Schiedsrichter-Boss : Fröhlich kritisiert Entscheidung beim Supercup

Stand beim Supercup in Frankfurt oft vor kniffeligen Entscheidungen: Schiedsrichter Marco Fritz (2.v.l).
Stand beim Supercup in Frankfurt oft vor kniffeligen Entscheidungen: Schiedsrichter Marco Fritz (2.v.l).

Schiedsrichter-Boss Lutz Michael Fröhlich hat dem Unparteiischen-Team um Marco Fritz eine Fehlentscheidung im Supercup attestiert.

shz.de von
13. August 2018, 21:14 Uhr

Beim 5:0 des FC Bayern München gegen Eintracht Frankfurt hatte Bayern-Verteidiger Mats Hummels Mijat Gacinovic als letzter Mann von den Beinen geholt, dafür von Fritz aber nur die Gelbe Karte gesehen.

«Die korrekte Entscheidung wäre, dass Mats Hummels mit Rot des Feldes verwiesen wird. Wenn der Schiedsrichter hier nur Gelb zeigt, dann ist der Video-Assistent normalerweise bei diesem klaren Sachverhalt gefordert, dem Schiedsrichter mitzuteilen, dass das Bildmaterial für einen Feldverweis spricht», sagte Fröhlich in einem kurzen auf der Homepage des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) veröffentlichten Interview. Der 60-Jährige ist sportlicher Leiter der Elite-Schiedsrichter des DFB.

Hummels selbst sagte nach dem Sieg, er hätte sich über Rot «für eine Notbremse nicht beschweren können». Video-Assistent Bastian Dankert griff in dieser Szene beim Spielstand von 2:0 ebenso wenig ein wie nach 70 Minuten bei einem rot-würdigen Ellbogencheck von Frankfurts David Abraham gegen Robert Lewandowski. Dazu sagte Fröhlich: «Da die Ausholbewegung nicht so extensiv ausgeführt wird, zeigt der Schiedsrichter Abraham die Gelbe Karte. Der Video-Assistent greift hier nicht ein, wenn der Schiedsrichter die Situation für sich auf der Basis einer schlüssigen Wahrnehmung so bewertet hat.»

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