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Fußball : Preetz bleibt starker Hertha-Mann bis 2017

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Zwei Tage vor der Bewährungsprobe beim deutschen Fußball-Rekordmeister FC Bayern München hat Hertha BSC den Vertrag von Michael Preetz als Geschäftsführer Sport vorzeitig bis 2017 verlängert und damit dessen Position zementiert.

shz.de von
erstellt am 24.Okt.2013 | 12:31 Uhr

«Ich freue mich sehr über das Vertrauen des Vereins», sagte Preetz am Donnerstag. «Wir haben einen guten Weg eingeschlagen - den wollen wir weitergehen», erklärte der 46-Jährige weiter.

Auch Trainer Jos Luhukay begrüßte die Vertragsverlängerung. Preetz habe einen großen Anteil daran, dass sich der Berliner Bundesligist nach turbulenten Jahren wieder stabilisiert habe, sagte der Niederländer. Den Erfolgscoach hatte Preetz in diesem Jahr bis 2016 an Hertha gebunden und darüber hinaus auch die Verträge mit vielversprechenden Eigengewächsen wie John Anthony Brooks oder Nico Schulz verlängert.

Rückenwind bekamen Preetz, Luhukay und das gesamte Hertha-Team von Bayern-Chef Karl-Heinz Rummenigge. «Die Hertha ist bis dato die positive Überraschung der Bundesligasaison, eine Mannschaft, die sehr gut aufgetreten ist. Ich glaube, das liegt vor allem an dem Trainer, den sie haben, der einen sehr guten Job macht, der sehr gut zur Mannschaft passt», erklärte er am Mittwochabend. «Er hat einen klaren Plan und offensichtlich auch eine hohe Qualität. Man kann dem Club nur einen Glückwunsch aussprechen zu diesem Mann», sagte Rummenigge und prophezeite, dass das Spiel am Samstag gegen Hertha sicherlich um «einiges schwerer» werde als in der Champions League gegen Pilsen.

Vor zwei Jahren sah die Situation für Preetz und die Hertha noch ganz anders aus. Den Managerposten 2009 hatte Preetz von Dieter Hoeneß übernommen, stieg mit dem Hauptstadtclub jedoch zweimal in die 2. Liga ab und musste sich gegen heftige Kritik wehren. Der jeweils direkte Wiederaufstieg in die Bundesliga und sein besonderes Verhältnis zu Hertha-Präsident Werner Gegenbauer stärkten sein Standing wieder. Sein ursprünglicher Kontrakt lief noch bis 2014.

Aus den Krisen habe auch er selbst Lehren gezogen, hatte Preetz vor dem Neuanlauf in der Beletage des deutschen Fußballs erklärt: «Ich denke, dass wir wesentliche Voraussetzungen erfüllt haben, damit uns das nicht widerfährt, was uns im letzten Abstiegsjahr passiert ist.» Bisher überraschte Aufsteiger Hertha. Zum Bundesliga-Spiel beim FC Bayern reisen die Berliner als Tabellen-Vierte.

Preetz setzte beim neuen Start nach dem Desaster in der Spielzeit 2011/12 mit den gescheiterten Trainern Markus Babbel, Michael Skibbe und Otto Rehhagel ganz auf die Karte Luhukay - und traf damit offenbar die richtige strategische Entscheidung. «Wir haben ein langfristiges Commitment unseres Trainerteams. Das ist sehr wichtig in Berlin vor dem Hintergrund eines schnell unruhig werdenden Umfeldes», hatte Preetz erklärt. Mittel- und langfristig wolle er Hertha BSC wieder in der Bundesliga etablieren.

Die Entscheidung für die Vertragsverlängerung mit dem 46 Jahren alten Manager fiel im achtköpfigen Hertha-Präsidium einstimmig. «Das ist im Einvernehmen über die Bühne gegangen», betonte Preetz, «es gab keinerlei Differenzen.» Vor allem Präsident Gegenbauer hatte auch in den Krisensituationen nach den beiden Abstiegen 2010 und 2012 an Preetz festgehalten und sogar sein eigenes Engagement für den Verein mit der Person des einstigen Stürmers verknüpft. Mit 93 Treffern ist Preetz noch immer Rekordtorjäger von Hertha BSC.

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