zur Navigation springen

FC Bayern Insider : Rückkehr von Jupp Heynckes: Nur noch Details müssen geklärt werden

vom

Die Bayern haben sich nach dem Rausschmiss von Carlo Ancelotti laut internen Kreisen gegen den Tuchel entschieden.

shz.de von
erstellt am 05.Okt.2017 | 10:27 Uhr

München | Das sensationelle Trainer-Comeback von Jupp Heynckes beim deutschen Fußball-Meister FC Bayern München hänge nur noch an der Klärung von Detailfragen, heißt es am Donnerstag aus absolut verlässlicher Quelle innerhalb des Vereins. Die von der Vereinsführung angestrebte Rückkehr des 72-Jährigen könnte demnach in den nächsten Tagen über die Bühne gehen. Grundsätzlich sei an der Geschichte etwas dran.

Die „Bild“-Zeitung hatte die Rückkehr von Heynckes in die Bundesliga am späten Mittwoch vermeldet. Auch das Fachmagazin „kicker“ berichtete, dass die Trainersuche auf Heynckes hinauslaufen könnte.

Eine offizielle Reaktion des deutschen Rekordmeisters gab es am Donnerstagvormittag zunächst nicht. In der vergangenen Woche hatte sich der FC Bayern von Carlo Ancelotti getrennt.

Damit hatte kaum jemand gerechnet: Der FC Bayern hat sich bei seiner Trainersuche nach Informationen der „Bild“-Zeitung für Altmeister Jupp Heynckes und gegen junge Kandidaten wie Thomas Tuchel entschieden. Das berichtete das Blatt am späten Mittwochabend. Der Verein war für eine Stellungnahme zunächst nicht zu erreichen. Auch der „kicker“ berichtete, dass die Trainersuche auf Heynckes hinauslaufen könnte.

Der inzwischen 72 Jahre alte Coach würde den Fußball-Rekordmeister zum vierten Mal trainieren – bei seiner bis dato letzten Amtszeit holte Heynckes 2013 das Triple aus Meisterschaft, Pokalsieg und Triumph in der Champions League. Heynckes' Nachfolger Pep Guardiola und der in der Vorwoche beurlaubte Carlo Ancelotti waren Meister geworden, hatten in der Königsklasse das Finale aber verpasst.

„Bild“ berichtete, Bayerns Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge und Präsident Uli Hoeneß wollten die Mannschaft für den Rest der bislang mäßig verlaufenden Saison keinem Trainer anvertrauen, der noch ohne Bayern-Erfahrung ist. Das trifft auf Tuchel zu, der nach der Trennung von Ancelotti eigentlich als Favorit auf den Job an der Säbener Straße galt. Bei der Entscheidung für Heynckes dürfte sich Hoeneß vereinsintern durchgesetzt haben – die beiden sind eng befreundet.

Der ehemalige Nationalspieler und Weltmeister von 1974 trainierte die Münchner bereits von 1987 bis 1991, gut einen Monat im Jahr 2009 und von 2011 bis 2013. Danach übernahm er keinen Verein mehr und lebte als Fußball-Rentner in seinem Haus am Niederrhein.

Eine Heynckes-Lösung bis Saisonende deutet darauf hin, dass die Bayern dann Julian Nagelsmann verpflichten wollen. Der Trainer der TSG 1899 Hoffenheim gilt ebenfalls als Wunschkandidat von Hoeneß. Zuletzt hatte der erst 30 Jahre alte Nagelsmann bereits in einem Interview gesagt, dass das Traineramt bei Bayern sein Traum sei. Eine Freigabe während der Saison in Hoffenheim war unwahrscheinlich.

Die Münchner hatten sich am vergangenen Donnerstag einen Tag nach dem 0:3 in der Champions League bei Paris Saint-Germain von Ancelotti getrennt und Co-Trainer Willy Sagnol interimsweise übernehmen lassen.

Medienberichten zufolge gab es unmittelbar danach bereits erste Sondierungsgespräche mit dem ehemaligen Mainzer und Dortmunder Trainer Tuchel. Dieser habe Forderungen gestellt, schrieb die „Sport Bild“ am Mittwoch. Letztlich haben sich die Bayern – und allen voran Hoeneß – dann aber wohl für Heynckes' Erfahrung entschieden.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen