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Fussball-Em 2016 : Dämpfer für Portugal: Bjarnasons Treffer beschert Island einen überraschenden Punkt

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Island erspielt sich weitere Fans: Ronaldo und Co. können in Schach gehalten werden.

Islands kampfstarke Fußball-Helden haben den Möchtegern-Europameistern aus Portugal um Cristiano Ronaldo zum EM-Start einen mächtigen Dämpfer versetzt. Trotz großer Überlegenheit kam der selbst ernannte Titelanwärter zum Vorrunden-Auftakt nicht über ein blamables 1:1 (1:0) gegen die spielerisch limitierten, aber enorm agilen EM-Debütanten hinaus.

Dabei lief für den dominierenden Favoriten vor 38  742 Zuschauern in Saint-Étienne zunächst alles nach Plan. Nani brachte Portugal in der 31. Minute verdient in Führung. Birkir Bjarnason gelang jedoch fünf Minuten nach der Pause der umjubelte Ausgleich. Seit 2008 warten die Iberer damit weiter auf einen siegreichen Turniereinstand.

Der EM-Neuling verlegte sich zwar vorwiegend auf die Defensive, schaltete hin und wieder aber auch den Vorwärtsgang ein. Die erste Chance bot sich dem Ex-Hoffenheimer Gylfi Sigurdsson, der in der 3. Minute an Portugal-Keeper Rui Patricio scheiterte. Mit zunehmender Dauer übernahm der Favorit jedoch die Kontrolle auf dem Rasen. Bei einem Kopfball von Nani (21.) konnte Hannes Thor Halldorsson seinen Kasten mit etwas Glück noch sauber halten, zehn Minuten später zielte der kleine Angreifer von Fenerbahce Istanbul auf Vorarbeit von André Gomes dann besser.

Die Führung für gut kombinierende Portugiesen war zu diesem Zeitpunkt überfällig, denn Island agierte nach dem verheißungsvollen Beginn viel zu passiv. Mit dem Rückstand zur Pause waren sie noch gut bedient, denn vor dem Nani-Tor hätte auch Ronaldo treffen können. Seinen Versuch parierte Halldorsson mit einem Reflex.

Dann schlugen die Isländer wie aus dem Nichts zu. Bjarnason, der in der Schweiz beim FC Basel sein Geld verdient, verwandelte eine Flanke von Johann Berg Gudmundsson per Direktabnahme zum ebenso überraschenden wie umjubelten Ausgleich. Portugals Abwehr befand sich im Tiefschlaf.

Die beste Chance zur erneuten Führung bot sich Nani, dessen Kopfball das Ziel verfehlte. Auf der Gegenseite rettete Patricio bei einem Schuss des Augsburgers Alfred Finnbogason (86.) zumindest einen Punkt.

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