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Fussball-Bundesliga am Sonntag : Dortmund gegen HSV: Das shz.de-Fanduell

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Aus der Onlineredaktion

Beide Vereine mussten zuletzt bittere Niederlagen einstecken: Hamburg gegen Darmstadt, Dortmund gegen Liverpool. Am Sonntag wollen es die Teams besser machen. Die Frage ist: Wie?

Von Julian Heldt: Warum Dortmund gewinnt

Die letzten Jahre waren hart für uns BVB-Fans. Was sind schon Meisterschaften, Pokalsiege und Champions-League-Teilnahmen, wenn man Jahr für Jahr gegen den Hamburger SV verliert? Die Niederlagen gegen den Relegations-Rekordmeister schmerzen immer besonders – gerade wenn man viele HSV-Fans im Freundeskreis hat. Da wird ein Sieg gegen den BVB ja wie die Qualifikation für den Europapokal gefeiert – von dieser der Chaosclub aus der Hansestadt übrigens noch meilenweit entfernt ist.

Doch am Sonntag ist Schluss damit. Unsere Borussia spielt die stärkste Bundesliga-Saison der Vereinsgeschichte, ist in diesem Jahr in der Meisterschaft noch ungeschlagen und begeistert mit ihrem Offensivfußball die Massen. Unser neuer Coach Thomas Tuchel hat es geschafft, jeden einzelnen Spieler noch einmal besser zu machen.

Henrikh Mkhitaryan, einst als Fehleinkauf abgestempelt, spielt die Saison seines Lebens und ist mit seiner Kreativität einer der Garanten des derzeitigen Erfolges. Ganz zu schweigen von Pierre-Emerick Aubameyang, der sich mit Bayerns Robert Lewandowski ein heißes Duell um die Torjägerkanone liefert.

Doch es sind nicht nur die Stars, die unseren BVB so stark machen. Insgesamt wirkt das Team homogener und weniger verletzungsanfällig als in den Vorjahren. Mit Julian Weigl und Christian Pulisic konnten zudem zwei junge, hungrige Spieler überraschen, die vor der Saison noch kaum ein Fußball-Fan auf dem Zettel hatte.

Und der HSV? Der krebst weiterhin im Niemandsland der Bundesliga herum und musste am vergangenen Wochenende eine bittere 1:2-Heimschlappe gegen den Fußball-Zwerg Darmstadt 98 einstecken. Bezeichnend sind in diesem Zusammenhang die Berichte über Kabinenschlägereien, verschollene Vertragsunterlagen und finanzielle Probleme. Professionalität Fehlanzeige! Nein, liebe HSV-Fans, am Sonntag gibt es für euch vor 81.359 Fans im Westfalenstadion nichts zu holen!

Von Maximilian Matthies: Warum Hamburg gewinnt

Vier Siege aus den letzten fünf Partien - der HSV ist Dortmunds Angstgegner. Doch die makellose Bilanz gegen den BVB ist nicht der einzige Grund, warum wir im Westfalenstadion punkten werden. Auftrieb gibt ausgerechnet die Schmach gegen Darmstadt - die muss wettgemacht werden.

Und sie wird wettgemacht: mit Kampfgeist, Angriffslust und Torhunger. Den Dortmunder Profis steckt die kräftezehrende Liverpool-Schlappe in der Europa League noch in den Knochen - kollektive Müdigkeit macht sich breit. Was bleibt?

Die Tuchel-Elf ist zwar noch engster Bayern-Verfolger, aber die Chancen, die Schale zu holen, schwinden mit jedem Spieltag. Bayern wird Meister und Dortmund mal wieder Zweiter - Ernüchterung setzt ein bei den Borussen.

Beim HSV ist das anders. Die Spieler sind ausgeruht und topfit, das Verletzungspech ist weitgehend abgeschüttelt. Gideon Jung und Emir Spahic haben am Freitag mittrainiert und könnten demnach auslaufen:

Nur der erneute Ausfall von Spielmacher Aaron Hunt ist schmerzlich, hätte er zur Schlüsselfigur im Spiel werden können. Aber statt seiner gibt es da zum Beispiel noch einen Pierre-Michel Lasogga, der besonders brennen wird auf das Spiel. Schließlich schoss der bullige Stürmer sein letztes Tor gegen den BVB. Da kann man nur sagen: Mach's nochmal, Pierre!

Oder auch einen Michael Gregoritsch, der gegen Darmstadt blass blieb und jetzt alles besser machen will. Und vielleicht mal wieder mit einem Freistoß oder Zauberschuss glänzt:

Also: Vorwärts Rothosen, Dortmund überrennen, drei Punkte mitnehmen und Darmstadt vergessen machen!

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erstellt am 16.Apr.2016 | 10:17 Uhr

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