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Bundesliga-Kolumne : Tor-Festival beim HSV und ein besonderer Wunsch von Sky

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Was bleibt vom 30. Spieltag? Hamburg kann wieder Tore schießen. Die Meisterschaft der Bayern – nur eine Randnotiz für Jürgen Muhl.

shz.de von
erstellt am 27.Apr.2015 | 07:13 Uhr

Wie verwandelt: Drei Treffer in einem Spiel. Torfestival im Volkspark. Die Habenseite des hanseatischen Torkontos ist von 16 auf 19 gestiegen. Donnerwetter, HSV! Der Siegtreffer von Pierre-Michel Lasogga, der mit seinen mitreißenden Armbewegungen ständigen Kontakt zu den Zuschauern hielt, war aller Ehren wert. Nicht das Eintrittsgeld, denn ein Durchschnittspreis von 60 Euro ist zu viel. Auch für einen dramatischen Abstiegsfight.

Gekämpft haben sie diesmal, die Großverdiener des Hamburger SV. Bruno Labbadia spricht ja vielleicht doch die Sprache, die von den Herren Profis verstanden wird. Vier Spieltage vor Saisonende hat der HSV sein Schicksal wieder selbst in der Hand. Was durchaus dazu führen könnte, dass es nun doch nicht in der neuen Saison zu einem Zweitliga-Duell mit Holstein Kiel kommen wird. Wäre ja aus Kieler Sicht eine großartige Sache, aus Hamburger dagegen ein sportliches Fiasko.

Dagegen wehrt man sich nun endlich im Volkspark. Ob mit Haut und Haaren, das werden die nächsten, eben die letzten vier Partien zeigen. In Mainz, zu Hause gegen Freiburg, dann in Stuttgart und am letzten Spieltag im heimischen Stadion gegen Schalke. Für Mainz geht es um nichts mehr, auch auf Schalke könnte dies in vier Wochen zutreffen. Eine Konstellation, die für den HSV spricht. Selbst der FC Augsburg wirkte zeitweise so, als wolle er dem HSV helfen.

Wie auch alle für den HSV spielten. Paderborn und Stuttgart verschenken jeweils eine 2:0-Führung, und Hannover setzt auch unter Frontzeck seine Talfahrt fort. Diese Trainerentscheidung verstehe, wer will. Eine Fehlentscheidung, die 96 teuer zu stehen kommen könnte.

Bangen um den HSV: In der letzten Woche gab es in Hamburg eine Reihe von Sympathie-Kundgebungen an die Adresse des Hamburger SV. Von Seiten der Wirtschaft, aus dem Munde von Bürgermeister Olaf Scholz oder auch von ganz einfachen Menschen, die einen teilweisen Untergang der Hansestadt im Falle eines HSV-Abstiegs befürchten.

Ein weiterer Autoverein mit Audi Ingolstadt in der Bundesliga? Oder Darmstadt 98 mit seinem maroden Stadion? Oder der mausgraue Karlsruher SC? Lediglich der 1. FC Kaiserslautern wäre – was die Vergangenheit im deutschen Fußball angeht – eine Bereicherung. Aber auch dieser Traditionsclub hält nicht mit den Werten eines HSV stand.

So denkt man auch beim Bezahlsender Sky. Ein Abstieg der Hamburger würde Quote und Abonnements kosten. Weil der HSV nach Bayern München, Borussia Dortmund und Schalke 04 immer noch auf die meisten Fans bauen kann. Im Spiel gegen den FC Augsburg bekamen dies die Fernsehzuschauer deutlich zu spüren. Die Sky-Reporter machten aus ihrer Zuneigung zum HSV kein Geheimnis. Was nicht sein dürfte.

Rekordmeister: Borussia Mönchengladbach kürt mit dem Sieg gegen den VfL Wolfsburg die Bayern vorzeitig zum Meister. Zum 25. Mal  holt der FC Bayern den Titel nach München. Zeit zum Feiern haben die Meisterakteure aber noch nicht. Dienstag geht es im Pokal-Halbfinale gegen Dortmund, nur eine Woche später steht die Reise zum FC Barcelona an. Halbfinale, Champions League. Meister-Stress.

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