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Championsleague-Vorschau : Bayern siegessicher gegen Pilsen

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Im Fußball-Duell der großen Bierstädte rechnet der FC Bayern München gegen Viktoria Pilsen fest mit einem Sieg, Erfolgsgarant Ribery ist nach seiner Fußverletzung wieder mit von der Partie. Leverkusens „Phantomtorschütze“ Stefan Kießling steht im Fokus.

shz.de von
erstellt am 22.Okt.2013 | 15:55 Uhr

Der vor Selbstbewusstsein strotzende Triplesieger Bayern München plant gegen Viktoria Pilsen den nächsten Schritt in Richtung Champions-League-Achtelfinale, Bayer Leverkusen will im Duell mit Schachtjor Donezk die bösen Geister von Hoffenheim verjagen. Vor dem 160. Europapokal-Auftritt am Mittwoch (20.45 Uhr/Sky) hofft vor allem Bayer-Stürmer Stefan Kießling, dass sich der Rummel um sein Phantomtor legt. „Die ganze Kritik, die da auf mich zukam, ist ziemlich hart. Jeder unterstellt mir, dass ich das gesehen habe und hätte sagen müssen“, befand der Torjäger des Fußball-Bundesligisten im vereinseigenen Bayer-04-TV.

Unter dem Bayer-Kreuz ist man nach den heftigen Diskussionen der vergangenen Tage bemüht, die Konzentration auf die Begegnung gegen die Ukrainer zu lenken. „Wir dürfen nicht mehr an dieses komische Tor denken. Das Spiel gegen Donezk ist zu wichtig“, meinte Torhüter Bernd Leno. Im Kampf um den Einzug in die nächste Runde ist Schachtjor der stärkste Konkurrent. „Das ist eine Mannschaft mit individueller Qualität und vielen Positionswechseln im Angriff. Da müssen wir gut verteidigen“, forderte Leverkusens Trainer Sami Hyypiä.

Die Ereignisse von Hoffenheim hätten keinen Einfluss auf die Partie gegen Donezk. „Die Sache ist besprochen. Es gibt keinen in der Mannschaft, der darüber noch diskutieren will“, betonte Hyypiä. Zumal Kießling im Team rückhaltlos unterstützt wird. „Die ganze Mannschaft steht hinter mir. Das tut gut, die wissen, wie es in mir aussieht“, meinte Kießling.

Mit drei Punkten rangiert Bayer, das auf Lars Bender verzichten muss, nur einen Zähler hinter Schachtjor und hätte mit einem weiteren Heimerfolg nach dem 2:1 gegen Real Sociedad San Sebastian eine gute Ausgangsposition für das in zwei Wochen stattfindende Rückspiel. „Diese Heimspiele in der Champions League sind von sehr großer Bedeutung. Da ist es extrem wichtig, die drei Punkte zu holen“, sagte Leno.

Fest eingeplant haben dies die Bayern. Auch mit einer neuformierten Innenverteidigung zweifelt beim deutschen Rekordmeister angesichts der enormen Offensivkraft niemand an einem Heimsieg gegen Pilsen am Mittwoch (20.45 Uhr/ZDF/Sky). Für den Titelverteidiger wäre der dritte Sieg im dritten Spiel schon ein vorentscheidender Schritt gen Achtelfinale. „Es hängt von uns ab“, erklärte Trainer Pep Guardiola, der gegen den tschechischen Fußball-Meister schon 2011 mit dem FC Barcelona zwei Siege in der Königsklasse feiern konnte.

„Gegen den vermeintlich schwächsten Gegner in der Gruppe zählen nur sechs Punkte“, verkündete auch Kapitän Philipp Lahm mit dem Ausblick auf das Rückspiel in zwei Wochen: „Wir haben eine sehr gute Ausgangslage und wollen nachlegen.“ Guardiola rechnete schon einmal hoch: „Normalerweise bist du mit zwölf Punkten aus vier Spielen qualifiziert.“ 

Das Hauptproblem des Triplesiegers in den bisherigen Heimspielen war eine meist zähe erste Spielhälfte, „in der wir kein großes Niveau gespielt haben“, wie der Spanier bestätigte. Ein Grund sei die Igel-Taktik der Gegner, „die ab dem Sechzehner eine Mauer aufgebaut haben“, meinte Lahm. Die Lösung für flottes Spiel in begrenzten Räumen könnte Mario Götze heißen, der beim 4:1 gegen Mainz die Wende gebracht hatte. „Mario braucht nicht viel Zeit und Raum, um richtige Entscheidungen zu treffen“, beschrieb Guardiola die Vorzüge des Nationalspielers. „Ich bin zufrieden mit ihm nach drei, vier Monaten Pause. Er ist ein spezieller Spieler.“ 

Franck Ribéry wird - anders als Götze - nach seiner leichten Fußblessur wieder in der Startelf stehen. „Franck ist okay. Er hat sehr gut trainiert“, berichtete Guardiola. Offensiv hat er Optionen im Überfluss. Thomas Müller könnte zum Beispiel auch in die Spitze rücken, ebenso Götze. Im Abwehrzentrum sind die Möglichkeiten ohne den gesperrten Jérome Boateng und den verletzten Dante geringer, auch wenn Javi Martínez erstmals nach seiner Leisten-Operation wieder auf der Bank sitzen könnte.

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