Ex-HSV-Trainer : Marwijk-Abfindung kommt billiger

Die Nichtabstiegsprämie muss möglicherweise nicht bezahlt werden. Für die kommende Saison müssen wohl einige teure Spieler gehen.

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19. März 2014, 12:39 Uhr

Hamburg | Der Hamburger SV muss seinem beurlaubten Fußball-Trainer Bert van Marwijk möglicherweise eine geringere Abfindung zahlen als zunächst angenommen. Der Bundesligist geht davon aus, dass der Niederländer keinen Anspruch auf die Nichtabstiegsprämie von einer Million Euro hat. Somit könnte die Summe unter zwei Millionen Euro liegen, muss aber noch verhandelt werden. Das wurde aus HSV-Kreisen bekannt. Van Marwijk war nach nur viereinhalb Monaten von Mirko Slomka abgelöst worden.

In den eingereichten Lizenz-Unterlagen wird für die Erstliga-Saison 2014/15 nach Informationen des Radiosenders NDR „90,3“ mit Platz elf und dem Erreichen der 2. Runde des DFB-Pokals geplant. Der Etat und die Personalkosten würden reduziert - vermutlich müsste sich der HSV von einigen teuren Spielern trennen.

Die Lizenz-Unterlagen für die 2. Liga müssen bis zum 1. April in Frankfurt vorliegen.

Der HSV plant im Fall des Abstiegs mit etwa 40 Prozent weniger Umsatz. Was den Vertrag mit Slomka angeht, besitzt der HSV im Abstiegsfall eine Option auszusteigen. Immerhin würden dem Verein die großen drei Sponsoren (Trikotsponsor Emirates, Ausrüster Adidas, Stadionsponsor Imtech) erhalten bleiben - wenn auch in geringerem Umfang.

Vorstand und Aufsichtsrat trieben am Dienstagabend die Planungen für die wichtige Mitgliederversammlung am 25. Mai voran. Dort soll über die Ausgliederung in eine Fußball-AG nach dem Reformmodell „HSV-Plus“ entschieden werden. Sollte das Projekt die nötige Dreiviertel-Mehrheit erhalten, wird noch am selben Tag der neue Aufsichtsrat der AG gewählt. Die Ex-Profis Holger Hieronymus und Thomas von Heesen, die die Kampagne tatkräftig unterstützt haben, sollen dafür zur Verfügung stehen. Offen ist noch, was anschließend mit dem aktuellen Vorstand passieren würde. Bis alle Pläne umgesetzt sind, wird von einer Übergangszeit von einem halben Jahr ausgegangen.

Auch für den Fall, dass „HSV-Plus“ scheitert, sind Wahlen vorgesehen.

Dann müsste der alte Aufsichtsrat, der nach der Wirrungen um Felix Magath durch einige Rücktritte von elf auf sechs Personen geschrumpft ist, wieder aufgefüllt werden. Der Ratsvorsitzende Jens Meier kündigte bereits an, vor der Versammlung zurückzutreten.

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