Außenseiter schoss sich der BVB beim ungefährdeten 5:0 den Frust der sieglosen vergangenen Woche von der Seele und darf weiter von der Titelverteidigung im DFB-Pokal träumen. Besonders Positiv: Aubameyang-Ersatz Alexander Isak machte ein starkes Spiel und überzeugte in der Offensive, zudem feierten Raphaël Guerreiro und Weltmeister André Schürrle nach langen Verletzungspausen ihre Comebacks.

Der Mainzer Suat Serdar (l) versucht den Ball gegen den Kieler David Kinsombi zu behaupten. .
Der Mainzer Suat Serdar (l) versucht den Ball gegen den Kieler David Kinsombi zu behaupten. . Foto: Thomas Frey
 

NACHSITZEN: Der FSV Mainz hat sein Zweitrunden-Trauma im DFB-Pokal überwunden, aber es hat 120 Minuten gegen Holstein Kiel, die Überraschungsmannschaft der 2. Liga, gebraucht. Mit zwei Elfmetern holten die Kieler jeweils den Rückstand auf und zwangen die Mainzer in die Verlängerung. 3:2 (2:2, 1:0) hieß es zum Schluss. Vor 10 441 Zuschauern erzielten Viktor Fischer (22./67. Minute) für Mainz sowie Kingsley Schindler (54.) und Dominick Drexler (75.) für Kiel die Tore in der regulären Spielzeit. Für die Entscheidung gegen starke Kieler sorgte Daniel Brosinski mit einem sehenswerten Freistoßtor (101.).

Der Leverkusener Karim Bellarabi (r) beim Zweikampf mit Unions Simon Hedlund.
Der Leverkusener Karim Bellarabi (r) beim Zweikampf mit Unions Simon Hedlund. Foto: Federico Gambarini
 

TORMASCHINE: Der 1. FC Union Berlin hat sich teuer verkauft in Leverkusen, zwischenzeitlich sogar den Ausgleich geschafft, doch in der aufregenden Schlussphase machte die Bayer-Werksmannschaft dann alles klar. Oder wie Bayers Nationalspieler Jonathan Tah sagte: „Die Tormaschine läuft langsam bei uns.“ Drei Tage nach dem 5:1-Sieg in Mönchengladbach schossen Nationalspieler Julian Brandt (36.) mit einem sehenswerten Treffer nach Solo, 19-Millionen-Neuzugang Lucas Alario (58.), Wendell per Elfmeter (89.) und Charles Aranguiz (90.+2) die Treffer für Bayer. Für Union traf Dennis Daube (46.), das bei der 16. Teilnahme am DFB-Pokal zum 13. Mal in der 2. Runde ausschied.

Gladbachs Oscar Wendt (l) feiert Thorgan Hazard zu dessem Treffer zum 1:0 in Düsseldorf.
Gladbachs Oscar Wendt (l) feiert Thorgan Hazard zu dessem Treffer zum 1:0 in Düsseldorf. Foto: Marius Becker
 

WESTDERBY: Nach der schlimmen 1:5-Heimpleite gegen Bayer Leverkusen musste Borussia Mönchengladbach im Pokal bei Zweitliga-Tabellenführer Fortuna Düsseldorf antreten. Im vierten Pokal-Duell war es der erste Sieg für die Borussen: Vor 52.500 Zuschauern in der ausverkauften Esprit-Arena erzielte Thorgan Hazard (52.) den Siegtreffer zum 1:0 (0:0). Die Partie war umkämpft, immerhin hatten die Düsseldorfer zuvor fünf Siege nacheinander geschafft. „Die Zuschauer haben uns hochgehalten, aber es hat leider nicht gereicht“, sagte Düsseldorfs Kapitän Oliver Fink. Für den Belgier Hazard war das Tor keine Frage der Schönheit: „Es war nicht mein schönstes Tor, aber ein wichtiges.

Wiesbadens Sascha Mockenhaupt (l) beim Bodenzweikampf mit dem Schalker Breel Embolo in der DFB-Pokalpartie SV Wehen-Wiesbaden gegen Schalke 04 (1:3).  
Wiesbadens Sascha Mockenhaupt (l) beim Bodenzweikampf mit dem Schalker Breel Embolo in der DFB-Pokalpartie SV Wehen-Wiesbaden gegen Schalke 04 (1:3).   Foto: Arne Dedert
 

ABGEZOCKT: Ohne echte Siegchance war Drittligist SV Wehen Wiesbaden beim Heimspiel gegen Schalke 04. Der Bundesligist ist mit einem abgezockten Auftritt ins Achtelfinale eingezogen und seinem Traumziel Berlin einen Schritt näher gekommen. Für Schalke trafen beim ungefährdeten 3:1 (2:0)-Sieg Franco di Santo (26.), Guido Burgstaller (30.) und der Alf Mintzel (Eigentor/54.). David Blacha (76.) besorgte den Ehrentreffer für den Außenseiter.

Laufduell zwischem dem Paderborner Sven Michel (r) und Bochums Felix Bastians.
Laufduell zwischem dem Paderborner Sven Michel (r) und Bochums Felix Bastians. Foto: Friso Gentsch
 

ZWEITLIGA-SCHRECK: In der erste Runde hatte Paderborn schon den höherklassigen FC St. Pauli (2:1) bezwungen. Dank der Treffer von Sven Michel (7. Minute) und Massih Wassey (85.) erreichte der Drittliga-Spitzenreiter verdient zum zweiten Mal nach 2004 das Achtelfinale. Bitter für den Zweitligist VfL Bochumer: Felix Bastians (68.) verschoss einen Handelfmeter und Jan Gyamerah sah die Gelb-Rote Karte (70.).

Frankfurts Sebastien Haller (r) bejubelt mit Luka Jovic (M) seinen Treffer zum 1:0 in Schweinfurt.
Frankfurts Sebastien Haller (r) bejubelt mit Luka Jovic (M) seinen Treffer zum 1:0 in Schweinfurt. Foto: Daniel Karmann
 

MATCHWINNER: Sieben Millionen Euro überwies Eintracht Frankfurt vor der Saison für Stürmer Sebastien Haller – eine Summe, die sich mittlerweile ausgezahlt haben dürfte. Im Pokal beim FC Schweinfurt 05 erzielte der 23 Jahre alte Franzose seine Pflichtspieltore sechs und sieben und war maßgeblich am Achtelfinaleinzug beteiligt. „Es ist immer gut, wenn ein Stürmer trifft“, lobte Sportvorstand Fredi Bobic.

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