Vorwurf der Steuerhinterziehung : Cristiano Ronaldo von Gericht angehört

Cristiano Ronaldo muss vor Gericht Stellung zum Vorwurf nehmen, er habe Steuern hinterzogen.  
Cristiano Ronaldo muss vor Gericht Stellung zum Vorwurf nehmen, er habe Steuern hinterzogen.  

Die Anhörung ist unter Ausschluss der Öffentlichkeit. Ronaldo soll 14,7 Millionen Euro an Steuern hinterzogen haben.

shz.de von
31. Juli 2017, 12:15 Uhr

Madrid | Weltfußballer Cristiano Ronaldo ist wegen des Vorwurfs der Steuerhinterziehung in Höhe von 14,7 Millionen Euro unter riesiger öffentlicher Aufmerksamkeit von einer Richterin befragt worden. Die Anhörung des portugiesischen Torjägers von Real Madrid fand am Montag in Pozuelo de Alarcón nahe der spanischen Hauptstadt hinter verschlossenen Türen statt, wie das Gericht mitteilte. Nach dem Termin hat die Untersuchungsrichterin bis zu 18 Monate Zeit, um über die Eröffnung eines Strafprozesses gegen 32 Jahre alten Champions-League-Sieger und Europameister zu entscheiden.

Im Falle einer Verurteilung droht Ronaldo eine mehrjährige Haftstrafe.

Vor dem Eingang des Gerichtsgebäudes warteten mehr als 200 Reporter und rund 40 Kameraleute aus aller Welt zunächst vergeblich auf den Profi. Kurz vor elf Uhr durfte Ronaldo mit seinem Wagen durch eine Hintereinfahrt direkt in die Garage fahren. Die gegen 11.30 Uhr aufgenommene Anhörung sollte nach amtlichen Angaben insgesamt eineinhalb bis zwei Stunden dauern.

Nach der Anzeige der für Wirtschaftsdelikte zuständigen Staatsanwaltschaft soll „CR7“ zwischen 2011 und 2014 Millioneneinnahmen aus Bildrechten bewusst am Fiskus vorbeigeschleust haben. Seine Anwälte haben diesen Vorwurf öffentlich zurückgewiesen. Der Stürmer selbst hatte vor einigen Wochen erklärt, er habe ein ruhiges Gewissen.

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