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Fußball : Schaaf-Nachfolger Dutt kommt in Bremen gut an

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Robin Dutt tut Bremen gut. Knapp zwei Monate steht der Fußball-Lehrer beim Bundesligisten auf der Kommandobrücke und die ersten Ergebnisse des 48-Jährigen sind durchaus positiv.

Von den Resultaten des Ex-Trainers Thomas Schaaf spricht an der Weser niemand mehr. Trotz holpriger Vorbereitung, trotz der Blamage im DFB-Pokal beim 1. FC Saarbrücken. «Mir macht der Verein Spaß», schwärmte der Werder-Coach über die Arbeit bei seinem neuen Club. «Und ich hoffe, dass ich den Menschen auf Dauer auch Spaß mache.»

Die Mannschaft hat bereits jetzt großen Spaß mit ihrem neuen Übungsleiter. Gemeinsam mit Damir Buric (Co-Trainer) und Marco Langner (Torwart-Trainer) brachte Dutt neuen, frischen Wind in die Hansestadt. Nach zwei Spieltagen standen sechs Punkte auf der Habenseite. Auch wenn es nur zwei knappe und glückliche Erfolge bei Aufsteiger Eintracht Braunschweig und gegen den FC Augsburg waren. «Diese Siege fallen aber nicht vom Himmel«, sagte Dutt.

Denn der ehemalige Trainer des SC Freiburg und von Bayer Leverkusen übernahm zu Saisonbeginn eine verunsicherte Mannschaft, die letztmals Anfang Februar einen Pflichtspiel-Sieg errungen hatte. Mit vielen Einzelgesprächen, mit intensiven Trainingssitzungen erreichte Dutt die Profis. Er lässt ihnen die lange Leine, wenn sie das umsetzen, was er verlangt. Zieht das Team nicht mit, wird es ungemütlich. So strich der Trainer beispielsweise nach der 1:3-Pleite im Pokal sofort den trainingsfreien Montag.

Dutt bezog die Führungsspieler in seine Planungen mit ein, in welchem System Werder am besten spielt. Meist im 4:3:3, aber auch das 4:2:3:1 wird beherrscht. Diese Flexibilität gab es unter Schaaf nicht. In den vergangenen Jahren war die Mannschaft zu leicht auszurechnen und zerfiel meist nach einem Rückstand in alle Einzelteile. Am Ende standen viele Gegentreffer zu Buche. Als eine seiner Hauptaufgaben nach der Amtsübernahme wollte Dutt «in der Defensive besser stehen. 66 Gegentreffer sind viel zu viel».

Gesagt, getan. Sebastian Mielitz besaß nach den Begegnungen in Braunschweig und gegen Augsburg als einziger Bundesliga-Schlussmann noch eine weiße Weste. «Mit Schönspielerei gewinnt man keine Spiele. Über 1:0-Siege wird der Fußball entwickelt«, erklärte der frühere DFB-Sportdirektor, warum er bislang mehr Wert auf Abwehren statt Angreifen gelegt hat. Trainer-Kollege Jürgen Klopp lobte: «Die Bremer sind jetzt sehr gut organisiert.»

Neben der bislang stabilen Hintermannschaft sind auch Spieler aufgeblüht, die unter Schaaf in der Versenkung verschwunden waren. Am auffälligsten ist sicherlich die Entwicklung von Mehmet Ekici. Dutt gab dem türkischen Nationalspieler von Beginn an das Vertrauen, setzte ihn im defensiven Mittelfeld ein und der 23-Jährige zahlte umgehend den Vorschuss zurück. Am vergangenen Wochenende erzielte er den Siegtreffer beim 1:0 über den FC Augsburg. «Der Trainer redet ja nicht nur mit mir viel, sondern mit uns allen. Das tut uns gut, das sieht man doch«, lobte Ekici den kommunikativen Coach.

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erstellt am 23.Aug.2013 | 13:06 Uhr

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