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Teil-Einigung im Gehaltsstreit : Dänemarks Fußball-Frauen spielen wieder

vom
Aus der Onlineredaktion

Die dänischen Fußballerinnen verlangen mehr Gehalt. Ein WM-Quali-Spiel wurde deshalb bereits abgesagt.

shz.de von
erstellt am 20.Okt.2017 | 14:20 Uhr

Kopenhagen | Nach Fortschritten im Gehaltsstreit zwischen Dänemarks Fußball-Frauen und dem nationalen Verband kann das WM-Qualifikationsspiel gegen Kroatien stattfinden. Es habe eine Teil-Einigung gegeben, die Verhandlungen würden nach dem Spiel am Dienstag fortgesetzt, teilten der Verband DBU und die Spielervereinigung am Freitag gemeinsam mit. Das Qualifikationsspiel gegen Schweden hatte der Vize-Europameister wegen des Disputs abgesagt.

Seit Wochen wird über die Bezahlung der dänischen Nationalspielerinnen gestritten. Sie fordern ein höheres Gehalt vom Verband und wollen die gleichen Rechte bekommen wie das Männer-Nationalteam. Der Verband hatte nach eigenen Angaben angeboten, die Ausgaben für die Frauen-Nationalmannschaft von 2,6 auf 4,6 Millionen Kronen zu erhöhen. Die Herren-Auswahl hatte ihrerseits solidarisch angeboten, zugunsten der Kolleginnen auf rund 67.000 Euro im Jahr zu verzichten - falls die Kolleginnen die gleichen Grundrechte erhalten.

„In letzter Zeit ging es viel um Konflikt - das hat der Mannschaft geschadet“, erklärte DBU-Vizechef Kim Hallberg. Jetzt liege der Fokus wieder auf Fußball. „Wir freuen uns zu trainieren und zu spielen.“ Die Spielerinnen zeigten sich zufrieden. Wichtig sei, dass weiter verhandelt und bald eine Einigung erzielt werde. Details zur Teil-Einigung wurden nicht genannt.

In einem ähnlichen Streit in Norwegen hatte der dortige Fußball-Verband kürzlich die Entschädigungszahlungen für seine Nationalteams neu geregelt und die Frauen von 2018 an mit den Männern gleichgestellt.

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