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Fußball : Boateng macht Unterschied - Schalke und Polizei einig

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Dieser Prinz kommt beim FC Schalke 04 richtig gut an. «Mit seinem Tor hat er den Unterschied gemacht», sagte Trainer Jens Keller mit einem verschmitzten Lächeln. «Mit ihm ging ein Ruck durch die Manschaft», ergänzte Julian Draxler.

Das erste Tor von Kevin-Prince Boateng in der Fußball-Bundesliga seit Mai 2007 zum 1:0 (1:0) am Samstag beim FSV Mainz 05 gibt Königsblau Auftrieb für den Auftakt in der Champions League gegen Steaua Bukarest und den Liga-Schlager gegen Rekordmeister Bayern München. Und auch den Ärger mit der Polizei haben die Schalker mit einem Friedensgespräch gerade rechtzeitg vor den nächsten Heimspielen ausgeräumt.

«Es wurde mal wieder Zeit für mich. Aber man darf nicht vergessen, dass ich zwischenzeitlich einige Jahre im Ausland aktiv war», erklärte der 26 Jahre alte Torschütze, der erst kurz vor Transferende aus Mailand gekommen war und die Millionen-Euro-Ablöse ein Stück weit zurückzahlte. Mit einem nachgebildeten «M» widmete der Ghanaer den Siegtreffer seiner Freundin Melissa Satta. «Das hatte ich ihr versprochen», sagte Boateng, der dementierte, Vaterfreuden entgegenzusehen.

Der Last-Minute-Einkauf schaute mit viel Selbstvertrauen voraus. «Wir sind jetzt heiß, das ist doch klar. Defensiv standen wir in Mainz erneut sehr stark, Kompliment an die Jungs in der Abwehr. Das muss uns gegen Steaua erneut gelingen. Wenn das klappt, denke ich, dass wir den Schwung mitnehmen und erneut ein positives Resultat erzielen können.»

Auch sein Trainer sieht den Schlüssel für den zweiten Sieg ohne Gegentreffer in der verbesserten Defensive. «Die ganze Mannschaft hat sehr, sehr gut gegen den Ball gearbeitet. Nach vorne haben wir immer die Qualität, ein Tor zu machen.» Sport-Vorstand Horst Heldt fordert nun Stabilität. «Jetzt müssen wir uns in den folgenden englischen Wochen beweisen.»

Die Sicherheit gegen Bukarest und die Bayern in der Schalke-Arena ist auch wieder gesichert. Die Polizei wird am Mittwoch im Stadion präsent sein und die Ordner unterstützen. Wegen der harschen Kritik an den Ordnungskräften durch Schalker Verantwortliche nach einem Einsatz während der Champions-League-Qualifikation gegen PAOK Saloniki hatte Nordrhein-Westfalens Innenminister Ralf Jäger am Donnerstag angekündigt, die Polizei werde vorerst nicht mehr in der Arena und dem Stadiongelände eingesetzt werden.

Ligaverbands-Präsident Reinhard Rauball moderierte in Düsseldorf einen «Friedensgipfel» zwischen Jäger und Schalke. In der gemeinsamen Erklärung räumt Schalke ein, dass die Kritik «in Wortwahl und Tenor zu scharf war». Die Sicherheitskonzepte sollen verbessert werden, um weniger Polizisten im Stadion einsetzen zu können. Nach einem halben Jahr wollen Verein und Innenministerium Bilanz ziehen.

Den Schiedsrichter als Übeltäter hatte nach der zweiten Niederlage in Serie der Mainzer Coach Thomas Tuchel ausgemacht. Eine Strafraumszene (52.) zwischen Shinji Okazaki und Joel Matip brachte den selbsterklärten Gerechtigkeitsfanatiker in Rage. «Überall auf dem Feld wird das zweifellos als Foul gepfiffen. Ich verstehe nicht, warum dann nicht auch im Strafraum.»

Mehr könnten Tuchel die individuellen Fehler seiner Spieler ärgern. Ein solcher von Okazaki führte zum Tor von Boateng. «Ohne unsere Hilfe hätte Schalke nicht getroffen», meinte Tuchel. Der Mainzer Sturm um Torjäger Nicolai Müller blieb diesmal blass. «Der Hildebrand musste nicht einen schweren Ball halten», monierte Tuchel.

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erstellt am 15.Sep.2013 | 10:41 Uhr

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