Carstensen siegt mit deutlichem Vorsprung

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04. Februar 2013, 08:05 Uhr

Wer an der Spitze der Torschützenliste steht, hat auch in einer solchen Rangliste der Angreifer der SH-Liga gute Karten. Das galt in diesem Fall auch für Timo Carstensen, den Stürmer von Flensburg 08. Der 22-jährige bekam in der Abstimmung der Trainer einen deutlichen Vorsprung mit auf den Weg, der sicher nicht nur damit zu begründen ist, dass er im bisherigen Saisonverlauf als einziger "echter" Stürmer schon auf 14 Treffer kam. Carstensen verfügt über den für einen Stürmer nötigen "Riecher" und trotz seines jungen Alters schon über die Cleverness - und profitiert natürlich auch von starken Nebenleuten in der Offensive, die allesamt ebenfalls in unseren Ranglisten weit vorn platziert sind. Den zweiten Rang sicherte sich Torven Ziehmer vom Preetzer TSV. Wer weiß - hätte ihn nicht nach zwei Dritteln der Vorrunde eine Verletzung gestoppt, hätte der bewegliche Angreifer vielleicht wie sein jüngerer Bruder Florian im defensiven Mittelfeld am Ende sogar die Konkurrenz für sich entschieden. So aber reichte es mit "nur" sieben Treffern, aber dem vielleicht größten technischen Potenzial aller SH-Liga-Angreifer noch für den Silber-Platz. Hinter ihm sicherte sich der Kropper Finn Langkowski den dritten Platz auf dem Podium. Der 23-Jährige ist das Gegenstück zu Ziehmer - ein klassischer Mittelstürmer alter Prägung, der seine Stärken vor allem aus seinem wuchtigen Körper zieht. Mit zehn Treffern stehen für ihn bislang die zweitmeisten aller "echten" Angreifer der Liga zu Buche.

Knapp hinter den Medaillenrängen platzierte sich ein Duo, das zwischen Regionalliga und SH-Liga pendelt. Der Lübecker Henrik Sirmais ist als Allrounder im Sommer aus dem Viertliga-Kader des VfB Lübeck in die U21 zurückgekehrt, spielte im Liga-Kader nämlich meist auf der Außenbahn, teilweise sogar als Außenverteidiger. Im Sturm kommen dem 21-Jährigen seine Beweglichkeit und gute Technik zugute, mit der er sich längst den Sprung zurück in den Kader der ersten Mannschaft verdient hatte, den er jetzt vollzog. Schon im Sommer wagte Vorjahres-Schützenkönig Christopher Kramer diesen Schritt, der bei Holstein Kiel einen Vertrag als Profi unterschrieb. Da er über die Hälfte der Einsatzzeit in der SH-Liga-Elf absolvierte, war er dennoch für die Rangliste wählbar - und spaltete die Trainer der Konkurrenz. Die einen sahen das herausragende Potenzial des wuchtigen und schnellen Ex-Neumünsteraners, die anderen eine Vorrunde, in der in zehn Einsätzen nur ein Treffer herausgesprungen war. So wurde es am Ende Platz fünf. Hinter ihm folgt der junge Todesfelder Dennis Studt, der sich in dieser Saison auch dank der guten Saison seiner Nebenleute noch etwas mehr in den Fokus spielte. Acht Treffer stehen für den SVT-Goalgetter bislang zu Buche. Als Siebter hat der Flensburger Nicholas Holtze einen hervorragenden Einstand im Herrenfußball. Der aus der A-Jugend aufgerückte 19-Jährige erkämpfte sich mit seinen technischen Fähigkeiten sofort einen Stammplatz, erzielte auch schon acht Treffer und ist die ideale Ergänzung zu Torjäger Carstensen. Achter ist der Eicheder André Kossowski, der nicht nur im Zentrum, sondern auch über die Außenbahnen gefährlich werden kann. Bezüglich der Torausbeute steht er dabei deutlich im Schatten der außerhalb der Top 10 platzierten Konkurrenten Kolodzick und Schmidt - doch das Potenzial spricht in Augen der Trainer für Kossowski. Ebenfalls eher der Typ Flügel- oder Konterstürmer ist der Heider Alex Hardock, der nach einer schweren Verletzung in der Vorsaison wieder an alte Qualitäten anknüpfte und den Ruf als flinker, dribbelstarker Angreifer trotz der schwachen HSV-Saison untermauerte. Die Top 10 schließt der Preetzer Erdogan Cumur ab, der mit neun Treffern eine gute Torquote aufweist, allerdings oft nur als Joker zum Zuge kam und sich erst in den letzten Partien der Hinserie in den Vordergrund schoss.

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