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Nach 2:0-Erfolg gegen Duisburg : St.Pauli kann auch enge Spiele gewinnen

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Verteidiger Daniel Buballa ist überzeugt, dass von solchen Spielen der Ausgang einer ganzen Saison abhängen kann. Derzeit ist der Kiez-Club guter Dritter.

Hamburg | Es war ein Sieg ohne Glanz, der den FC St. Pauli auf den dritten Platz der 2. Fußball-Bundesliga emporschnellen ließ. Erst ein umstrittener Elfmeter, den Lasse Sobiech in der 70. Minute sicher verwandelte, führte die Hamburger beim 2:0 (0:0) gegen den MSV Duisburg auf die Siegerstraße. Noch wichtiger als die drei Punkte war für die Kiez-Kicker am Montagabend aber die Mut machende Erkenntnis, dass sie auch enge Spiele für sich entscheiden können. „Ob man solche Spiele gewinnt, macht am Jahresende aus, ob man in der oberen oder der unteren Tabellenhälfte steht. Letztes Jahr hatten wir das Pech, solche Spiele zu verlieren“, erklärte Abwehrspieler Daniel Buballa.

Nach sechs Spieltagen steht der FC St. Pauli mit kaum erhofften 13 Zählern auf dem Relegationsplatz - genauso viele Punkte hatten die Hanseaten nach der kompletten Hinrunde der vergangenen Saison auf dem Konto. Abstiegskampf bis zum letzten Spieltag war die Folge. „Gerade nach der letzten Saison ist es eine Supersache, schon 13 Punkte zu haben“, meinte Buballa. Allerdings sage die Tabelle noch nicht viel aus. „Wir wollen einfach Punkte sammeln. Das erste Ziel ist die 40-Punkte-Marke“. Das sollte den sicheren Klassenverbleib bedeuten.

Abstiegskampf dürfte auf St. Pauli aber so schnell kein Thema mehr sein. Besonders im heimischen Millerntor-Stadion sind Sobiech & Co. schwer zu bezwingen. Saisonübergreifend gab es seit neun Heimspielen keine Niederlage mehr. St. Paulis Prunkstück ist die Abwehr. Mit nur vier Gegentreffern in sechs Saisonspielen haben die Hamburger eine der vier besten Defensiv-Abteilungen der Liga. Unerwartet entstandene Lücken, wie die langwierige Verletzung von Kapitän Sören Gonther oder der Abgang von Marcel Halstenberg, wurden in der Viererkette gut aufgefangen. Zuletzt von Neuzugang Marc Hornschuh, der bei seiner Premiere gegen den MSV als Rechtsverteidiger nichts abrennen ließ.

Überhaupt haben sich die jüngsten Neuen bei ihrem Pflichtspiel-Debüt schnell ins Team eingefügt. Jeremy Dudziak sorgte im MSV-Spiel über die linke Seite für viel Gefahr. Der eingewechselte „Fafa“ Picault legte sogar das 2:0 für Sebastian Maier vor. „Die Länderspielpause hatte den neuen Jungs gut getan“, sagte Trainer Ewald Lienen. „Wir hatten zwei Freundschaftsspiele und einige Team-Veranstaltungen, wo man sich näher kennenlernte. Das war eine optimale Situation“. Am Sonntag steht das Gastspiel bei Eintracht Braunschweig an. Nach drei Siegen in Serie strotzt die Mannschaft aus Niedersachsen derzeit vor Selbstvertrauen - was allerdings auch für den FC St. Pauli gilt.

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erstellt am 15.Sep.2015 | 11:41 Uhr

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