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Fußball : Aufsichtsratschef: HSV für viele in Europa Vorbild

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Aufsichtsratschef Manfred Ertel sieht die diskutierte Strukturreform beim Fußball-Bundesligisten Hamburger SV skeptisch. Der Journalist wendet sich gegen eine Ausgliederung der Profi-Abteilung.

shz.de von
erstellt am 12.Sep.2013 | 10:59 Uhr

Diese sei kein «Allheilmittel für mangelnden sportlichen oder wirtschaftlichen Erfolg», sagte Ertel dem «Hamburger Abendblatt» und betonte: «Die letzten Insolvenzen gab es doch gerade bei ausgegliederten Vereinen wie Alemannia Aachen, Kickers Offenbach oder MSV Duisburg. Sportlicher Erfolg hängt nicht von Strukturen ab, sondern von handelnden Personen.»

Ließe sich der HSV in dieser Frage von Stimmungen leiten, drohe ihm «so etwas wie eine feindliche Übernahme», meinte der 62-Jährige. Aufgrund negativer Erfahrungen sei man im europäischen Ausland auf dem Weg zurück zu Mitglieder-Vereinen. «In Europa gilt der HSV e.V. deshalb vielen als Vorbild», sagte Ertel. An dem Reformkonzept vom ehemaligen Aufsichtsratsvorsitzenden Ernst-Otto Rieckhoff störe ihn, dass es «Mitbestimmungsrechte der Mitglieder praktisch abschafft».

Die geforderte Reduzierung des Aufsichtsrates von derzeit elf auf sechs Personen sieht Ertel nicht als vordergründig an, will sich dem Thema aber nicht verschließen. «Maulwürfe bleiben Maulwürfe, ob bei elf oder sieben Mitgliedern», sagte der Aufsichtsratschef und meinte damit das permanente Ausplaudern von Interna.

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