zur Navigation springen

Champions-League-Finale in Cardiff : Juventus Turin gegen Real Madrid: Das Finale der Weltstars

vom

Bester Angriff trifft auf beste Abwehr: Das Gigantenduell zwischen Real Madrid und Juventus Turin soll in die Fußball-Historie eingehen.

shz.de von
erstellt am 03.Jun.2017 | 14:28 Uhr

Cardiff | Cristiano Ronaldo will erneut Fußball-Geschichte schreiben, Toni Kroos eine Ära prägen. Doch eine Alte Dame stellt sich Real Madrids Superstars im Champions-League-Finale von Cardiff am Samstagabend (20.45 Uhr/ZDF und Sky) in den Weg. Juventus Turin baut gegen die königliche Torfabrik auf sein Bollwerk mit dem „heiligen“ Gianluigi Buffon im Tor und Weltmeister Sami Khedira vor der Abwehr.

„Juve ist ein Brocken, und es ist schwer, gegen sie Tore zu erzielen“, sagte Kroos. „Eine stabile Defensive ist sicherlich ein großes Plus, aber man darf sich nicht darauf verlassen“, entgegnete Khedira. Der gebürtige Stuttgarter kennt seinen Ex-Verein gut genug, um zu wissen: Real bestraft jeden Fehler gnadenlos. Vor allem, wenn Ronaldo seine Form der vergangenen Wochen auf dem Rasen des Millennium Stadium abruft. Mit acht Toren im Viertel- und Halbfinale gegen Bayern München und Atlético Madrid schoss der Weltfußballer Madrid im Alleingang ins Endspiel um Europas Fußballkrone, mit sechs Toren in seinen letzten vier Partien zur Meisterschaft in Spanien.

Ronaldo ist in der Schlussphase der Saison derart explodiert, dass sein Zulieferer Kroos die Tore des Portugiesen „gar nicht mehr zählen“ kann. Und doch ist Ronaldo erst dann zufrieden, wenn Juve in die Knie gezwungen und der historische Triumph Realität ist. „Wir wollen in die Geschichte eingehen“, sagte der Europameister. Seit Einführung der Champions League im Jahr 1992 ist bislang jeder Titelträger an der Wiederholung des Triumphs im Jahr darauf gescheitert. „Wenn wir es schaffen, könnte man durchaus von einer Ära der vergangenen Jahre sprechen“, sagte Kroos.

Er selbst greift bereits nach seinem dritten Titel in der Königsklasse – 2013 hatte Kroos mit den Bayern sogar das Triple gewonnen und dient damit wiederum seinem Kollegen Khedira als leuchtendes Vorbild. Denn auch für Juve steht mehr auf dem Spiel als bloß der erste Henkelpott seit 21 Jahren. Nach Scudetto und Pokalsieg fehlt nur noch der Erfolg in Cardiff zur Aufnahme in einen elitären Kreis. Erst sieben Vereine feierten nach dem Double im eigenen Land auch den Titel im Europapokal der Landesmeister oder der Champions League – darunter zweimal der FC Barcelona (2009 und 2015), Inter Mailand (2010) und die Bayern. Der stolze Club des Königs aus Madrid gehört nicht dazu.

„Es ist ein Duell auf Augenhöhe, in dem alles möglich ist, in dem Nuancen über Sieg und Niederlage entscheiden werden“, sagte Khedira. Kroos versprach, „Lösungen vorzubereiten“, mit denen das Turiner Bollwerk überwunden werden kann. Bislang hat Real in allen 59 Pflichtspielen der Saison mindestens einmal getroffen, dabei allerdings nie gegen Gigi Buffon und seine unerschütterlichen Vorderleute gespielt. Ganze drei Tore kassierte Juve in zwölf Partien der Champions League, im Viertelfinale ging sogar Barcelonas Traum-Sturm um Lionel Messi leer aus. Allerdings, wendet Khedira ein, „stehen wir nicht nur defensiv kompakt, sondern haben mit Ball mehrere Optionen“. Gemeint sind Gonzalo Higuain, Paulo Dybala und Mario Mandzukic, die Extra-Klasse im Sturm verkörpern. Auf der anderen Seite habe Real nicht nur Cristiano Ronaldo, sagt Kroos. „Es wird ein mitreißendes Aufeinandertreffen“, verspricht der Torjäger selbst: Ein Duell, das die Welt beim Zuschauen lieben werde. sid

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen