Fußball : Rettig: Computerbrille für Referees möglich

Andreas Rettig will die Einführung neuer Techniken nicht grundsätzlich ausschließen.
Andreas Rettig will die Einführung neuer Techniken nicht grundsätzlich ausschließen.

Trotz der jüngsten Streitfälle in der Fußball-Bundesliga sieht DFL-Funktionär Andreas Rettig keinen unmittelbaren Handlungsbedarf für eine Einführung der Torlinientechnik.

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16. November 2013, 12:26 Uhr

Für die Zukunft kann sich der Geschäftsführer der Deutschen Fußball Liga aber sogar revolutionäre Einschnitte wie eine Computerbrille für Schiedsrichter vorstellen.

«Wenn der Schiedsrichter in seiner Brille das sieht, was jeder Fernsehzuschauer auf der Couch sieht, dann ist ein wichtiges Argument gegen den Videobeweis, nämlich dass der Schiedsrichter auf dem Platz nicht mehr Herr des Verfahrens ist, erledigt», sagte Rettig in einem Interview der «Süddeutschen Zeitung». Der Liga-Funktionär räumte aber ein, dass ein Zeitpunkt solcher Neuerungen nicht absehbar sei: «Uns ist natürlich klar, dass so etwas ein langer Verfahrensweg ist», betonte Rettig.

Bislang hatte die DFL technischen Neuerungen abwartend gegenüber gestanden. Die in England und bei der WM angewendete Torlinientechnik soll in der Bundesliga weiterhin frühestens 2015 eingeführt werden, sofern die Vereine es wollen und alle technischen Zweifel beseitigt sind.

«Wir stemmen uns nicht dagegen», sagte Rettig. «Klar ist aber auch, dass wir diese grundlegende Entscheidung sorgsam angehen müssen.» Als mögliche Hinderungsgründe nannte Rettig unter anderem eventuell notwendige Notstromaggregate, die Form der Torpfosten oder das Problem der Laufbahnen in einigen Bundesligastadien.

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