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BVB-Interview im ZDF : Da war er wieder, der Wut-Klopp

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Spiel verloren, schlechte Laune. Und dann Jürgen Klopp im ZDF-Interview. Diese Kombination sorgt für bewegte TV-Momente.

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erstellt am 03.Apr.2014 | 11:21 Uhr

Madrid | Der Mann kann nicht anders, wenn er emotional erregt ist. Und das ist er vor, während und nach Fußballspielen eigentlich immer: Jürgen Klopp, Trainer des Fußball-Bundesligisten Borussia Dortmund.

So wie gestern Abend, als er nach dem verlorenen Spiel gegen Real Madrid wieder einmal ins ZDF-Studio musste, zu Oliver Kahn und Moderator Jochen Breyer. Mit Kahn war Klopp erst jüngst aneinander geraten. Nun war es Breyer, der eine, sagen wir mal, nicht so besonders intelligente Frage stellt. „Sie haben gerade gesagt, wir treten natürlich an, aber die Sache ist durch, oder?“ Klopp versucht, die Fassung zu bewahren und antwortet: „Wie könnte man mir Geld überweisen für meinen Job, wenn ich heute hier sagen würde, die Sache ist durch? Das wäre genauso doof, als wenn ich sagen würde, wir hauen die sicher weg.“

„Auf doofe Fragen kann ich nur doof antworten. Wie wir alle wissen“, weist er dann Breyer zurecht, fragt, ob man fertig sei und knallt das Mikro auf den Tisch. Und dann verabschiedet er sich mit Handschlag von Oliver Kahn. „Olli, war super heute, wir zwei.“ Dabei hatte der zum Gespräch gar nichts beigetragen. Hier noch einmal die Szene zum Nachschauen und Genießen:

Apropos Kahn: Er und Klopp, das werden keine besten Freunde mehr. Das belegt diese Szene aus dem Interview nach dem Spiel gegen St. Petersburg:

 

Im Internet gehen die Meinungen über Klopps Verhalten gestern Abend weit auseinander. Fußball emotionalisiert und polarisiert. Klopp sowieso.

 

Aber nicht nur nach dem Spiel, auch währenddessen war Klopp wieder typisch Klopp. Grimassen. Und dann das: der „Ententanz". Wird natürlich auch auf Twitter eifrig dikutiert.

 

Überhaupt, die Grimassen.

 

Und immer wieder die Ausraster gegenüber den Schiedsrichtern. Hier der im Champions-League-Spiel gegen Neapel, der auch international berühmt wurde.

 

„Ich  bin auf den Schiri zugegangen - und das mit meinem mittlerweile weltbekannten Gesicht". Dieser Ausspruch war für Bild.de Anlass, unter anderem einen Spiderman in Los Angeles sagen zu lassen: "Den Typen erkenne ich nicht.“ Super Kollegen, quod erat demonstrandum.

Klopp ist ein cooler Typ. Das meinen die einen. Klopp ist inzwischen ziemlich uncool, meinen die anderen. Geschmackssache. Dass Klopp aber seinen coolsten Moment in der Vergangenheit hatte, zeigt dieses „Interview“ nach einem 4:0-Sieg aus dem Jahr 2010. Eine bleibende Perle des Sportjournalismus.

 

 

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