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Finanzprobleme : Klaus-Michael Kühne rettet den HSV - mal wieder

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Finanzielle Schwierigkeiten sind beim Hamburger Sportverein nichts Neues. Im Herbst 2015 sah es schlecht aus für den Verein. Kühne half mit fünf Millionen Euro.

Hamburg | Miliardär Klaus-Michael Kühne als Retter in höchster Not: Im Herbst 2015 stand der Hamburger Sportverein vor großen Finanziellen Problemen - der Verein konnte seinen kurzfristigen Verpflichtungen nicht nachkommen. Dies berichtet der NDR. Kühne sprang mit fünf Millionen Euro aus einem 9,25 Millionen schweren Darlehen ein, sodass der Verein im November 2015 seine Verpflichtungen begleichen konnte.

In diesen Tagen müssen alle Bundesligisten ihre Lizenzierungs-Unterlagen für die kommende Saison bei der Deutschen Fußball Liga einreichen. Die DFL dürfte die Zahlen beim HSV ganz besonders genau prüfen. Dabei steht die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit besonders im Fokus. Ist die Liquidität eines Profi-Vereins durch Überschuldung nicht mehr gewährleistet, kann dem Wettbewerbsteilnehmer die Lizenz zum Spielbetrieb entzogen werden.

Wie konnte der Hamburger SV in die finanzielle Bredoullie kommen? Der HSV hatte aus der Vermarktung des Stadionnamens mehr Geld einkalkuliert. Außerdem musste eine millionenschwere Steuernachzahlung beglichen werden. Der Verein war bei der Ausgabe der kostenlosen Ehrenkarten unachtsam. Sie gelten laut Einkommenssteuerrecht als „geldwerter Vorteil“ und müssen vom Empfänger oder dem Verein versteuert werden. Dies hatte der HSV versäumt - und musste nachzahlen.

In einem Schreiben hatte der Verein die Ehrenkarten-Besitzer gebeten, das Ticket selbst zu versteuern. Diese Bitte stieß auf Unverständnis und Wut.  Ex-Sportchef Holger Hieronymus schickte seine Karte zurück.

Nach dem Rekordminus von 16,9 Millionen Euro für 2014/15 will Vorstandschef Dietmar Beiersdorfer beim Hamburger SV von der kommenden Spielzeit an keine roten Zahlen mehr schreiben. „Ab der Saison 2016/17 sollten wir wieder ein ausgeglichenes Ergebnis präsentieren können“, sagte Beiersdorfer dem Magazin „Sport Bild“ im Januar.

„Unser Ziel ist es, das Verhältnis von Gehältern zu Erfolgen in Einklang zu bringen. In dieser Saison haben wir da einen großen Schritt gemacht“, ergänzte der 52-Jährige. Obwohl die Gehälter im Sommer von 50 auf rund 45 Millionen Euro gesenkt wurden, wird auch für das laufende Spieljahr ein einstelliges Millionen-Minus erwartet.

Damit würde der HSV zum sechsten Mal nacheinander einen Fehlbetrag präsentieren. 2010/11 lag das Defizit bei 4,9 Millionen Euro, 2011/12 bei 6,6 Millionen, 2012/13 bei 9,8 Millionen und 2013/14 bei 6,6 Millionen Euro.

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erstellt am 08.Mär.2016 | 11:17 Uhr

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