zur Navigation springen

Der Ball rollt wieder : Bundesliga-Start: Die Trainer und ihre Ziele

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Neue Gesichter, flotte Sprüche und alte Bekannte: Die Bundesliga erlebt als „Weltmeisterliga“ ihren 52. Frühling. Wo sehen die 18 Trainer ihre Mannschaften in dieser Saison? shz.de hat die Tabelle von unten aufgerollt.

1. SC Paderborn 07: Der graue Neuling mit dem Feuerwerk der Libori

Foto: dpa
 

Eins ist klar: Paderborn wird auch im nächsten Sommer sein großes Volksfest Libori feiern – wie seit über 1100 Jahren. Doch große Fußballfeste werden dem Bundesliga-Neuling von der Pader im kleinsten Stadion der Liga (15.000 Zuschauer) kaum zugetraut. „40 Punkte wollen wir erreichen“, sagt Trainer André Breitenreiter, früher Spieler beim HSV und Holstein Kiel. Im Echo der Experten sieht er seiner Truppe als „krassesten Außenseiter der Bundesligageschichte“. Ersatzkeeper und Kahn-Parodist Nico Burchert kann mit den fatalistischen Abstiegsgesängen aber gar nichts anfangen. Für den Schlussmann gibt es nur ein Ziel: das Maximale aus sich rausholen, in die Championsleague einziehen und die Meisterschaft gewinnen.

2. 1. FC Köln: Tradition im Paternoster

Foto: dpa
 

Mit dem 1. FC Köln kehrt ein großes Stück Bundesligatradition ins Oberhaus zurück. Schlüsselfigur ist Trainer Peter Stöger, dessen Verpflichtung sich als Glücksgriff erwies. Der Österreicher ist akribischer Analyst, Frohnatur und Motivator zugleich. Zudem genießt er hohe Anerkennung bei Verein und Spielern, die ihn trotz des hitzigen Umfelds sicher im Sattel sitzen lassen. Den Rückhalt wird der Aufsteiger-Coach brauchen, denn seine Zielsetzung ist „in diesem Jahr allein Platz 15“. Zum Auftakt gibt es gleich drei richtungweisenden Duelle gegen direkte Konkurrenten um die rettenden Plätze. Nach dem Auftakt gegen den HSV geht es gegen Stuttgart und den Mitaufsteiger aus Paderborn. Eine gute Ausgangsituation für die beste Defensive der vergangenen Zweitligasaison.

3. Hamburger SV: Der hungrige Dino mit dem Schutzengel

Foto: dpa
 

Der HSV hat sich mit viel Dusel über die Ziellinie gerettet: in der Relegation und im Pokal. Doch sich irgendwie durchmogeln kann nicht das Ziel der Hanseaten sein. Dem Verein eine zukunftsfähige Philosophie einzuhauchen, lautet die oberste Devise. Manager Dietmar Beiersdorfer hat einiges in Bewegung gesetzt, um seinem „Baby“ mehr Fahrwasser einzuflößen. Mit den Neuzugängen Müller, Ostrzolek, Stieber und Cléber wurden Kaderschwachstellen ausgebessert. Während vor der letzten Saison noch die Europapokalqualifikation das erklärte Ziel war, gibt man sich in diesem Jahr vorsichtig: „Wir haben uns auf keine Platzierung festgelegt [...] wir sind im Umbruch und der ist notwendig.“ Obwohl dem HSV ein Übergangsjahr erwartet, steht Trainer Slomka schon zu Beginn massiv unter Druck. Vielleicht denkt er gerade deshalb nur von Spiel zu Spiel. Konditionsmängel wie im vergangen Jahr dürfte es nach der intensiven Vorbereitung nicht mehr geben. Das „schnelle Spiel in die Spitze“ soll die neue HSV-Waffe sein. Die wacklige Abwehr wird mit Cléber fixiert.

