BTSV nimmt den Abstiegskampf an

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17. Januar 2011, 09:05 Uhr

Die Winterpause kam für Thomas Kühl "einen Tick zu früh. Wir waren gerade so gut in Fahrt." Nach schwachem Saisonbeginn steigerte sich der Büdelsdorfer TSV und verließ dank dreier Siege in Folge im November die Abstiegsränge. Höhepunkt war dabei aus Sicht des BTSV-Trainers das 2:1 im Derby beim Tabellendritten Osterrönfelder TSV. Kühl: "Das war kein glücklicher, sondern ein hoch verdienter Sieg, weil wir die bessere Mannschaft waren." Und weil dieser Erfolg ihm und seiner Mannschaft gezeigt hatte, dass der BTSV durchaus auch gegen die Spitzenteams der Liga bestehen kann, hätte Kühl auch "liebend gerne" noch die Spiele beim Tabellenzweiten Preetzer TSV und daheim gegen den Klassenprimus TSV Altenholz über die Bühne gebracht. "

So aber blieb es bei 15 Zählern, die in der Tabelle Rang 13 bedeuten, der erste Platz über dem Strich. Der BTSV-Coach weiß aber auch, dass Platz 13 am Saisonende wohl nicht zum Klassenerhalt reichen wird, denn von Oben droht Ungemach. Mit dem TSV Bordesholm, dem PSV Neumünster und dem Eckernförder SV könnten gleich drei Teams aus der SH-Liga absteigen, was die Zahl der Absteiger aus der Verbandsliga erhöhen würde. Kühl: "Um auf der sicheren Seite zu sein, sollten wir in der Rückrunde noch mindestens zwei Plätze gutmachen." Die Qualität dafür habe seine Mannschaft, so Kühl. "Allerdings sind wir nur dann erfolgreich, wenn alle alles geben." Das habe seine Mannschaft nicht immer beherzigt und deshalb, so Kühl, "stehen wir jetzt da, wo wir stehen. Leider. Wir haben viele Punkte leichtfertig verschenkt." So etwa bei den Niederlagen gegen den TSV Lütjenburg (1:2) und Inter Türkspor Kiel (1:2). "In diesen Spielen haben wir uns selbst geschlagen, nicht der Gegner."

Doch es waren nicht nur individuelle Fehler, die häufig ein besseres Ergebnis verhindert haben, auch mit vielen verletzungsbedingten Ausfällen hatten die Büdelsdorfer zu kämpfen. Vor allem Führungsspieler wie Ferid Fatnassi, Ralf Taube oder Matthias Bodtke fehlten über Wochen. Kühl: "Ich musste die Mannschaft immer wieder umstellen, das hat sich schon negativ bemerkbar gemacht."

Für die Rückrunde wünscht sich der BTSV-Coach deshalb, "vom Verletzungspech verschont zu bleiben." Auf einen Leistungsträger muss Kühl in Zukunft allerdings verzichten. Sascha Jöhnk wird dem Ligakonkurrenten Rendsburger TSV anschließen. Ein Umstand, der Kühl die Zornesröte ins Gesicht treibt. Als "unmöglich" bezeichnet der Büdelsdorfer Trainer das Gebaren der Rendsburger. "Ich wette, Frank Drews (Trainer des RTSV/Anm. der Redaktion) kennt Sascha nicht einmal. Die Rendsburger haben doch schon einen so hochwertigen Kader, die brauchen Sascha gar nicht, baggern ihn aber trotzdem an."

Mit Lars Borgert und Rene Stanojevic drohen zwei weitere Akteure den BTSV in Richtung Osterrönfelder TSV zu verlassen. "Das ist schade", sagt Kühl. "Aber auch das werden wir überleben. Dann müssen wir als Mannschaft eben noch enger zusammenrücken. Ich bin trotz der Abgänge zuversichtlich für den Rest der Saison. Wir werden zeigen, dass die Erfolge vor der Winterpause kein Zufall waren."

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