Bundesliga : Löw gab Werner Tipps vor Vertragsverlängerung in Leipzig

Bundestrainer Joachim Löw gab Timo Werner Tipps.
Bundestrainer Joachim Löw gab Timo Werner Tipps.

Ein Rat von Joachim Löw half Timo Werner. Der Nationalspieler hofft, sich unter Leipzigs neuem Trainer Julian Nagelsmann weiter zu entwickeln. Weltklasse findet er sich noch nicht. Der Vergleich mit Gerd Müller sei total überzogen.

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11. September 2019, 12:46 Uhr

Leipzig (dpa) - Timo Werner hat bei seiner Entscheidung für eine Vertragsverlängerung bei RB Leipzig auch auf den Rat von Bundestrainer Joachim Löw gehört.

Egal, wie er sich entscheiden werde, es sei kein Rückschritt, in Leipzig zu verlängern, habe Löw ihm gesagt, berichtete Werner in einem Interview der «Sport Bild». Löw halte den neuen RB-Coach Julian Nagelsmann «für einen Trainer mit Potenzial, der mich weiterbringen kann», erklärte Werner.

Der 23 Jahre alte Angreifer hatte erst nach sehr, sehr langem Zögern einen neuen Vertrag beim aktuellen Tabellenführer der Fußball-Bundesliga unterschrieben, der bis zum 30. Juni 2023 gültig ist. «Der Bundestrainer sieht das alles mit etwas Abstand, deswegen kann ich mit ihm sehr gut über solche Themen sprechen, ihn alles fragen», erklärte Werner. Lange war über einen Wechsel des ehemaligen Stuttgarters zum FC Bayern spekuliert worden, dem kommenden Gegner der Leipziger.

Sein Leistungspotenzial schätzt Werner selbstkritisch ein - ungeachtet des ersten Bundesliga-Hattricks zuletzt beim 3:1-Sieg bei Borussia Mönchengladbach. «Ich bin noch nicht Weltklasse, nein», sagte Werner. Vor dem Aufeinandertreffen an diesem Samstag (18.30 Uhr/Sky) mit dem Rekordmeister äußerte sich Werner auch zu Bayerns Topstürmer Robert Lewandowski und dem Thema Weltklasse. «Selbst bei Spielern wie Lewandowski wird das ja teilweise öffentlich noch diskutiert - für mich ist er das definitiv. Und ich arbeite daran, irgendwann auch auf dieses Level zu kommen», sagte Werner.

Vergleiche mit Ex-Nationalspieler Gerd Müller findet er auch überzogen: «Ich würde mich niemals von mir aus auf einer Stufe mit ihm sehen, obwohl ich vielleicht manchmal ähnliche Bewegungen wie er in meinem Spiel habe.» Er könne sich da lieber «noch etwas abgucken».

Seine Rückschlüsse hat Werner aus dem Hickhack um seine Zukunft auch gezogen. Im Dezember 2018 hatte Werner nach dem Spiel beim FC Bayern gesagt, in der Bundesliga gebe es nur einen Verein, der für ihn infrage käme. Die Vermutung, dass damit der FC Bayern gemeint war, lag nahe. Öffentlichkeit und Medien spekulierten entsprechend. Werner äußerte sich danach monatelang nicht mehr.

«Wir möchten immer ehrliche, authentische Spieler, aber im Endeffekt lehrt mich der Vorgang, eher zu schweigen», sagte Werner nun und betonte: «Im Sommer saß ich keineswegs vor dem Handy und habe auf Anrufe gewartet, sondern wollte Fußball spielen und mit meiner Leistung überzeugen. Jetzt habe ich vorerst meine Entscheidung getroffen, sie fühlt sich gut und richtig an.»

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