4. VfB Stuttgart: Der rissige Jungbrunnen

Foto: dpa
 

Mit Armin Veh ist der Meistertrainer von 2007 nach Stuttgart zurückgekehrt. Kommt jetzt nach den Jahren der Dürre und des Sparens der Erfolg zurück ins Schwabenländle? Nach dem enttäuschenden Aus im DFB-Pokal gegen den VfL Bochum (0:2) herrschen in Stuttgart schon vor dem Bundesliga-Start große Zweifel an der Transferpolitik von Fredi Bobic. Der Rückkehrer Vehr will nach der vergangenen Horror-Saison kein konkretes Saisonziel ausgeben, „die Platzierungen der letzten vier Jahre waren Platz 12, Platz 6, Platz 12 und Platz 15“ sagten schon genug aus, so Veh gegenüber „bild online.“ Es soll wieder gepflegter Fußball mit kurzen Pässen gespielt werden – „Fußball mit Leidenschaft“ schwebt dem Trainer vor. Ein Meister-Coup wie in der Saison nach der WM 2006 ist den Schwaben – heute wie damals – nicht zuzutrauen. Doch es sind mal wieder eigene Talente wie Antonio Rüdiger und Timo Werner, die aufhorchen lassen.

5. SC Freiburg: Die „chancenlosen“ Buben mit dem Masterplan

Foto: dpa
 

Auch in diesem Sommer musste der SC Freiburg mit Torhüter Oliver Baumann (Hoffenheim) und Verteidiger Matthias Ginter (Dortmund) zwei Schlüsselspieler ziehen lassen. Die Bundesliga wird den kleinen Club von der Dreisam auch im sechsten Jahr in Folge vor eine große Herausforderung stellen. Doch obwohl Trainer Christian Streich erneut einen Umbruch bei den Breisgauern einleiten muss, empfindet er keinen Frust über seine Aufgabe.Immerhin – wird man in Freiburg denken – konnten neun Stammspieler gehalten werden. Startschwierigkeiten sind meist im Freiburger Saisonverlauf inbegriffen, doch der äußerst angesehene Coach hat wohl den sichersten Trainerposten der Liga. Auch in diesem Jahr wird er sich wieder mit Hingabe, Einsatz und Kopf der Aufgabe „Vorzeitiger Klassenerhalt“ widmen: „Natürlich wird alles, was besser als Platz 16 ist, wieder ein Erfolg sein“ – und alle werden wieder mitziehen.

6. Eintracht Frankfurt: Neueröffnung nach Ausverkauf

Foto: dpa
 

Abstiegsängste entwickelten sich am Ende der letzten Saison bei Eintracht Frankfurt. Die Klasse wurde zwar gehalten, aber die Leistungsträger Sebastian Rode (FC Bayern), Kapitän Pirmin Schwegler (1899 Hoffenheim) und Sebastian Jung (VfL Wolfsburg) kehrten aus. Thomas Schaafs Bundesliga-Rückkehr als 34. Trainer der Eintracht ist kein einfaches Unterfangen. 41 Jahre war er in Bremen und sorgte vor allem als Trainer für attraktiven und offensiven Fußball. In Hessen dürfte es erstmal nicht für gehobenere Ansprüche reichen, denn es müssen viele neue Spieler integriert werden. Dennoch gibt sich Schaaf gegenüber der „Frankfurter Neuen Presse“ optimistisch „Es kann ein richtig gutes Jahr werden [...] Wir wollen interessanten Fußball spielen, an dem wir uns selbst begeistern und die Fans mitnehmen können.“

7. Werder Bremen: Bescheidenheit im Leerschritt

Foto: dpa
 

„Es gibt tatsächlich noch einen Bundesliga-Standort, an dem du als Trainer Höhen und Tiefen durchstehen kannst. Hier habe ich die Hoffnung, nicht mehr meinen Arbeitsplatz wechseln zu müssen“, sagte Werders Trainer Robin Dutt vor kurzem der „Kreiszeitung Syke“. In Bremen ist man geduldig, man will konsolidieren, denn man weiß, dass die Zeiten der regelmäßigen Champions-League-Teilnahme vorbei sind. Mit Bescheidenheit geht man auch die neue Saison an. Mit Aaron Hunt hat sich einer der Protagonisten der großen Jahre verabschiedet. Statt wie in der Vergangenheit leistungsfähige Neuzugänge zum kleinen Preis an die Weser zu holen, baut man eher auf junge Talente wie Davie Selke. Dutt will die Mannschaft primär spielerisch weiterentwickeln – das lässt sich nicht zwangsläufig an einem besseren Tabellenplatz als dem 12. der Vorsaison festmachen. In der letzten Spielzeit hieß das Ziel 40 Punkte, erreicht wurden am Ende 39.

