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HSV und KSC planen Treffen im Feilschen um Kreuzer

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erstellt am 28.Mai.2013 | 09:55 Uhr

Hamburg (dpa) - Mit einem Treffen am Rande des Pokalfinals wollen der Hamburger SV und der Karlsruher SC die Hängepartie im Feilschen um die angestrebte Verpflichtung von Oliver Kreuzer durch die Hanseaten beenden.

Wie der HSV bestätigte, sollen sich der Aufsichtsratsvorsitzende Manfred Ertel und Vorstandschef Carl-Edgar Jarchow aufseiten der Hamburger sowie KSC-Boss Ingo Wellenreuther und Kreuzer am Samstag in Berlin zusammensetzen.

Zuvor hatte die «Sport Bild» von einem weiteren bevorstehenden Treffen der beiden Parteien berichtet. «Herr Jarchow befürwortet Verhandlungen am Verhandlungstisch», zitierte das Blatt Wellenreuther.

Sowohl finanziell als auch zeitlich sind die Norddeutschen und der Fußball-Zweitligist bislang noch weit auseinander. In einer vierstündigen Sitzung besprach der Aufsichtsrat am Montagabend, wie weit der HSV den Badenern entgegenkommen kann. Die Hanseaten boten dem KSC 100 000 Euro plus ein Freundschaftsspiel an. Zudem soll Kreuzer, der noch ein Jahr Vertrag hat, sofort anfangen und nicht erst zum 1. Juli.

«Das ist keine Grundlage, wir haben das Angebot postwendend zurückgewiesen. Die müssen endlich erkennen, dass es nicht um den Pförtner geht, sondern um den Sportchef. 100 000 Euro sind ein Witz», sagte Wellenreuther der «Bild»-Zeitung (Dienstag). «Wir erwarten einen angemessenen Betrag, der mindestens im siebenstelligen Bereich liegen muss.»

Am Dienstag meldete sich nun Jarchow beim KSC-Chef und bat um ein klärendes Gespräch. «Eine Bestätigung durch den Aufsichtsrat des HSV habe ich dafür aber noch nicht», sagte Wellenreuther. Ohnehin ist Jarchow als Vorstandsmitglied nicht direkt für die Ernennung des Sportdirektors zuständig, dies steht dem elfköpfigen Aufsichtsrat zu.

Nicht nur wegen der anstehenden Transfers steht der HSV unter Druck, auch die Mitgliederversammlung am Sonntag drängt zum Handeln. Der Aufsichtsratsvorsitzende Manfred Ertel würde gern ein Ergebnis präsentieren. Das Minus des HSV im wirtschaftlichen Bereich, das ein Thema werden wird, wird durch die Trennung und Abfindung von Frank Arnesen noch größer. Vieles, was berichtet werde, entspreche nicht der Realität, sagte Ertel: «Wir werden das in Ruhe klären». Vor dem Wochenende ist aber nicht mit einer Einigung über Kreuzer zu rechnen.

Unterdessen reagieren die Profis mit Befremden auf die erneute Suche eines sportlichen Leiters. «Die wichtige Phase ist ein halbes Jahr vor der Transferperiode. Jetzt sind alle Vereine aktiv. Man muss das schon wesentlich früher machen. Das haben wir nun verpennt», sagte Nationalspieler Dennis Aogo dem NDR in den USA. Marcell Jansen ergänzte: «Das kann mich nicht mehr frustrieren. Ich bin das schon gewohnt.» René Adler hofft auf eine schnelle Lösung: «Das ist natürlich blöd für die Spieler. Gerade der Transfer oder Verbleib von Son steht jetzt an. Das ist für alle nicht optimal.»

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