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«Welt»: Luiz Gustavo wechselt nach Wolfsburg

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erstellt am 14.Aug.2013 | 09:11 Uhr

München (dpa) - Vor zweieinhalb Jahren war er dem FC Bayern sogar mehr Geld wert als einst Luca Toni - nun scheint das Kapitel München für Luiz Gustavo beendet zu sein.

Nach Informationen der Tageszeitung «Welt» wechselt der brasilianische Nationalspieler vom Triple-Gewinner zum VfL Wolfsburg. Unter Trainer Pep Guardiola hatte der 26-Jährige keine Einsatzchancen mehr gesehen. «Ich bin bei den Bayern zurzeit in einer sehr heiklen Situation. Ich habe persönliche und berufliche Gründe, weggehen zu wollen», sagte er kurz vor dem Testspiel seiner brasilianischen Nationalelf in der Schweiz.

Interessenten gab es reichlich für den filigranen Taktgeber im besten Fußballeralter, der im Januar 2011 für 17 Millionen Euro von 1899 Hoffenheim gekommen war. Bayern-Vorstandsboss Karl-Heinz Rummenigge berichtete zuletzt von Angeboten aus ganz Europa und zählte neben Deutschland auch Spanien, England und Russland auf. Es war sogar von einem Interesse des FC Barcelona berichtet worden. Das Rennen hat aber wohl Wolfsburg gemacht, auch wenn VfL-Geschäftsführer Klaus Allofs die Meldung nicht kommentieren wollte. «Wir haben uns in letzter Zeit zu dem Thema nicht mehr geäußert. Wir bereiten uns auf das Spiel gegen Schalke vor», sagte Allofs.

Spätestens nach dem Neueinkauf von Guardiolas Wunschspieler Thiago verfügen die Münchner über ein Überangebot im defensiven Mittelfeld, das in der Saison eher Unruhe als Geschlossenheit heraufbeschwören könnte. Neben dem 25-Millionen-Neueinkauf vom FC Barcelona stehen Guardiola in Bastian Schweinsteiger und Javi Martínez auch noch zwei weitere Weltklassekicker für die Sechser-Position zur Verfügung. Und das, obwohl der Taktiktüftler ein 4-1-4-1-System bevorzugt, in dem elementar nur noch ein Abräumer vorgesehen ist.

Luiz Gustavo spürte, dass er - anders noch als unter Guardiolas Vorgänger Jupp Heynckes - nicht mehr gefragt ist. Nach seinem verlängerten Confed-Cup-Urlaub verpasste er einen Großteil der Vorbereitung, danach gönnte der neue Startrainer dem stolzen Brasilianer nur einen einzigen Testspieleinsatz. Im Pokal gegen den Amateurclub Rehden gehörte Luiz Gustavo genauso wenig zum 18er-Aufgebot der Bayern wie zum Bundesligastart gegen Gladbach.

«Es gibt nicht viel zu reden», kommentierte Gustavo sein eher unterkühltes Verhältnis zu Guardiola. «Wir sprechen ab und zu mal miteinander, aber nichts Besonderes. Mehr über persönliche als über berufliche Sachen.» Dabei ist ihm momentan vor allem Spielpraxis wichtig: In einem Jahr steht für die Brasilianer die Heim-WM an - und Nationaltrainer Luiz Felipe Scolari hat schon angekündigt, nur mit Profis zu planen, die auch Stammspieler bei ihren Clubs sind.

«Für mich ist es sehr wichtig zu spielen, damit ich weiterhin in die Nationalelf berufen werde», betonte Luiz Gustavo. Sein millionenschwerer Vertrag bei den Bayern war bis zum Sommer 2015 datiert.

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