zur Navigation springen

Nach Anschlag auf BVB-Mannschaftsbus : Thomas Tuchel vor Frankfurt-Spiel: „Wir müssen einen Weg finden“

vom

Am Samstag muss Borussia Dortmund gegen Eintracht Frankfurt ran. Die Polizei ist mit erhöhter Präsenz vor Ort.

shz.de von
erstellt am 15.Apr.2017 | 12:47 Uhr

Berlin/Dortmund | Thomas Tuchel und Borussia Dortmund suchen nach der Attacke auf ihren Mannschaftsbus den Weg zurück in die Normalität. Viel Zeit bleibt zwischen den Spielen nicht, schon am Samstag geht es für den BVB gegen Frankfurt weiter. Ganz andere Probleme plagen die bis zu sieben Teams, die noch um den Klassenverbleib bangen müssen.

Wie geht's dem BVB? Nur drei Tage nach der emotionalen Herausforderung gegen AS Monaco in der Champions League ist der BVB in der Bundesliga gefordert. Gegen Eintracht Frankfurt spielt die Mannschaft von Trainer Thomas Tuchel um wichtige Punkte für die direkte Champions-League-Qualifikation. „Wir müssen einen Weg finden. Den Weg zurück zum Spaß und zur Sinnhaftigkeit“, sagt Tuchel. Das dürfte schwer werden.

Mit verstärkter Polizeipräsenz und erhöhter Vorsicht bereitet sich die Polizei in Dortmund auf das erste Bundesliga-Heimspiel nach dem Anschlag vor. „Wir reagieren angemessen auf die Situation“, hieß es aus der Leitstelle der Dortmunder Polizei. Um größtmögliche Sicherheit zu gewährleisten, werde das Umfeld um das Stadion genau kontrolliert. „Wir halten Ausschau nach allem, was verdächtig ist“, versicherte ein Sprecher. Auch seien mehr Polizeikräfte im Einsatz als ursprünglich für die Begegnung zwischen Borussia Dortmund und Eintracht Frankfurt am Samstagnachmittag geplant.

Drei Sprengsätze mit Metallstiften waren am Dienstag nahe dem Dortmunder Mannschaftsbus detoniert. Der spanische BVB-Verteidiger Marc Bartra und ein Polizist wurden verletzt. Die Ermittler versuchen weiter die Hintergründe zu klären.

Inzwischen tauchte ein drittes angebliches Bekennerschreiben auf. Die Mail mit möglicherweise rechtsextremistischem Hintergrund ging beim Berliner „Tagesspiegel“ ein. Direkt nach dem Anschlag waren am Tatort drei gleichlautende Bekennerschreiben mit islamistischen Bezügen entdeckt worden. Es wird aber bezweifelt, dass diese Schreiben tatsächlich von Islamisten stammen. Ermittelt wird auch in Richtung von Rechtsextremisten, gewaltbereiten Fußballfans und Allgemein-Kriminellen.

Brisanter Abstiegskampf: Die Situation im Tabellenkeller könnte wenige Spieltage vor Saisonende kaum spannender sein. In Wolfsburg (gegen Ingolstadt) treffen zwei unmittelbar gefährdete Teams aufeinander, im Nordderby zwischen Bremen und Hamburg steckt ohnehin genügend Brisanz. Außerdem braucht der FC Augsburg gegen Köln dringend Punkte, sonst dürfte Trainer Baum wohl vor dem Aus stehen. Mainz 05 ist gegen Hertha BSC gefordert.

Bayerns Abwehrsorgen: Jetzt ist auch noch Jerome Boateng verletzt. Nach der Heimpleite gegen Real Madrid haben sich die Abwehrsorgen des FC Bayern noch vergrößert. Innenverteidiger Boateng fehlt wegen Adduktorenproblemen am Samstag (18.30 Uhr) in Leverkusen. Hummels fällt ohnehin noch aus.

Für Leverkusen könnte das von Vorteil sein. Die Bayer-Elf muss punkten, sonst könnte es für die Mannschaft von Trainer Korkut noch einmal eng werden im Abstiegskampf.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen