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Fußball-Bundesliga : Neues vom HSV: Kommt Darmstadts Torwart Mathenia für Drobny?

vom
Aus der Onlineredaktion

Die Hamburger suchen wohl einen Nachfolger für Ersatztorhüter Drobny. Er selbst würde bleiben, gegen Wolfsburg steht er im Tor.

shz.de von
erstellt am 06.Mai.2016 | 15:17 Uhr

Hamburg | Vor dem Heimspiel gegen den VfL Wolfsburg brodelt die Gerüchteküche beim Fußball-Bundesligisten HSV - ein Name wird heiß gehandelt: Christian Mathenia, Torwart von Darmstadt 98. Er könnte Schlussmann Jaroslav Drobny beim HSV beerben, vorerst hütet der gegen den VfL aber nochmal den Hamburger Kasten.

 

Von Blumensträußen und netten Abschiedsworten für verdiente Profis wie Ivica Olic will HSV-Trainer Bruno Labbadia vor Anpfiff des letzten Heimspiels nichts wissen. Um gegen den VfL Wolfsburg zu bestehen, brauche der Hamburger SV am Samstag (15.30 Uhr) eine Top-Leistung: „Das haben die Ergebnisse der letzten Jahre gezeigt“. Seit acht Partien sind die Hanseaten ohne einen Heimerfolg gegen die Niedersachsen, der letzte Dreier gelang im April 2007.

Aktuell ist das Team von Dieter Hecking verwundbar: Sie verloren die vergangenen drei Spiele, der Champions-League-Kader bricht auseinander. „Der VfL Wolfsburg hat eine Qualitätsmannschaft, auch wenn die Ergebnisse zuletzt nicht gestimmt haben. Die werden mit viel Power kommen“, betont Labbadia und verweist auf die erst 38 Zähler des HSV, die im Abstiegskampf möglicherweise nicht reichen könnten: „Wir brauchen noch Punkte.“ Rückhalt in der wichtigen Heimpartie wird wieder Jaroslav Drobny sein. Stammkeeper René Adler muss seine Hüftverletzung auskurieren.

 
 

Ob Drobny über das Saisonende an der Elbe bleibt, ist äußerst fraglich. Der HSV kann eine Option auf Verlängerung ziehen, hat das aber bisher nicht genutzt. „Die Verantwortlichen wissen, dass ich bleiben möchte. Meine Priorität ist klar der HSV, aber in einem Profileben kann es schnell gehen. Ich muss auch an meine Familie denken und irgendwann planen“, sagte Drobny der „Sport Bild“.

Angeblich soll für den 36 Jahre alten Tschechen der zwölf Jahre jüngere Christian Mathenia von Darmstadt 98 kommen. Der Schlussmann, der eine Ausstiegsklausel hat, verpasste keine Partie in der 1. Liga und könnte sich nächste Spielzeit mit Adler ein Duell um die Nummer 1 im Tor liefern.

Zu Ivica Olic und der Möglichkeit eines Einsatzes des längst aussortierten Stürmers im letzten Heimspiel sagt Labbadia: „Ivi ist im Kader. Er hat eine große HSV-Historie. Wir werden im Spiel schauen, wie es läuft und was wir tun können.“ Der kleine Kroate lief 142 Mal für die Hamburger auf, für den VfL 94 Mal. Olic und der niemals richtig in Hamburg geschätzte Artjoms Rudnevs sollen nach Schlusspfiff verabschiedet werden.

Dass auch die Spieler den Ernst der Lage erkannt haben, unterstreicht Gojko Kacar: „Wir brauchen offenbar den Druck. Wenn wir in einer ruhigen Situation sind, spielen wir oft nicht gut. Wenn wir müssen, sind wir stärker. Das ist schwer zu erklären“, sagte der Serbe im Interview dem „Hamburger Abendblatt“ (Freitag). Den sechsten Saison-Heimerfolg muss der Tabellen-Elfte wahrscheinlich ohne den zuletzt so formstarken Nicolai Müller (Muskelfaserriss) anstreben.

Ganz sicher, wie es neben Drobny mit Ivo Ilicevic und Kacar weitergehen soll, ist man am Volkspark noch nicht. Beide erhielten nach der Rettung im Vorjahr Einjahresverträge. Der Trend beim HSV geht aber zur deutlichen Verjüngung des Kaders.

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