Fußball-Bundesliga : Nürnberg-Coach Köllner: Stimmungsboykott «schadet»

Michael Köllner kritisiert den Stimmungsboykott.
Michael Köllner kritisiert den Stimmungsboykott.

Der Nürnberger Trainer Michael Köllner hat den für den 13. Spieltag angekündigten Fanboykott in der Fußball-Bundesliga kritisiert.

shz.de von
22. November 2018, 14:57 Uhr

Die Anhänger werden dann gegen Partien unter der Woche protestieren und in der ersten Halbzeit keine Gesänge organisieren. An der Aktion will die Fanszene festhalten, obwohl Montagsspiele in der Bundesliga künftig wieder abgeschafft werden sollen. «Ich habe Verständnis, dass Fans ihren Unmut über die Kommerzialisierung des Fußballs und gewisse Regularien zeigen. Allerdings schaden sie mit solchen Aktionen der Mannschaft», sagte Köllner am Donnerstag.

Der Coach des Aufsteigers meinte generell: «Für mich als Trainer und die Mannschaft ist es immer störend, wenn Themen, die nichts mit dem Spiel zu tun haben, im Stadion ausgetragen werden. Damit ist uns nicht geholfen, das schadet der Mannschaft.» Die Nürnberger sind am 3. Dezember der erste Gastgeber eines Montagsspiels in dieser Bundesliga-Saison, wenn sie Bayer Leverkusen in Franken erwarten.

«Ich weiß, dass das ein schwieriges Thema ist und hoffe, dass es jetzt vom Tisch ist», sagte Köllner zu der Entscheidung der Vereine, Montagsspielen im nächsten TV-Vertrag ab 2021 nicht mehr zuzustimmen.

Auch der Augsburger Trainer Manuel Baum äußerte Verständnis für die Fans. Er erinnerte zugleich aber auch daran, dass es für Clubs im Europapokal durchaus sinnvoll sein kann, nach dem Donnerstag einen Tag mehr Zeit zur Regeneration und Vorbereitung zu haben.

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