8. Hertha BSC: Frisch beflügelte Hauptstadtkicker mit System

Foto: dpa

Trainer Jos Luhukay ist selig, den die Berliner Flaute auf den Flügeln scheint ab dieser Saison behoben: Mit dem Niederländer Roy Beerens, dem Schweizer Valentin Stocker und dem Japaner Genki Haraguchi haben die Herthaner die Außenpositionen neu besetzt. Dazu kam mit Johnny Heitinga ein 87-facher niederländischer Nationalspieler für die Innenverteidigung. Mit insgesamt fünf eng selektierten Neuzugängen in der zu erwartenden Startformation hat der Aufstiegstrainer vom letzten Jahr einen Mittelfeldplatz für die kommende Saison in der Fußball-Bundesliga als Ziel ausgegeben. Je nach Gegner und Situation will der Coach System und Formation wechseln. Von den in der Hauptstadt schnell mal aufkeimenden europäischen Träumen will der Taktiker aber nichts wissen.

9. Hannover 96: Mit Umschaltspiel aus dem Niemannsland

Foto: dpa
 

Das erklärte Saisonziel von Hannover 96 lautet nach einer guten Vorbereitung Europa-League-Qualifikation. Trainer Tayfun Korkut ist da etwas bescheidener mit seiner Prognose: „Wir wollen besser sein als im vergangenen Jahr, als wir Zehnter waren. Man darf aber nie vergessen, dass wir im Umbruch sind“ sagt er der „Hannoverschen Allgemeine“. Der 40-Jährige setzt wie viele der jungen Kollegen auf schnelles Umschaltspiel und hohe Geschwindigkeit. Nach 13 Abgängen (u.a. von Szabolcs Huszti) und zehn Zugängen wird der junge Coach noch einige Hebel umlegen müssen, um das ganze Potential aus der Mannschaft zu kitzeln.

10. 1899 Hoffenheim: Die Draufgänger mit dem Scheunentor

Foto: dpa
 

In der vergangenen Spielzeit erziehlte Markus Gisdols Elf 72 Ligatore und stellte damit die drittstärkste Offensive. Allerdings mussten die Torhüter der Kraichgauer ganze 70 Mal hinter sich greifen – nur der HSV stand schlechter in der Defensive. Am Ende sprang Platz neun dabei raus. Das System will der Trainer beibehalten, an dem munteren Offensivspektakel, angetrieben von Roberto Firmino, soll sich nichts ändern. Gegen Fünftligist USC Paloma Hamburg schossen sich die 1899er im DFB-Pokal schon mal in Stimmung: Der Gegner wurde mit 9:0 abgefertigt. Mit Oliver Baumann wurde ein Torwart aus Freiburg verpflichtet, der es versteht, eine Abwehrreihe zu organisieren. Trotz der guten Vorzeichen lautet das offizielle Saisonziel Konsolidierung – auch wenn der Club von leisen Stimmen als Geheimfavorit auf den Titel genannt wird.

11. FC Augsburg: Ein Ausflug wird zur Odyssee

Foto: dpa

Für den Trainer der Saison 2013/14, Markus Weinzierl, gibt es trotz der begeisternden letzten Spielzeit kein anderes Ziel als den Klassenerhalt des „ewigen Abstiegskandidaten“. Die Abgänge von Nationalspieler André Hahn, Kevin Vogt und Matthias Ostrzolek spülten zwar viel Geld in den Etat, wiegen aber schwer. Insbesondere das erprobte Flügelspiel könnte erstmal an Durchschlagskraft eingebüßt haben, Weinzierl setzt auf „die Gier der letzten Saison“. Nach dem Warnsschuss im DFB-Pokal bei der Niederlage gegen den Regionalligisten FC Magdeburg möchte der FC Augsburg zum Auftakt gegen den letztjährigen Tabellennachbarn 1899 Hoffenheim unbedingt einen zusätzlichen Fehlstart in der Fußball-Bundesliga vermeiden, denn im Anschluss wartet gleich Borussia Dortmund.

