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Wolfsburg, Leverkusen, Schalke : Deadline-Day: Wer schlägt noch auf dem Transfermarkt zu?

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Noch ist das Zeitfenster offen und einige Vereine schlagen auf dem Transfermarkt noch in letzter Minute zu. Die Last-Minute-Wechsel erfahren Sie auf shz.de.

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erstellt am 31.Aug.2015 | 15:00 Uhr

Berlin | Der Montag verspricht viel Spannung um Zu- und Abgänge in der Fußball-Bundesliga. Um 18.00 Uhr endet die Transferperiode. Bis zum Schluss wird noch viel Bewegung erwartet. Der Abschied von Topstar Kevin De Bruyne zu Manchester City hat dem Spielermarkt noch einmal Dynamik verliehen. Schließlich hat der Club allein für den belgischen Nationalspieler rund 75 Millionen Euro erhalten, mit denen er sein Team weiter aufrüsten kann. Auch andere Vereine wie der FC Schalke 04, Champions-League-Teilnehmer Bayer Leverkusen und der noch punktlose VfB Stuttgart dürften Interesse an Zugängen haben.

FC Bayern: Der unzufriedene Dante ist an Wolfsburg verkauft, Højbjerg soll auf Schalke Spielpraxis sammeln. Als Alternative für den weiterhin verletzten Ribéry kommt das französische Talent Coman (19) von Juventus Turin - zunächst auf Leihbasis.

VfL Wolfsburg: Schalkes Draxler soll im VfL-Team De Bruyne ersetzen. 35 Millionen kostet die Wölfe der De Bruyne-Ersatz. Bayern Münchens Dante verstärkt die Abwehr. Das 17 Jahre alte Talent Azzaoui von Tottenham Hotspur soll zunächst im U 23-Team spielen. Hunt ist noch beim HSV im Gespräch. Der Wechsel von Ivan Perisic zu Inter Mailand ist ebenfalls perfekt.

Borussia Mönchengladbach: Konkret ist nichts geplant, aber ein Defensivspieler würde den Kader optimieren.

Bayer Leverkusen: Nach dem Verkauf von Heung-Min Son an Tottenham Hotspur für 30 Millionen Euro lockte der Werksclub nach Kevin Kampl von Borussia Dortmund auch Javier Hernández vom Schweinsteiger-Club Manchester United an den Rhein. Der Mexikaner, den alle nur Chicharito rufen, absolvierte am Montag bereits den Medizin-Check. Bayer sucht noch Ersatz für den verletzten Neuzugang Aranguiz. Im Visier ist der Schweizer Kasami.

FC Augsburg: Die Baba-Millionen könnten noch in eine Verstärkung im Mittelfeld investiert werden, Ja-Cheol Koo (Mainz 05) ist als Rückkehrer im Gespräch.

FC Schalke 04: Draxler wechselt nach Wolfsburg - für angeblich 35 Millionen Euro. Schalke leiht dafür Pierre-Emil Hojbjerg aus. Alle Formalitäten seien erledigt, heißt es auf der Homepage der Knappen. Bis Saisonende kommt der 20-Jährige vom FC Bayern und wird die Rückennummer 23 tragen. Hojbjerg wurde vom FC Bayern ausgeliehen. Boateng und Santana sollen abgegeben werden.

Borussia Dortmund: Kampl verließ den BVB nach nur einem halben Jahr Richtung Leverkusen. Auch Profis wie Großkreutz (Galatasaray Istanbul) stehen vor dem Absprung. Nach dpa-Informationen wird der 27 Jahre alte Mittelfeldspieler um 18.15 Uhr deutscher Zeit am Flughafen der Bosporus-Metropole erwartet, wo er den Medizin-Check absolvieren soll. Borussia Dortmund gibt ebenfalls Jakub „Kuba“ Blaszczykowski, den 29-jährigen Rechtsaußen, ab. Er wechselt zum AC Florenz. Zuletzt hatte Thomas Tuchel gesagt, es sei „alles möglich, aber nichts muss“. Blaszczykowski hat einen Marktwert von rund 10 Millionen Euro. Park kommt aus Mainz für die linke Verteidigerposition, Stürmer Andrej Jarmolenko (Dynamo Kiew) ist angeblich im Blickfeld. Laut Sky Sports in England befinden sich die Dortmunder in fortgeschrittenen Gesprächen mit ManUnited. Der 20 Jahre alte belgische Mittelfeldspieler soll ausgeliehen werden.

1899 Hoffenheim: Die Personalplanungen sind abgeschlossen.

Eintracht Frankfurt: Die Eintracht bemüht sich offenbar noch einmal um Sam von Schalke, dessen Wechsel im ersten Anlauf am nicht bestandenen Medizincheck gescheitert war. Medojevic und Kadlec könnten auf den letzten Drücker gehen.

Werder Bremen: Die Bremer haben ihren Kader verkleinert, um Gehalt einzusparen. Hajrovic ist nach Eibar verliehen. Makiadi und Obraniak durften ablösefrei in die Türkei und nach Israel wechseln.

Mainz 05: Der Kolumbianer Jhon Cordoba kommt wohl vom FC Granada. Ja-Cheol Koo geht zurück zum Ligarivalen FC Augsburg, für den er bereits von 2012 bis 2013 auf Leihbasis kickte.

1. FC Köln: Weil die Abwehrspieler Mavraj und Maroh noch verletzt sind, halten die Kölner bis zuletzt Augen und Ohren offen.

Hannover 96: Trainer Frontzeck hatte vor dem Mainz-Spiel betont: „Es wird nichts mehr passieren“. Daran muss sich Clubchef Kind aber nicht unbedingt halten.

