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Ballon d'Or : Carli Lloyd ist Weltfußballerin des Jahres

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Der Argentinier Lionel Messi ist erneut Weltfußballer des Jahres. Manuel Neuer ist Torwart der Weltauswahl.

shz.de von
erstellt am 11.Jan.2016 | 19:54 Uhr

Zürich | Lionel Messi ist zum Weltfußballer des Jahres 2015 gekürt worden. Der argentinische Superstar vom FC Barcelona setzte sich bei der FIFA-Gala am Montag im Kongresshaus von Zürich gegen Cristiano Ronaldo von Real Madrid und seinen brasilianischen Teamkollegen Neymar durch. Für Rekordhalter Messi ist es bereits der fünfte Sieg bei der wichtigsten persönlichen Auszeichnung für einen Fußballer. Von 2009 bis 2012 hatte er die Trophäe als erster Profi viermal in Serie gewinnen können. In den vergangenen beiden Jahren hatte Cristiano Ronaldo den Ballon d'Or geholt.

Im Dauerduell mit Cristiano Ronaldo setzte sich der 28-Jährige mit 41,33 Prozent der Stimmen durch. Ronaldo kam auf 27,76 Prozent. Fußballprofi Neymar bekam lediglich 7,86 Prozent der Stimmen. Deutsche Spieler hatten es in diesem Jahr nicht in die Endausscheidung geschafft.

Seit 2008 haben entweder der argentinische Superstar vom FC Barcelona oder sein portugiesisches Pendant von Real Madrid die begehrte Trophäe als Weltfußballer des Jahres gewonnen.

Weltfußballerin des Jahres

Célia Sasic hat den deutschen Hattrick bei der Wahl zur Weltfußballerin des Jahres verpasst. Die WM-Torschützenkönigin landete hinter der neuen Preisträgerin Carli Lloyd aus den USA. In den vergangen Jahren hatten sich Nadine Angerer und Nadine Keßler die von der FIFA verliehene Trophäe als beste Spielerin des Jahres geholt. Célia Sasic hatte bei der WM 2015 wie die spätere Weltmeisterin Carli Lloyd aus den USA sechs Tore erzielt. Nach dem Turnier in Kanada hatte Sasic überraschend ihr Karriereende verkündet. Am Montag gab sie bekannt, ein Kind zu bekommen.

Weltauswahl des Jahres

Nur ein deutscher Fußballprofi hat es in die Weltauswahl des Jahres geschafft. Im Tor der FIFA XI steht Weltmeister Manuel Neuer vom deutschen Rekordmeister Bayern München.

Nominiert waren insgesamt zwölf Profis aus der Bundesliga - elf vom FC Bayern, dazu Mats Hummels von Borussia Dortmund. Hinzu kam Toni Kroos von Real Madrid.

Die FIFA XI

Tor Manuel Neuer
Abwehr Thiago Silva, Marcelo, Sergio Ramos, Dani Alves
Mittelfeld Andres Iniesta, Luka Modric, Paul Pogba
Angriff Neymar, Lionel Messi, Cristiano Ronaldo

Fußballtrainer des Jahres

Luis Enrique hat die Wahl zum Fußballtrainer des Jahres 2015 gewonnen. Der Chefcoach des FC Barcelona setzte sich gegen Pep Guardiola und den Nationalcoach Chiles, Jorge Sampaoli, durch. Enrique hatte im vergangenen Jahr mit den Katalanen fünf von sechs möglichen Titeln geholt, darunter das Triple aus nationaler Meisterschaft, Pokal und Champions League.

Wie Guardiola war er nicht zu der Zeremonie ins Kongresshaus von Zürich gekommen. Enrique folgt auf Bundestrainer Joachim Löw (2014) und den ehemaligen Bayern-Coach Jupp Heynckes (2013), die die Auszeichnung in den vergangenen beiden Jahren gewinnen konnten.

Trainerin des Jahres

Als Trainerin des Jahres wurde Jill Ellis ausgezeichnet. Unter der gebürtigen Engländerin hatten die USA bei der WM in Kanada im vergangenen Sommer den Titel gewonnen. Ellis setzte sich gegen Englands Frauen-Coach Mark Sampson und dessen japanisches Pendant Norio Sasaki durch. Das US-Team hatte das WM-Finale gegen Japan mit 5:2 gewonnen. Auf dem Weg zum Titel wurde Deutschland im Halbfinale bezwungen. Ellis ist Nachfolgerin von Ralf Kellermann (VfL Wolfsburg) und Bundestrainerin Silvia Neid, die in den Jahren 2014 und 2013 den Titel als beste Frauentrainer gewonnen hatten.

Fairplay-Preis 2015

Der Fußball-Weltverband FIFA hat alle Vereine und Organisationen mit dem Fairplay-Preis 2015 ausgezeichnet, die sich für Flüchtlinge einsetzen. Stellvertretend nahm den Preis am Montagabend bei der Gala in Zürich der ehemalige Bundesligaprofi und frühere Nationalspieler Gerald Asamoah entgegen. „Ich fühle mich sehr, sehr geehrt, hier stehen zu dürfen“, sagte Asamoah. „Es ist wichtig, sich für so etwas einzusetzen“, betonte er.

Er selbst wisse, wie das sei und verwies bei seiner emotionalen Rede auf seinen Vater, der früher aus Ghana geflohen sei und in Deutschland eine Heimat gefunden habe. „Der Fußball kann viel bewegen“, sagte Asamoah. Es sei „sehr wichtig, Fremdenfeindlichkeit und Rassismus entgegenzutreten“.

Tor des Jahres

Der Brasilianer Wendell Lira ist als Schütze für das Tor des Jahres 2015 ausgezeichnet worden. Der 27-jährige Brasilianer setzte sich mit einem Seitfallzieher unter anderem gegen Lionel Messi durch. Mit Tränen in den Augen bedankte sich der kürzlich noch vereislose Lira für die Auszeichnung mit dem Puskas-Award. Lira erzielte den Treffer am 11. März 2015 in der Partie seines Vereins Goianesia gegen Atletico Go in der brasilianischen Regionalmeisterschaft.

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