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Fußball : Dortmund schießt sich warm für die Champions League

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Sechs Tore, drei Lattentreffer und jede Menge Leidenschaft - Borussia Dortmund startet voller Zuversicht in das nächste Champions-League-Abenteuer.

Vier Tage vor dem Duell in Neapel stimmte sich der Bundesliga-Tabellenführer bei der 6:2 (2:1)-Gala über den Hamburger SV auf die knifflige Aufgabe gegen den italienischen Spitzenclub ein.

Mit einem Dauerlächeln kommentierte Trainer Jürgen Klopp die neue Bestmarke der Borussia, die nie zuvor mit fünf Siegen in eine Saison gestartet war: «Wahnsinn, was unsere Jungs da vorn gemacht haben, im Umschaltspiel - da wird einem ja angst und bange.»

Anfängliche Zweifel, dass der Champions-League-Finalist nach dem Weggang von Mario Götze und dem Wechseltheater um Robert Lewandowski ins Wanken geraten könnte, sind ausgeräumt. Es scheint, als habe der BVB durch die rund 38 Millionen Euro teuren Zukäufe von Pierre-Emerick Aubameyang (19./65.) und Henrich Mchitarjan (22.) sogar an Schlagkraft gewonnen.

Immerhin acht der 15 bisherigen Saisontreffer gehen auf das Konto der beiden Neuzugänge. «Ich bin sprachlos, begeistert. Es ist ein unglaubliches Gefühl, ein Tor vor der Südtribüne zu erzielen», schwärmte Aubameyang bei Sky.

Berauscht vom furiosen Angriffswirbel seiner Mannschaft sah Trainer Klopp sogar über den zwischenzeitlichen Ausgleich der Hamburger durch Zhi-Gin Lam (24.) und Heiko Westermann (49.) generös hinweg. Der zweite Treffer von Aubameyang und die Tore seiner kongenialen Mitstreiter Robert Lewandowski (73./81.) und Marco Reus (74.) spiegelten die wahren Kräfteverhältnisse auf dem Platz wider.

«Ich war nach dem 2:2 verhältnismäßig ruhig. Zwischenstände haben nur an schlechten Tagen eine Relevanz», kommentierte der Dortmunder Fußball-Lehrer die Trotzreaktion seiner nur wenige Minuten geschockten Mannschaft.

Doch anders als im Duell mit dem über weite Strecken überforderten HSV erwartet die Dortmunder am Mittwoch in Neapel mehr Gegenwehr. Schließlich ist der SSC mit drei Siegen in drei Spielen ähnlich souverän in die Saison gestartet wie der BVB. Dennoch sieht Klopp gute Chancen auf einen erfolgreichen Start in die schwere Gruppe F: «Das ist ein richtig hartes Brett, das wir da bohren müssen. Wir sind aber auch kein Fallobst. Wir werden bereit sein.»

Für einen leichten Stimmungsdämpfer sorgte jedoch die Verletzung von Sebastian Kehl. Der gegen den HSV nicht eingesetzte Kapitän zog sich beim Training am Sonntag eine Verletzung im rechten Sprunggelenk zu. Nach Vereinsgaben soll eine genauere medizinische Untersuchung am Montag näheren Aufschluss über die Schwere der Verletzung bringen.

Von solchen Auftritten auf europäischer Bühne ist der HSV trotz aller Sehnsucht meilenweit entfernt. Zum Leidwesen von Trainer Thorsten Fink erwies sich das 4:0 über Braunschweig am vorigen Spieltag nicht als Trendwende. Vor allem in der Defensive tun sich bedenkliche Lücken auf. Nach 15 Gegentreffern steht die Schießbude der Liga in Hamburg. «Ich bin enttäuscht, weil wir gefühlte 90 Prozent der Zweikämpfe verloren haben», klagte Fink. Ähnlich groß war der Frust bei Abwehrspieler Heiko Westermann: «Wir haben uns in der Viererkette im Stich gelassen gefühlt.»

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erstellt am 15.Sep.2013 | 10:38 Uhr

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