12. 1. FSV Mainz 05: Danish Dynamite mit Fehlzündung

Foto: dpa

Wie Jürgen Klopp war auch Thomas Tuchel ein Teil der Mainzer Fußballidentität. Nach dem Abgang Tuchels ist mit dem Dänen Kasper Hjulmand (42) ein Mann ohne Stallgeruch in die großen Fußstapfen seiner Vorgänger getreten. Doch die Enden passen bisher nicht zueinander, die Kritik fällt unerwartet hart aus. Bei der Weiterentwicklung von Tuchels Überfalltaktik will der junge Coach bei den Rheinhessen einen teils auf viel Ballbesitz orientierten Fußballstil einführen, doch es hapert bei den Rhythmus-Wechseln an der Balance. Hjulmands Start verlief mehr als holprig: Nach dem Aussscheiden in der Europa-League-Qualifikation folgte die Pokalniederlage nach Elfmeterschießen gegen den Chemnitzer FC. Zwei Saisonziele wurden damit bereits zu den Akten gelegt. Auch wenn die Mainzer traditionell beim Saisonstart nach Welt- oder Europameisterschaften groß aufspielen, dürfte es ohne die Abgänge Zdenek Pospech, Maxim Choupo-Moting und Nicolai Müller eine schwere Hinrunde werden. Bei Manager Heidel läuten bereits die Alarmglocken: „Hinten war es viel zu fehlerhaft. Dort müssen wir jetzt unbedingt arbeiten und die Fehler gegen Paderborn abstellen, sonst bekommen wir ein richtiges Problem in der Liga“. Zu einem fatalen Fehlstart fehlt nur noch eine Niederlage am Sonntag beim SC Paderborn.

13. Borussia Mönchengladbach: Fohlen auf der Rennbahn

Foto: dpa

Trainer-Gentleman Lucien Favre (56) hat bei der Transferpolitik seines Vereins inzwischen einiges mitzureden. Mit André Hahn und Co. kamen schnelle Spieler, die perfekt ins System des Schweizers passen. Der Abgang von Torhüter Marc André ter Stegen wurde durch den Kauf von Yann Sommer kompensiert. Ein direkter Europacup-Platz dürfte realistisch sein. Favre gibt jedoch – wie auch im letzten Jahr – erstmal das Ziel „einstelliger Tabellenplatz“ vor. Dass der Kader trotz der Verletzung von Nationalspieler Max Kruse gut in der Breite aufgestellt ist, zeigte sich im Hinspielsieg in der Euroleague-Qualifikation gegen FK Sarajewo. „Wir sind heiß auf den Europapokal und wollen diese Dreifachbelastung unbedingt“, sagt Sportdirektor Max Eberl.

14. VfL Wolfsburg: Das Jahr der reichen Wölfe

Foto: dpa
 

Die Millionen flossen auch in den Vorjahren, doch erst Trainer Dieter Hecking ist es wieder gelungen, aus den hoch bezahlten Wolfsburger Profis ein Team zu formen, das um die Championsleagueplätze mitspielt. „Wir wollen Vierter werden, wir wollen die Chance nutzen“, sagte Hecking laut kicker.de. Schon in der vergangenen Rückrunde waren die Wolfsburger die viertbeste Mannschaft. Zu dem Erfolgsrezept der Ära Hecking-Allofs gehört auch die Einbindung junger Spieler wie Robin Knoche und Maximilian Arnold. Die Verpflichtung des dänischen Skandalstürmers Nicklas Bendtner wirkt da wie ein Relikt aus vergangener Zeit. Sollte den bissigen Wölfen im Auftaktspiel gegen die noch angeschlagenen Münchener Bayern ein Traumstart gelingen, könnte dies eine bedeutende Saison in Schwung setzen. Erinnerungen an 2009 werden wach.

15. FC Schalke 04: Naht der Keller, geht der Keller

Foto: dpa

Trainer Jens Keller ist zufrieden mit seinem Kader und den Neuzugängen, die vergangene Rückrunde war überaus erfolgreich. Kapitän und Weltmeister Benedikt Höwedes möchte mindestens Dritter werden mit seinen Schalkern und der Verein hat die Championsleagueplätze fest im Visier. „Wir wollen uns wieder für die Champions League qualifizieren und uns dabei verbessern, wenn mehr herausspringt, nehmen wir das gerne mit. Dortmund war nicht weit weg, aber Bayern lag am Ende 26 Punkte vor uns. Sie können sich auch diese Saison nur selbst schlagen“, sagte Keller der „Bild“ zur Saisonperspektive. Doch nach dem Aus im DFB-Pokal liegen bei den „Knappen“ schon wieder die Nerven blank. Wie lange bleibt der Trainer im Sessel, wenn bei jeder kleinen Krise der Name Thomas Tuchel als Nachfolger ins Gespräch gebracht wird?

