zur Navigation springen

Fußball : Hoffenheim noch belastet von Phantomtor

vom

Nach dem Skandalspiel gegen Leverkusen mit Stefan Kießlings Phantomtor kämpft 1899 Hoffenheim um die Rückkehr in den Alltag.

«Wir müssen versuchen, zur Tagesordnung überzugehen. Nach der Summe der Ereignisse ist dies zugegeben nicht ganz einfach», sagte Trainer Markus Gisdol vor der Bundesliga-Partie der Kraichgauer bei Hannover 96 und räumte am Donnerstag ein: «Auch die Mannschaft tut sich schwer, das abzuhaken.»

Voraussichtlich am kommenden Montag wird der Einspruch Hoffenheims gegen die 1:2-Niederlage vor dem Sportgericht des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) in Frankfurt verhandelt. Bis zum vergangenen Dienstag hatte Gisdol das Spiel in vielen Gesprächen mit seinen Profis aufgearbeitet, Kießlings Phantomtor aber aus der Videoanalyse herausgeschnitten. «Diese Szene kennt inzwischen jeder zur Genüge. Wir haben versucht, uns darauf zu konzentrieren, welch gute Leistung wir gegen Leverkusen eigentlich gebracht haben», erklärte der Chefcoach.

Ganz abhaken aber wird die TSG den Vorfall auch an diesem Wochenende nicht können. Die Verantwortlichen hoffen nach wie vor auf ein Wiederholungsspiel gegen Leverkusen. Als Zeugen geladen sind Bayer-Torschütze Kießling, die beiden Greenkeeper der TSG, die das Tornetz aufgehängt hatten, und das vierköpfige Schiedsrichter-Gespann um Felix Brych. Bayer hatte bereits angekündigt, keinen Anwalt in die DFB-Zentrale zu schicken, «weil wir das nicht wollen, nicht brauchen». Dies sagte Sportdirektor Rudi Völler nach dem 4:0-Sieg in der Champions League am Mittwochabend gegen Schachtjor Donezk.

Gisdol will «jedes Ergebnis akzeptieren», kündigte er an. Dies hat auch Völler gesagt. «Ich glaube, wir haben eine große Chance, ein ganz dickes Ausrufezeichen hinsichtlich Fairplay zu setzen. Wir, damit meine ich die Bundesliga und Deutschland», sagte der Hoffenheimer Trainer. Kießling hatte eigentlich am Außenpfosten vorbeigeköpft, der Ball ging aber durch ein Loch im Netz ins Tor. Vor der Begegnung in Hannover belasten den Tabellenelften zudem personelle Sorgen. Der in dieser Saison herausragende deutsche U 21-Kapitän Kevin Volland fällt mit einer Adduktorenverletzung aus. Volland hatte sich die Verletzung am Dienstag im Training zugezogen. In Fabian Johnson (Sprunggelenksblessur) und Jeremy Toljan (Oberschenkelverhärtung) fehlen zudem gleich zwei linke Außenverteidiger.

zur Startseite

von
erstellt am 24.Okt.2013 | 14:48 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen