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Bundesliga 2017/18 : Trennung: Martin Schmidt nicht mehr Trainer des FSV Mainz 05

vom
Aus der Onlineredaktion

Mainz 05 ist auf der Suche nach einem neuen Trainer. Nach sportlicher Talfahrt räumt Martin Schmidt seinen Sessel.

shz.de von
erstellt am 22.Mai.2017 | 14:39 Uhr

Mainz | Der FSV Mainz 05 und Trainer Martin Schmidt haben sich getrennt. Dies teilte der rheinhessische Fußball-Bundesligist am Montag mit. „Wir brauchen einen neuen Impuls. Und für uns ist auch die mittelfristige Planung wichtig. Martin Schmidt hätte seinen Vertrag nach 2018 nicht verlängert“, sagte Manager Rouven Schröder bei einer Pressekonferenz. In einer Clubmitteilung ist von einer „gemeinsamen Entscheidung“ die Rede, sie sei „Konsequenz aus der sportlichen Analyse der abgelaufenen Saison“. Martin Schmidt habe eine Perspektive einer Zusammenarbeit über das Vertragsende 2018 hinaus nicht gesehen.

Die Nachfolge von Schmidt sei noch nicht geregelt. „Es gibt auch kein Zeitfenster“, sagte Schröder. Der 50-jährige Schmidt stand bereits Anfang April vor der Ablösung, durfte damals aber trotz Abstiegsgefahr weitermachen. Als ein Nachfolge-Kandidat gilt der bisherige U23-Trainer Sandro Schwarz. Der 38-Jährige ist zwar mit der 2. Mannschaft der Mainzer aus der 3. Liga abgestiegen, hat aber intern ein hohes Ansehen. Zudem hatte der FSV zuvor schon Schmidt und auch den heutigen Dortmunder Coach Thomas Tuchel intern befördert.

Der Schweizer Schmidt war 2015 auf Kasper Hjulmand gefolgt, sein Vertrag beim FSV lief ursprünglich bis zum 30. Juni 2018. Seine Mannschaft war in der Rückrunde nach einem Abgang von Leistungsträger Yunus Malli immer weiter in den Abstiegskampf gestürzt. Erst der 4:2-Derby-Sieg gegen Eintracht Frankfurt am vorletzten Spieltag sicherte dem Club den Klassenverbleib.

Manager Rouven Schröder kündigte damals Gespräche mit Schmidt nach Saisonende an. Nach der 0:2-Niederlage am Samstag in Köln hatte sich abgezeichnet, dass Schmidt beim Bundesliga-15. kaum noch eine Zukunft mehr hat. 17 Niederlagen sind ein Vereinsnegativrekord. Und mit nur 37 Punkten erlebten die Rheinhessen die zweitschwächste Saison im Oberhaus seit dem Aufstieg 2009.

Nach dem unglücklichen 2:3 gegen RB Leipzig am 27. Spieltag war bereits heftig über eine Ablösung von Schmidt spekuliert worden, doch Schröder hielt an ihm fest und gab ihm eine Jobgarantie bis zum Ende der Saison. „Martin Schmidt hat einen tollen Job gemacht und diesen Verein geprägt. Er hat den Verein in einer schwierigen Situation übernommen und danach direkt in die Europa League geführt“, sagte Schröder. „Mit dem Klassenerhalt hat er jetzt noch einmal so etwas wie eine Mission erfüllt.“ Von Schmidt heißt es, ihm lägen Angebote aus Frankreich vor.

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