Platzhalter für Nagelsmann : RB Leipzig startet ohne Trainer in die Saisonvorbereitung

Marcel Sabitzer hofft auf eine schnelle Lösung in der Trainerfrage. /dpa-Zentralbild
Marcel Sabitzer hofft auf eine schnelle Lösung in der Trainerfrage. /dpa-Zentralbild

Wer coacht die Sachsen im Übergangsjahr, bevor 2019 Julian Nagelsmann übernimmt? Diese eine Frage ist bei RB Leipzig immer noch nicht beantwortet. Auch bei den Leistungstests zum Saisoneinstand präsentiert der Club noch keinen Coach.

shz.de von
05. Juli 2018, 17:16 Uhr

Ohne neuen Trainer ist Fußball-Bundesligist RB Leipzig in die Saisonvorbereitung gestartet. Bei den obligatorischen Leistungstests auf dem Laufbahn am Donnerstag gab es noch immer keinen Chefcoach.

Spätestens am Montag soll der Nachfolger von Ralph Hasenhüttl präsentiert werden. Da der noch bei Hoffenheim unter Vertrag stehende Julian Nagelsmann erst ab Sommer 2019 die Leipziger übernimmt, muss ein Platzhalter her. Auch am Donnerstag gab es von RB-Seite dazu noch keine weiteren Informationen. Möglich, dass Sportdirektor Ralf Rangnick in Doppelfunktion die Sachsen für ein Jahr führt.

Dafür waren beim Laktattest neue Spieler dabei: Nordi Mukiele und Marcelo Saracchi. Neuzugang Matheus Cunha, der noch mit der brasilianischen U20-Auswahl unterwegs ist, und Stammtorhüter Peter Gulacsi sind ab Montag bei der ersten Trainingseinheit auf Rasen dann auch mit von der Partie.

Die WM-Teilnehmer Timo Werner, Yussuf Poulsen und Yvon Mvogo haben noch Urlaub und stoßen spätestens Ende Juli beim Trainingslager in Österreich zum Team. Wann genau Mittelfeldspieler Emil Forsberg zurückkommt, der bei der WM mit Schwedens Nationalmannschaft am Samstag im Viertelfinale gegen England gefordert ist, ist noch offen.

Derweil wurden die Leipziger offenbar bei der Suche nach einem Trainer-Assistenten fündig. Lars Kornetka verlässt nach vier Jahren Bayer Leverkusen, wie der Liga-Kontrahent am Donnerstag mitteilte. Kurz zuvor hatte die Werks-Elf die Verpflichtung von Marcel Daum, Sohn des früheren Trainers Christoph Daum, als neuen Chef-Videoanalysten bekannt gegeben.

Der Videoanalyse-Spezialist Kornetka gilt als Wunschkandidat von Rangnick. Denn nach dem Aus von Hasenhüttl im Mai hatte auch dessen Co-Trainer Zsolt Löw um die Freigabe gebeten. Insgesamt baut RB seinen Trainerstab auf mehreren Positionen um.

Rangnick und Kornetka verbindet eine langjährige Freundschaft. 2011 nahm Rangnick ihn als Videoanalyst mit zur TSG 1899 Hoffenheim. Später arbeitete Kornetka in gleicher Funktion unter Pep Guardiola beim FC Bayern München. Seit 2014 war er einer von drei Co-Trainern in Leverkusen.

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