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Achtelfinale in der Champions League : FC Bayern lässt Punkte gegen Juventus Turin liegen

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Erst führten die Bayern gegen Juventus. Am Ende gaben sie fast noch das 2:2-Unentschieden aus der Hand.

Turin | Für den FC Bayern München reichte es am Dienstagabend im Achtelfinale der Champions-League gegen Juventus Turin nur zu einem Unentschieden. Die Partie endete 2:2. Trotzdem sind die Münchner Favorit für das Rückspiel. Beim FC Barcelona lief es hingegen besser gegen den FC Arsenal. Die Katalanen siegten 2:0. Und haben sich zwei trainingsfreie Tage verdient.

In der Bundesliga zieht der FC Bayern München von Sieg zu Sieg. Niemand scheint dem übermächtigen Rekordmeister etwas entgegen setzen zu können. Im Achtelfinale der Champions League lief es anders. Die Bayern fanden in Turin mit Juventus zumindest in der zweiten Halbzeit einen ebenbürtigen Gegner.

Nach dem spontanen Ärger über den vergebenen Sieg schlägt Karl-Heinz Rummenigge in seiner Rede beim Mitternachtsbankett des FC Bayern München betont positive Töne an. „Ich glaube, wir sollten nicht den Fehler machen und mit diesem Ergebnis hadern, auch wenn wir zwischenzeitlich 2:0 geführt haben“, sagt der Bayern-Vorstandschef kurz nach Mitternacht, rund anderthalb Stunden nach dem 2:2 bei Juventus Turin.

Der verrückte Spielverlauf im Achtelfinal-Hinspiel sorgt dafür, dass die Champions-League-Kraftprobe zwischen dem deutschen und dem italienischen Fußball-Meister in der entscheidenden zweiten Partie in drei Wochen in München spannend bleibt. Allerdings mit Vorteilen für den Gastgeber. „Das ist ein sehr, sehr gutes Ergebnis, das uns die Tür für die Qualifikation zum Viertelfinale sehr, sehr offen hält“, erklärte Rummenigge: „Ich bin optimistisch, dass die Mannschaft mit unserem Trainergespann das in drei Wochen vollziehen wird.“ Die 90 Minuten im Stadion von Juventus haben Lust auf mehr gemacht. „Ich denke, es war eines der besten Champions-League-Achtelfinales, die ich je miterlebt habe“, urteilte Rummenigge.

Die eine Stunde lang absolut dominant auftretenden Bayern führten durch Thomas Müller (43.) und Arjen Robben (54.) verdient mit 2:0. Dann kippte die Begegnung plötzlich, die Defensivprobleme wurden plötzlich sichtbar, Paulo Dybala (63.) und Stefano Sturaro (76.) brachten Juve zurück ins Spiel. Das ärgerte die Bayern-Stars. „Man fährt mit einem mulmigen Gefühl nach Hause“, haderte Nationaltorhüter Manuel Neuer im Stadion mit einem Spielausgang, der nicht nötig gewesen wäre.

Am 16. März reicht in der Münchner Arena trotzdem schon ein 0:0 oder 1:1 zum Weiterkommen. Darum sei man jetzt auch Favorit, erklärte Kapitän Philipp Lahm nach seinem 100. Champions-League-Spiel. „Wir spielen daheim, und wir wissen, was wir da leisten können“, sagte Lahm. „Und wir müssen festhalten, wie wir Fußball gespielt haben.

Unser Plan ist vor allem in der ersten Halbzeit gut aufgegangen.“ Torschütze Robben hatte auch schon vor der Heimreise am Mittwoch den Plan fürs Weiterkommen im eigenen Stadion parat: „Wir müssen so spielen wie in den ersten 60 Minuten - nur 30 Minuten länger.“

Über volle 90 Minuten überzeugte hingegen der FC Barcelona. Nach dem 2:0-Auswärtssieg im Achtelfinal-Hinspiel der Champions League gegen den FC Arsenal gönnt Trainer Luis Enriques seinen Profis sogar zwei freie Tage. Das Team um Doppeltorschütze Lionel Messi und den deutschen Torwart Marc-André ter Stegen muss erst an diesem Freitag wieder zum Training antreten.

 

Mit den beiden Toren in London hat Luis Enriques Mannschaft den Grundstein fürs Erreichen des Viertelfinales gelegt. „Einige Sachen liefen so gut, dass ich mich nicht getraut habe, zu wechseln“, kommentierte Luis Enrique die Tatsache, dass er seine Startelf bis zum Abpfiff unverändert auf dem Platz ließ. „Es war ein sehr gutes Ergebnis für uns gegen ein großartiges Team, mit einigen wirklich guten Spielern“, befand Torschütze Messi. Der Titelverteidiger sei noch nicht durch, aber zwei Auswärtstore aufzuholen, sei nicht einfach, sagte Messi. Dem Gegner aus London droht damit das sechste Achtefinal-Aus in der Meisterklasse nacheinander.

 

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erstellt am 24.Feb.2016 | 08:34 Uhr

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