VfB Stuttgart: Die Schwaben haben Innenverteidiger Toni Sunjic aus Krasnodar zur Verstärkung der anfälligen Defensive geholt. Flügelflitzer Kostic, Spielmacher Didavi und Stürmer Harnik sollen trotz diverser Angebote auf jeden Fall gehalten werden. Robbie Kruse steht nach Informationen von Sky Sport News vor einem Wechsel nach Stuttgart.

Hertha BSC: Die Baustelle Verstärkung der Offensive ist durch die Verpflichtung von Stürmer Vedad Ibisevic geschlossen. Weitere Neuzugänge sind nicht vorgesehen. Die Berliner würden allerdings noch gerne den Brasilianer Ronny von der Gehaltsliste bekommen - ein Wechsel ist indes unwahrscheinlich. Zuvor hatte Hertha für die neue Spielzeit Vladimir Darida (SC Freiburg), Mitchell Weiser (Bayern München) und Defensiv-Talent Niklas Stark (1. FC Nürnberg) verpflichtet. Sami Allagui kehrte nach einer Ausleihe vom FSV Mainz 05 zurück. Innenverteidiger Sebastian Langkamp hat sich mit Hertha über eine vorzeitige Vertragsverlängerung bis 2019 geeinigt.

Hamburger SV: Der Hamburger SV hat kurz vor dem Transferschluss Mittelfeldspieler Aaron Hunt vom Bundesliga-Konkurrenten VfL Wolfsburg verpflichtet. Das teilten beide Vereine am Montag mit. Der 28-Jährige unterzeichnete nach HSV-Angaben einen Dreijahresvertrag. Nach seinem ablösefreien Wechsel von Werder Bremen spielte Hunt nur ein Jahr bei den Niedersachsen, wo er noch einen Vertrag bis 2017 besaß. Er bestritt lediglich 15 Bundesliga-Spiele für den VfL in der vergangenen Spielzeit, zwei in dieser. In Wolfsburg suchte er nach einer neuen Herausforderung, schaffte in dem hochklassig besetzten Mittelfeld aber nicht den Durchbruch.

FC Ingolstadt: Von Schalke 04 wechselt der 18 Jahre alte Maurice Multhaup zum Aufsteiger der Fußball-Bundesliga. Der offensive Mittelfeldspieler unterschrieb am Montag einen Vertrag bis Mitte 2018, wie beide Clubs mitteilten.

Darmstadt 98: Der Aufsteiger holt Zaluska von Celtic Glasgow als dritten Torwart.

FC St. Pauli: Der 24-jährige Marc Hornschuh kommt vom FSV Frankfurt und unterschreibt einen Vertrag bis zum 30. Juni 2016 mit Option auf ein weiteres Jahr.

RB Leipzig: Der Fußball-Zweitligist hat Linksverteidiger Marcel Halstenberg verpflichtet. Der 23-Jährige wechselt vom Ligakontrahenten FC St. Pauli zum Aufstiegsanwärter und erhielt einen Vertrag bis 2019. Über die Wechselmodalitäten vereinbarten beide Seiten Stillschweigen. Medienberichten zufolge soll Leipzig eine Ablöse von drei Millionen Euro zahlen. Für St. Pauli absolvierte Halstenberg in dieser Saison drei Pflichtspiele und traf dabei zweimal. Wegen einer Verletzung musste der Verteidiger in den letzten drei Partien pausieren.

FSV Frankfurt: Der Fußball-Zweitligist FSV Frankfurt hat sich mit dem iranischen Nationalspieler Ehsan Haji Safi verstärkt. Der 25 Jahre alte Defensiv-Allrounder kommt vom Sepahan FC und erhält bei den Hessen einen Zweijahresvertrag. Haji Safi spielte bisher 69 Mal für die Auswahl des Iran, unter anderem auch bei der WM im Vorjahr, und gewann mit Sepahan drei Meistertitel in seiner Heimat. „Er ist ein international sehr erfahrener Spieler. Mit ihm werden wir die Lücke auf der linken Seite schließen. Zudem haben wir durch seine Vielseitigkeit mehr Optionen im Mittelfeld“, sagte FSV-Trainer Tomas Oral über den Neuzugang.

Kritik an hohen Transfersummen:

„Jeder durchschnittliche Spieler kostet heute 20, 30 Millionen Euro. Wo soll das hinführen“, klagte Eintracht-Trainer Armin Veh. „Diese Fabelsummen sorgen für Unruhe. Ich halte das für völlig ungesund. Die Bundesliga wird dadurch Probleme bekommen.“

Nicht nur Volkswagen-Chef Martin Winterkorn fürchtet angesichts der Kaufkraft der englischen Clubs in Zukunft um die Wettbewerbsfähigkeit der Bundesliga. „Wenn die Verhältnisse so sind, dass solche Summen bezahlt werden, muss man sich überlegen, was man in Deutschland macht, um den Ausverkauf zu verhindern“, zitierten diverse Medien am Montag den Chef der Konzernmutter des VfL Wolfsburg. Beim Poker um De Bruyne hätten selbst die Bayern nicht mithalten können. Immerhin soll der belgische Jungstar in Manchester 20 Millionen Euro pro Saison verdienen.

Doch auch in Deutschland droht der Markt zu überhitzen. Am „Deadline Day“, dem letzten Tag der Transferperiode, herrschte bei den Vereinen jedenfalls noch einmal der Ausnahmezustand. Praktisch im Minutentakt gab es Spekulationen über bevorstehende Transfers. Vollzugsmeldungen standen in den meisten Fällen am frühen Nachmittag aber noch aus.

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