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Fussball-Bundesliga : Tor in der Nachspielzeit – HSV nur 1:1 gegen Gladbach

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Der Hamburger SV verschenkt in der Nachspielzeit zwei Punkte gegen Borussia Mönchengladbach – doch ein Aufwärtstrend ist erkennbar.

Der Hamburger SV hat eine Woche nach dem Bayern-Alptraum den nächsten Schockmoment erlebt und einen Heimsieg gegen Borussia Mönchengladbach in letzter Sekunde verspielt. In der zweiten Minute der Nachspielzeit erzielte der kurz zuvor eingewechselte Branimir Hrgota am Sonntag den Treffer der Gäste zum 1:1 (0:0). Zuvor hatte Zoltan Stieber die Gastgeber in der 73. Minute in Führung geschossen.

Die vor einer Woche mit 0:8 bei den Bayern untergegangenen Hamburger verpassten es, sich weiter von den Abstiegsrängen der Fußball-Bundesliga abzusetzen und bleiben mit 24 Punkten im Tabellenkeller. „Das ist natürlich bitter, mit der letzten Aktion ein Tor zu kriegen und zwei Punkte zu verlieren“, betonte Torschütze Stieber.

Die Gladbacher bleiben Dritter mit nun 37 Punkten, konnten aber kein Kapital aus den Remis' der Verfolger schlagen. „Wir waren nicht zu 100 Prozent bereit“, bemängelte Borussia-Trainer Lucien Favre. Mit Blick auf die weitere Saison und auch das Europa-League-Rückspiel am kommenden Donnerstag zuhause gegen den FC Sevilla sei es aber enorm wichtig gewesen, noch den Punkt zu holen.

So eklatant wie der Tabellenstand beider Teams eigentlich vermuten lassen hätte, fiel der Unterschied auf dem Platz vor 52 105 Zuschauern nicht aus. Beide Teams beschränkten sich in der ersten Halbzeit auf wenige Offensivszenen. Die technisch durchaus versierteren Gladbacher wirkten drei Tage nach der 0:1-Niederlage im Europa-League-Hinspiel in Sevilla noch nicht ganz frisch - obwohl Trainer Lucien Favre mehr als die Hälfte der Mannschaft tauschte und sechs neue Kräfte im Vergleich zur Startelf in Andalusien brachte.

Nur kurz ließen die Borussen ihr Können aufblitzen: 4. Minute, Patrick Herrmann setzte sich auf der linken Seite durch und passte den Ball in den Rückraum auf Max Kruse. Der zögerte nicht und zog direkt ab, der Ball streifte das Außennetz. Etwa 60 Sekunden später klatschte der Ball an den Pfosten des HSV-Tores. Keeper Jaroslav Drobny wäre beim Schuss von Herrmann aus rund zehn Metern machtlos gewesen. Das war's dann allerdings weitestgehend von den Gästen.

Die Hamburger setzten Kampfgeist dagegen. Coach Josef Zinnbauer hatte nach dem Desaster von München seine Mannschaft sogar auf sieben Positionen verändert, auch Rafael van der Vaart musste sich mit einem Platz auf der Bank abfinden. Es war das erste Mal seit seiner Rückkehr zu den Hanseaten, dass der Niederländer fit war, aber nicht für die Startelf berücksichtigt wurde.

Der HSV bemühte sich, kein Tor zu kassieren und bei vereinzelten Gegenstößen die Gladbacher in Gefahr zu bringen. Die Offensive wurde allerdings nach nicht mal einer halben Stunde geschwächt, als Ivica Olic vom Platz humpelte. Zuvor hatte Abwehrspieler Dennis Diekmeier eine Chance vergeben (20.), danach scheiterte Slobodan Rajkovic nach einer Ecke in aussichtsreicher Position mit einem Kopfball (41.).

Allzuviel ereignete sich in der Partie auch nach dem Seitenwechsel zunächst nicht. Vor allem die Gladbacher ließen jegliche Durchschlagskraft vermissen, wirkten zu verhalten, zu zögerlich.

Die Strafe folgte: Nach einem Ballverlust auf Höhe der Mittellinie konterten die Hamburger blitzschnell. Artjoms Rudnevs, der für Olic in die Partie gekommen war, legte Stieber auf, und der zog aus 16 Metern mit links ab. Torwart Yann Sommer streckte sich vergebens. Auf der Gegenseite war Drobny beim Ausgleich durch Hrgota chancenlos.„Der Trainer hat gesagt, gib Gas und mach' ein Tor“, erklärte der umjubelte Torschütze.

Der Liveticker zum Nachlesen:

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erstellt am 22.Feb.2015 | 13:27 Uhr

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