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Spiel gegen Donezk : Gemischte Gefühle: FC Bayern fliegt in die Ukraine

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Das Abschlusstraining fand in München statt. Die Reise in das vom Krieg erschütterte Land soll so kurz wie möglich werden.

shz.de von
erstellt am 16.Feb.2015 | 15:06 Uhr

München | Der FC Bayern München will sich bei seiner Reise zum Champions-League-Spiel gegen Schachtjor Donezk in Lwiw ganz auf seine sportlichen Aufgaben konzentrieren. „Wir gehen dorthin, um ein Fußballspiel zu spielen, ein wichtiges in der Champions League. Wir wollen dort ein Ergebnis erzielen, das uns die Tür aufmacht, dass wir das Viertelfinale erreichen“, sagte Bayerns Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge vor der Abreise am Montag. Er betonte: „Die Champions League geht mit dem Achtelfinale, dem K.o.-System richtig los.“ Dass es aufgrund der politischen Unruhen kein normales Spiel ist, sind sich die Bayern bewusst.

Spieler und Trainer äußerten sich dennoch auch besorgt vor der Abreise. Pep Guardiola sprach von einer „komischen Situation“, Weltmeister Thomas Müller bezeichnete es als „surreal“, am Dienstag im Ausweich-Spielort Lwiw zum Achtelfinal-Hinspiel gegen Schachtjor Donezk anzutreten. Einem Club, dessen Heimat in einem Kriegsgebiet liegt.

„Man fährt da nicht hin und schaltet alles aus“, erklärte auch Arjen Robben trotz der aktuellen Feuerpause. „Das ist schon im Kopf. Wir sind zwar Fußballspieler, aber zuallererst Menschen.“ Und Fußball ist nicht gerade das, was die Leute in der krisengeplagten Ukraine gerade zum Leben benötigen.

„Die UEFA hat entschieden, dass wir da spielen, wo wir jetzt spielen. Das haben wir zu akzeptieren“, erklärte Bayern-Chef Karl-Heinz Rummenigge. Immerhin mache die Waffenruhe den heiklen Ausflug ein Stück entspannter: „Wir sind alle zufrieden, dass dieser Waffenstillstand ausgehandelt worden ist.“ Guardiola zeigte sich in erster Linie „besorgt über die Situation der Leute, die in der Ukraine leben“. Für sie hofft er auf eine rasche Besserung der Umstände.

Der FC Bayern beschränkt seinen Ukraine-Trip zeitlich auf das nötigste. Das Abschlusstraining wurde noch in München absolviert; auch der zuletzt angeschlagene Xabi Alonso war dabei. Nach dem Spiel geht es mit dem Charterflieger direkt zurück, geplante Landung in München um 2.15 Uhr in der Nacht zum Mittwoch. Für Kapitän Bastian Schweinsteiger und seine Teamkollegen geht es trotz der ungewöhnlichen Bedingungen in erster Linie darum, einen Job zu erfüllen. „Die Situation dort ist anders, aber wir haben ein Spiel zu spielen. Darauf muss die Konzentration liegen“, sagte Nationalspieler Holger Badstuber.

Das Spiel wird in Lwiw (deutsch: Lemberg) in der Westukraine ausgetragen. Die Stadt liegt rund 1000 Kilometer vom Kriegsgebiet rund um Donezk entfernt. In der vergangenen Woche war für die Ostukraine eine Feuerpause vereinbart worden.

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