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Ehemaliger Bundesligatrainer : Sascha Lewandowski ist tot

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Der 44-Jährige wurde leblos in seiner Wohnung gefunden. Die näheren Umstände sind bislang unklar.

shz.de von
erstellt am 09.Jun.2016 | 11:00 Uhr

Bochum | Der Bochumer Sascha Lewandowski ist tot. Der ehemalige Trainer von Bayer Leverkusen und Union Berlin wurde am Mittwochnachmittag in seiner Wohnung tot aufgefunden. Das bestätigte die Polizei gegenüber „derwesten.de“. Hinweise auf ein Fremdverschulden lägen laut Polizei jedoch nicht vor. Der zuständige Oberstaatsanwalt Andreas Bachmann sagte mit Verweis auf die laufenden Ermittlungen nichts über die Umstände des Todes. Die Staatsanwaltschaft Bochum hat eine Obduktion der Leiche beim Amtsgericht der Stadt beantragt. Sollte das Amtsgericht dem Antrag stattgegeben, würde der Tote Anfang kommender Woche obduziert werden.

Anfang März 2016 wurde er als Trainer beim FC Union Berlin beurlaubt, da bei ihm ein Burnout-Syndrom diagnostiziert worden war. Zuvor hatte der die Mannschaft am 2. September 2015 übernommen. Er hatte um die Veröffentlichung der Diagnose seiner Krankheit gebeten und erklärt: „Neben den gesundheitlichen Risiken muss ich auch akzeptieren, dass ich aktuell einfach nicht annähernd die Power habe, mit so viel Energie zu arbeiten, wie ich es als Cheftrainer gewohnt bin und wie die Mannschaft es verdient.“ Verantwortliche und Union-Spieler hatte der Coach mit seiner Burnout-Erkrankung überrascht. „Es hat uns von heute auf morgen total überrascht“, räumte Präsident Zingler damals ein: „Es war aber eine Situation, auf die man nicht im Ansatz vorbereitet sein kann.“ Zingler reagierte am Donnerstagmorgen prompt auf die Nachricht des Todes von Lewandowski: „Wir sind tief bestürzt und unglaublich traurig. Unsere aufrichtige Anteilnahme und unser tiefes Mitgefühl gilt der Familie und den Angehörigen von Sascha Lewandowski.“

Bayer Leverkusens Geschäftsführer Michael Schade reagierte mit großer Betroffenheit auf den Tod Lewandowskis. „Ich bin völlig schockiert.“ „Er hat sich bei Bayer große Verdienste erworben und Spuren hinterlassen.“ Lewandowski hatte von 2007 bis 2012 als U19-Trainer bei Bayer gearbeitet und war im April 2012 gemeinsam mit Sami Hyypiä zum Chefcoach der Profimannschaft befördert worden. Zur Saison 2013/2014 wechselte er auf eigenen Wunsch zurück in die Jugendabteilung und übernahm die Aufgabe als Nachwuchs-Cheftrainer. Nach der Entlassung von Hyypiä Anfang April 2014 sprang Lewandowski noch einmal als Interimstrainer das Bundesligateams ein und führte Bayer in den letzten fünf Saisonspielen mit vier Siegen und einem Remis auf den vierten Rang.

Bundesjustiz-Minister Heiko Maas twitterte kurz nach Bekanntwerden der Nachricht: „Erschütternd und dramatisch. Unser Mitgefühl gilt den Angehörigen und Freunden von Sascha Lewandowski.“

„Wir haben das nach dem Training erfahren. Wir sind bestürzt und sehr traurig“, sagte Nationalmannschaftsmanager Oliver Bierhoff am Donnerstag in Évian-les Bains. „Die Gedanken sind bei ihm, seiner Familie und seinen Freunden.“ Man müsse nun abwarten, was die weiteren Nachrichten bringen würden, sagte Bierhoff.

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