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Halbfinale gegen Real Madrid : Sieben Gründe, warum Bayern nur gewinnen kann

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Bessere Spieler, zerstrittene Spanier und die Routine: Bayern München wird das Champions-League-Halbfinale gegen Real Madrid gewinnen.

shz.de von
erstellt am 23.Apr.2014 | 06:00 Uhr

1: La Bestia Negra

Zinédine Zidane und Stefan Effenberg lieferten sich große Duelle - meist gewann der Münchener.
Zinédine Zidane und Stefan Effenberg lieferten sich große Duelle - meist gewann der Münchener. Foto: dpa

Pep Guardiolas Team hat gerade ein Tal durchlaufen - da kommt der Lieblingsgegner Real Madrid wie gerufen. Seit zehn Jahren konnten „die Königlichen“ den FC Bayern nicht mehr bezwingen. In der spanischen Hauptstadt fürchtet man den deutschen Rekordmeister angesichts der großen Duelle in den letzten Jahrzehnten wie kaum einen anderen Gegner. Der diabolische Beiname „die schwarze Bestie“, den die Münchener in Madrid genießen, spricht Bände.

2: Der echte und der offizielle Weltfußballer

Mai 2013: Franck Ribéry jubelt mit der Championsleague-Trophäe.
Mai 2013: Franck Ribéry jubelt mit der Championsleague-Trophäe. Foto: dpa
 

Franck Ríbery durchläuft gerade eine Formkrise - das ist nicht zu leugnen. Die gegen den titellosen Christiano Ronaldo verlorene Wahl zum Weltfußballer des Jahres schmerzt den inzwischen 31-jährigen Franzosen anscheinend sehr. Jetzt kann Europas Bester es dem Portugiesen, der nach seiner Verletzung wohl noch nicht bei 100 Prozent ist, sportlich heimzahlen und zeigen, auf welche Titel es wirklich ankommt.

3: Innerspanische Rivalitäten

Bayern-Trainer Pep Guardiola hat ein spezielles Verhältnis zu Real Madrid.
Bayern-Trainer Pep Guardiola hat ein spezielles Verhältnis zu Real Madrid. Foto: dpa
 

Pep Guardiala und Javi Martínez – ein Katalane und ein Baske: Beide stammen aus abtrünnigen Gebieten im Spanischen Königreich und pflegen daher eine angeborene Abneigung gegen den „königlichen“ Hauptstadtclub. Pep weiß wie kaum ein anderer, wie man Madrid auswärts ärgert: Als Trainer hat er im Bernabeu-Stadion noch nie verloren.

4: Die weiße Weste der „Roten“

Arjen Robben (l.) will gegen seinen Ex-Verein wieder jubeln.
Arjen Robben (l.) will gegen seinen Ex-Verein wieder jubeln. Foto: dpa

Wenn die Bayern ernst machen, treffen sie auch. Karl-Heinz Rummenigge gibt daher die Richtung vor: „Es ist unser Ziel, ein brauchbares Ergebnis dort zu erzielen und dazu gehört unter anderem eben auch, dass man dort ein Tor erzielt zumindest“, [...] Wir müssen es besser machen als Borussia Dortmund. Denen ist es nicht gelungen, ein Tor in Madrid zu erzielen.“ Mit Real wartet endlich mal eine offensive Mannschafft, die nicht den Mannschaftsbus vor dem eigenen Tor parkt. Der Vorstandsvorsitzende weiß natürlich, dass der FC Bayern München noch nie ein Heimspiel gegen Real Madrid verloren hat. Schon ein ein 1:1 oder 2:2 im Hinspiel gäbe den Süddeutschen Anlass zur Euphorie.

5: Pep kann beinahe aus dem Vollen schöpfen

Philipp Lahm ärgert Christiano Ronaldo.
Philipp Lahm ärgert Christiano Ronaldo. Foto: dpa
 

Javi Martínez und Bastian Schweinsteiger kehren nach ihren Sperren im Viertelfinal-Rückspiel gegen Manchester United wieder ins Team zurück. Auch der zuletzt angeschlagene Torwart Manuel Neuer ist wieder fit. Der Zerstörer Martínez dürfte ins Mittelfeld rücken, um wie in der entscheidenden Phase der letzten Saison erfolgreich die Lücken zwischen Angriff und Abwehr zu schließen. Die ballsicheren Toni Kroos und Bastian Schweinsteiger werden die Mittelfeldhoheit an sich reißen und mit ihren gekonnten Ballzirkulationen den Gegner hinterherlaufen lassen. Dass sich Reals vermeintliche Wunderwaffe Christiano Ronaldo an Bayerns Kapitän Philipp Lahm die Zähne ausbeißt, hat schon Tradition.

6: Deutsche Wertarbeit

Thomas Müller jubelt am Liebsten auswärts.
Thomas Müller jubelt am Liebsten auswärts. Foto: dpa
 

Die königlich spanische Abwehrreihe (32 Gegentore in 33 Ligaspielen) genießt traditionell keine besonders hohe Anerkennung und im Angriff dominiert eine weinerliche Arroganz. Ganz anders die Bayern: Der Anti-Star Thomas Müller wird stürmen. Voller Vorfreude über die „Spiele, die unter die Haut gehen“ gibt sich der schlaksige Ur-Bayer bei Facebook. Mit seinen unorthodoxen, pausenlosen Kreuz-Läufen wird der ungestylte Nationalspieler die Real-Abwehr so lange nerven, bis er frei vor Torhüter Casillas einnetzt. Auswärts trifft der 24-Jährige eigentlich immer.

7: Die Bayern wissen, wie es geht

Das letzte Finale ging an Bayern München.
Das letzte Finale ging an Bayern München. Foto: dpa

Seit zwölf (!) Jahren hat der Milliardenverein Real Madrid es nicht mehr geschafft, ins Champions-League-Finale einzuziehen. Die Bayern waren in der letzten vier Jahren sage und schreibe drei Mal im Endspiel. Das zeigt die Machtverhältnisse im europäischen Fußball. Die Pep-Truppe hat ihr historisches Ziel fest im Blick: Sie will das Tripple mit aller Macht verteidigen. Wie ernst sie es damit meinen, zeigte sich beim kurzen Rückstand gegen Manchester United, der binnen Minuten in einen klaren Sieg umgewandelt wurde. Die stärkere Mannschaft mit der besseren Mentalität wird sich auch diesmal durchsetzen.

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