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Fußball : Hoffenheim gegen Angstgegner: Bayer als Spitzenreiter?

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Bayer Leverkusen kann mit einem Sieg bei 1899 Hoffenheim zumindest für eine Nacht Spitzenreiter der Fußball-Bundesliga werden - doch Trainer Sami Hyypiä interessiert das überhaupt nicht.

shz.de von
erstellt am 17.Okt.2013 | 15:35 Uhr

«Es ist für mich völlig egal, auf welcher Position wir in der Tabelle stehen. Im Oktober bekommt man keinen Preis für den ersten Platz. Das Wichtigste ist, dass wir die drei Punkte bekommen», sagte der Finne vor der Partie an diesem Freitag in der Sinsheimer Rhein-Neckar-Arena. Mit einem Sieg kann die Werkself an Bayern München und Borussia Dortmund vorbeiziehen.

Für den Champions-League-Teilnehmer, der am Mittwoch zuhause gegen Schachtjor Donezk antritt, waren die Hoffenheimer bisher immer so etwas wie ein gefundenes Fressen. In zehn ausgetragenen Begegnungen gab es für die TSG nur einen Punktgewinn und bereits neun Niederlagen, zuletzt ein 0:5 unter Markus Gisdol. «Leverkusen ist kein Angstgegner. Wir sind hier in einer neuen Konstellation», erklärte der Chefcoach jedoch und meinte: «Ich freue mich auf das Spiel, die Mannschaft freut sich auf das Spiel, weil wir uns mit einem Topgegner messen können. Mal sehen, was die uns aufzeigen.»

Der Respekt ist dennoch groß. Gisdol lobte den Tabellendritten ausgiebig: «Bayer hat sich auf hohem Niveau stabilisiert und überzeugt mit tollen Leistungen. Sie verfügen gerade im Sturm mit Sam, Son und Kießling über große Qualität.»

Kießling hatte sich beim 1:1 gegen die Bayern eine Fleischwunde am Knie zugezogen, ist aber ebenso wieder einsatzfähig wie Torhüter Bernd Leno (muskuläre Probleme). Hingegen fehlt Nationalspieler Lars Bender wegen eines Muskelfaserrisses im Oberschenkel. «Es wird ein schwieriger Kampf. Hoffenheim ist eine gefährliche Mannschaft. Sie spielen mit hohem Druck und stören ganz früh», warnte Hyypiä.

Die «torbulenten» Hoffenheimer - die TSG hat jeweils 20 Tore geschossen und bekommen - sind nach der zweiwöchigen Länderspielpause für die Liga in den nächsten Wochen richtig gefordert: Nach dem Leverkusen-Spiel geht es nach Hannover und dann gegen den FC Bayern. «Das sind Bonusspiele, da zählt jeder einzelne Punkt», sagte Gisdol. Ein Wiedersehen gibt es mit dem in Hoffenheim ausgemusterten Eren Derdiyok, der als Leihgabe bei seinem ehemaligen Club wieder unterkam - aber nur ein Kandidat für die Bank ist. Der Schweizer Nationalstürmer muss sich deutliche Worte von Hyypiä anhören. «Eren hat Qualität, die er nicht immer auf dem Platz bringen kann», sagte der Bayer-Coach dem Fachblatt «Kicker». «Eren hat ein paar Chancen gehabt. Da muss man sich zeigen. Sonst bekommt man vielleicht weniger Chancen.» In Hoffenheim hatte Derdiyok nur sehr selten überzeugt und in 19 Erstliga-Spielen nur ein einziges Tor erzielt.

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