16. Bayer 04 Leverkusen: In der Breite liegt die neue Kraft

Foto: dpa
 

„Wenn sie das sagen, wissen sie auch, dass jeder für solche Ziele auch alles geben muss“, sagt Bayers neuer Trainer Roger Schmidt über die Titelträume seiner Spieler. Bei RB Salzburg wurde Schmidt mit großem Offensivspektakel österreichischer Meister. Leverkusen gilt nach der wahrscheinlichen Champions-League-Qualifikation im Playoff gegen den FC Kopenhagen als Gewinner der Vorbereitung. Rudi Völler hat auf dem Transfermarkt nochmal ordentlich aufgerüstet und die bislang erfolgreiche Philosophie des neuen Chefcoachs hält die Stimmung hoch. Mit der neu gewonnenen Breite im Kader will der Verein sein fast schon zur Tradition gewordenes Leistungsloch in der Rückrunde abfedern. Ein guter Start scheint anhand der wenigen WM-Gestressten in der Mannschaft fast sicher. Die Spieler träumen von Titeln und der Trainer lässt sie.

17. Borussia Dortmund: Die eingemeißelte Lauerstellung

Foto: dpa
 

Jürgen Klopp ist bislang sehr zufrieden: In Dortmund haben alle sein System verinnerlicht – kein Wunder, schließlich geht der 47-Jährige in seine siebte Saison bem BVB. Und wie in jedem Jahr hat Klopp auch diesmal den Verlust eines selbstgeformten Edel-Kickers zu beklagen. Adrian Ramos und Ciro Immobile müssen Robert Lewandowski ersetzen, der dem Ruf aus München nicht widerstehen konnte. Nun hat Klopp zwar einen der besten Stürmer der Welt nicht mehr zu Verfügung, aber es bieten sich bislang unbekannte Möglichkeiten in der Breite. Beäugt man die Vorbereitung, scheinen die letztjährigen Neuzugänge Pierre-Emerick Aubameyang und Henrikh Mkhitaryan – beide zum Teil bereits als Fehleinkauf abgetan – sich weiter entwickelt zu haben. Auch fällt bei den meisten Borussen die WM-Belastung weg. Doch Klopp wäre nicht Klopp und Dortmund wäre nicht Dortmund, wenn sie sich zum Favoriten machen würden.

18. Bayern München: Die verwundete Jahrhundertelf

Foto: dpa
 

Die Meisterschaft im letzten Jahr war für Josep „Pep“ Guardiola ein Klacks. Der 43-Jährige krallte sich gleich das Double mit dem FC Bayern München und ließ die Konkurrenz kaum an den Ball kommen. Dann wurde auch noch Robert Lewandowski ablösefrei verpflichtet und mit Holger Badstuber und auch mit Mario Götze kamen Spieler zurück, die in der letzten Saison durch Verletzungen ausgebremst wurden. Diese Saison sieht er jedoch als „sehr gefährlich und sehr, sehr schwer“ an. Mit der Kreuzbandverletzung von Javi Martínez im verlorenen Supercup-Finale zerriss die Euphorie für die immer schwierige Post-WM-Saison. Schließlich war man davon ausgegangen, nach den Verkäufen von Toni Kroos und Mario Mandzukic ausnahmsweise mal mit einem Transferplus in ein Fußballjahr zu gehen. Doch besonders im Mittelfeld hat das Verletzungspech zugeschlagen: Bastian Schweinsteiger und Thiago fallen länger aus, auch Franck Ribéry ist verletzt. Natürlich kann Peps Saisonziel trotzdem nur lauten: 100 Prozent Ballbesitz und alle Titel gewinnen. Priorität hat für ihn die Meisterschale: „Die Bundesliga ist der teuerste Titel. Die Champions League ist die schönste Frau, aber ich will die Bundesliga.“

zur Startseite

von
erstellt am 22.Aug.2014 | 17:45 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen