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1. Bundesliga

18. Dezember 2017 | 23:46 Uhr

Borussia Mönchengladbach

vom

Der Trainer: Lucien Favre 

shz.de von
erstellt am 27.Mai.2013 | 05:33 Uhr

Der Trainer: Lucien Favre 

Der Schweizer ist für viele Experten der Trainer des Jahres. Nachdem er die Borussia in aussichtloser Lage vor dem Abstieg rettete, stürmte Lucien Favre in der vergangenen Saison mit nahezu dem gleichen Team bis in die obersten Gefilden der Bundesliga. Die Vertragsverlängerung mit Favre bis 2015 bezeichnete Sportdirektor Max Eberl als «super Zeichen»: «Favre passt genau in unser Konzept. Es gibt auf der Welt kaum einen Trainer, der besser mit jungen Spielern umgehen und sie weiterentwickeln kann.» Auch Favre scheint nach dem unschönen Abschied bei Hertha BSC seinen Verein in Deutschland gefunden zu haben: «Ich passe zur Borussia. Es gefällt mir hier, ich fühle mich wohl.»

Der Star: Luuk de Jong

Er ist der teuerste Transfer in der Historie von Mönchengladbach. Zwölf Millionen Euro sollen geflossen sein. Sportdirektor Eberl glaubt an die richtige Investition: «In Luuk de Jong bekommen wir einen hoch talentierten Angreifer, der trotz seiner erst 21 Jahre schon reichlich internationale Erfahrung mit dem FC Twente und der niederländischen Nationalmannschaft gesammelt hat.» Der Jungstar möchte das Geld wert sein: «Ich bin Stürmer. Ich will Tore schießen. Und ich werde jeden Tag hart arbeiten.». Das Offensivtalent ist auserkoren, den Abgang von Marco Reus (18 Tore) zu kompensieren. Allein in der vergangenen Spielzeit gelangen de Jong bei 31 Einsätzen in der Ehrendivision 25 Tore für Enschede.

Das Ziel: Internationales Geschäft

Die Borussia ist Einkaufskrösus der Bundesliga: Der Verein investierte mehr als 30 Millionen Euro. Mit den Einnahmen für Marco Reus von 17,1 Millionen Euro und von Dante mit etwa 4,7 Millionen Euro wurde neue Qualität geholt. Damit ist die Marschrute vorgegeben: Das Erreichen der Europa League ist fast schon Pflicht. Gladbach zählte im letzten Jahrzehnt allerdings nicht gerade zu den stabilsten Vereinen. Und so gibt Eberl den sensationellen vierten Platz aus der abgelaufenen Spielzeit nicht als Maßstab aus. Viele Trainerwechsel, viele Enttäuschungen füllen die Chronik und mahnen zur Vorsicht. Auch der besonnene Favre tritt auf die Euphoriebremse: «Wir sollten uns nicht davon blenden lassen, dass wir viel Geld auf dem Transfermarkt ausgegeben haben. Wir haben auch viel Qualität verloren.»

Die Mannschaft: Neuaufbau

Nach der perfekten Saison hat die Konkurrenz ordentlich zugeschlagen und viele Topspieler der Borussen fortgelockt. Zwar konnte mit den erwirtschafteten Millionen eingekauft werden, dennoch muss Favre das Team erst formen: «Im Moment ist nur noch von den Neuzugängen die Rede, aber man darf nicht vergessen, wen wir verloren haben. Wir müssen unsere Mannschaft neu aufbauen.» Außer Reus und Dante verließ auch Roman Neustädter den fünfmaligen deutschen Meister. «Das ist so, als würde der FC Barcelona Messi, Xavi und Piqué verlieren», meinte Favre. Den Neuen wie de Jong, Granit Xhaka (FC Basel), Alvaro Dominguez (Atletico Madrid) attestierte er internationale Erfahrung, aber es sei eine andere Sache, sich auch in der Bundesliga durchzusetzen. Es werde seine Zeit brauchen, «bis wir soweit sind, den nächsten Schritt zu machen.»

Das Aufgebot:

Tor: 1* Marc-André ter Stegen, 21 Janis Blaswich, 33 Christofer Herimeroth

Abwehr: 3 Filip Daems, 4 Roel Brouwers, 15 Álvaro Dominguez, 17 Oscar Wendt, 24 Tony Jantschke, 37 Niklas Dams, 39 Martin Stranzl

Mittelfeld: 5 Alexander Ring, 6 Tolga Cigerci, 7 Patrick Herrmann, 8 Lukas Rupp, 14 Thorben Marx, 16 Håvard Nordtveit, 18 Juan Fernando Arango, 25 Armin Younes, 27 Julian Korb, 30 Alexander Bieler, 34 Granit Xhaka, 0 Sven Michel

Angriff: 9 Luuk de Jong, 19 Mike Hanke, 22 Peniel Mlapa, 31 Branimir Hrgota

* Zahl ist jeweils die Rückennummer

(Stand: Februar 2013))

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