Fussball-Bundesliga : Verletzungssorgen beim HSV - ohne Aaron Hunt zu Schalke 04

Schon vor dem Heimspiel gegen Ingolstadt plagten Aaron Hunt Rückenschmerzen, nun fällt der Regisseur des HSV auf Schalke aus. Vertreten soll ihn Holtby.

shz.de von
01. März 2016, 15:36 Uhr

Hamburg | Der Hamburger SV muss ohne seinen Taktgeber Aaron Hunt am Mittwoch (20 Uhr) beim FC Schalke 04 bestehen. Die Rückenprobleme, die den 29-Jährigen bereits in der vergangenen Woche behinderten, strahlen nun auch in den Oberschenkel aus. Er verpasste das Abschlusstraining am Dienstag vor der Abreise zum Bundesliga-Konkurrenten nach Gelsenkirchen und ging nur laufen. Als Alternative für Hunt könnte Lewis Holtby auf die offensive Mittelfeldposition vorrücken.

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Eine Steigerung erwartet Trainer Bruno Labbadia von Winterzugang Josip Drmic in seinem fünften Spiel für die Hanseaten: „Ich hoffe, dass ihm sein Tor Auftrieb gibt. Ich weiß, dass er noch viel mehr kann.“ Trotz der zuletzt dürftigen Vorstellung setzt der Coach weiter auf den jungen Gideon Jung (21 Jahre), der gegen Schalke mit Gojko Kacar im defensiven Mittelfeld spielen wird. „Wir sehen an Gideon Jung, den vorher niemand auf dem Zettel hatte, dass Qualität sich durchsetzt. Dazu braucht es Zeit. Jung hat nicht nur dann gespielt, als alle anderen verletzt waren“, sagte Labbadia dem Internetportal Goal.com.

In Deutschland werde ein großer Hype um junge Spieler gemacht. „Das tut dem Fußball einerseits gut, andererseits sehe ich diese Entwicklung auch mit Sorge. Vielen fehlt die Geduld, vor allem dem näheren Umfeld, einem Spieler die Zeit zu geben, sich dem Profifußball anzupassen und fußballerisch weiterzuentwickeln. Einige brauchen mehr Zeit, andere weniger“.

Unterdessen fordert der Vorstandsvorsitzende Dietmar Beiersdorfer eine Leistungssteigerung. „Für den Moment ist das okay, aber insgesamt noch nicht gut genug für die Vorstellungen, die wir haben“, sagte der ehemalige Abwehrspieler der „Bild“-Zeitung (Dienstag).

„Wir wollen vergleichbar zur Hinserie punkten. Eine Zwei sollte bei unserer Rückrunden-Punktzahl schon vorne stehen.“ Bis zur Winterpause hatten die Hamburger 22 Punkte gesammelt. Derzeit verfügen sie über 28 Zähler und liegen damit hinter den Erwartungen zurück. In den sechs Rückrundenpartien holten die Norddeutschen nur sechs Punkte.

Die Entwicklung zurück in die obere Tabellenhälfte der Bundesliga benötige aber Zeit, sagte Beiersdorfer. Im Umfeld des Vereins spüre er Vertrauen und Verständnis. „Ich habe das Gefühl, dass wir in verschiedenen Bereichen langsam wieder aufschließen.“ Die Hamburger Anhänger hatten das 1:1-Unentschieden gegen den FC Ingolstadt jüngst mit Pfiffen quittiert.

Nach Schalke machen sich 3000 Fans auf die Reise und hoffen auf die Auswärtsstärke der Hanseaten, die in der Fremde 15 Punkte und damit zwei mehr als im Volksparkstadion holten. „Wir wollen auswärts nicht nur gut mitspielen, sondern wollen auch wieder was mitnehmen“, sagte René Adler vor der Abfahrt.

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